Halbfinale mit grandiosem 6:1

Super-Bayern zertrümmern Porto: Es gab nur einen P(l)atzer

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Die Bayern stehen nach einer wahren Gala im Rückspiel gegen den FC Porto im Halbfinale der Königsklasse!

München - Was für ein Spiel! Der FC Bayern steht nach einer faszinierenden Vorstellung und einem historischen Sieg im Halbfinale der Champions League, der Traum vom Triple lebt.

Wer die schwarze Bestie reizt…

Tja, der kann schon mal mit 1:6 (0:5) überrollt werden. Als hätten sie bei ihrem Ex-Doktor sämtliche Vorräte an Kälberblut-Extrakt geplündert, pflügten die Bayern am Dienstagabend über den FC Porto hinweg. Thiago Alcántara (10.), Jérôme Boateng (14.), Robert Lewandowski (27., 40.) und Thomas Müller (36.) rissen die Fans des Rekordmeisters bereits vor der Pause aus dem Sattel. Dass es in der zweiten Halbzeit nach dem Treffer der Portugiesen durch Jackson Martinez (73.) nochmal kurz interessant wurde, trübte das Gesamtbild nicht ernsthaft. Xabi Alonso setzte mit einem perfekten Freistoß in der 88. Minute den Schlusspunkt. Der Gegner für die Halbfinal-Spiele am 5./6. und 13./14. Mai wird an diesem Freitag ausgelost.

„Wir haben Räume gefunden und Porto beeindruckt“, sagte der überragende Thomas Müller und fügte breit grinsend an: „Zwischenzeitlich war’s schon phänomenal. 5:0 zur Halbzeit, das muss man erst Mal verarbeiten.“

Einzige Panne: Peps Hose platzte beim Jubel

Peps Hose war das einzige Opfer aus Sicht des FC Bayern.

Einziges Opfer auf Bayern-Seite: die Hose von Trainer Pep Guardiola. Dem katalanischen Starcoach war bei einer Kniebeuge in der 21. Minute das maßgeschneiderte Beinkleid gerissen. Kein Fall für Doktor Volker Braun, der mit Nadel und Faden sicher hätte helfen können. Pep nahm es gelassen: "Beim Halbfinale habe ich eine neue Hose", sagte er gegenüber dem ZDF.

Auf einer Position hatte Guardiola seine Aufstellung gegenüber dem 1:3 im Hinspiel verändert. Für Dante begann Holger Badstuber. Wer ernsthaft auf Arjen Robben gehofft hatte, wurde enttäuscht. „Es gab null Prozent Chance auf einen Einsatz heute. Es wäre Selbstmord gewesen“, kommentierte der bauchmuskelverletzte Holländer die Vorberichte.

Fußballerischer Selbstmord war das Abwehrverhalten des FC Porto. Ohne die gelbgesperrten Stamm-Außenverteidiger Danilo und Alex Sandro blieb von der Kompaktheit aus dem Hinspiel nichts übrig. Guardiola hatte den Seinen die Schwachstellen des Gegners genau aufgezeigt. Von Beginn an spielten die Bayern konsequent über die Flügel, vor allem die linke Seite mit Juan Bernat und Mario Götze glänzte mit filigraner Wucht.

Bayern mit Gala gegen Porto: fünf Mal die Note 1

Bayern mit Gala gegen Porto: fünf Mal die Note 1

In der 14. Minute durfte der FCB zum ersten Mal jubeln. Götze setzte Bernat in Szene, der junge Spanier durfte ungehindert mit links maßflanken, Thiago wuchtete die Kugel am kurzen Pfosten mit dem Schädel ins Netz. 1:0! Acht Minuten später war das Hinspiel-Ergebnis bereits gedreht. Badstuber köpfelte eine Ecke von rechts zurück auf den kurzen Pfosten, dort schraubte sich Boateng in die Höhe und nickte den Ball zentimetergenau ins rechte untere Eck. Keeper Fabiano machte nicht die beste Figur (22.). Machtlos war Fabiano bei Lewandowskis 3:0. Müller hatte die Flanke von Lahm valentinesk auf Kopfhöhe des Polen verlängert, zack – drin (27.). Nach einer halben Stunde feierten die mitgereisten Porto-Fans die erste Ecke ihrer Mannschaft. Dann waren wieder die Roten dran. Thiago bediente Müller, der haute aus 18 Metern flach drauf, Martins Indi fälschte ab, 4:0. Und auch am fünften Tor war Müller beteiligt. Durch sein Nachsetzen an der Torauslinie konnte Lewandowski in Stellung laufen, sauberer Pass, gekonnter Flachschuss ins linke Eck, 5:0!

Jackson Martinez’ Kopfballtreffer (73.) und sein nur minimal verzogener Flachschuss (77.) – geschenkt. Alonsos Freistoß war das Sahnehäubchen auf einen geschichtsträchtigen Abend. Wie meinte Guardiola vor dem Spiel: Bei Bayern sei „nur das Triple genug.“ Das Minimalziel bleibt weiter erreichbar.

lk, lop, mic, sw

Pressestimmen: "Das passiert, wenn man die Bayern reizt!"

Neue Pressestimmen zur Gala: "Bayern steigt auf das Pult"

Der Spielverlauf zum Nachlesen im Live-Ticker.

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