Ein Kommentar zum peinlichen CL-Auftritt

Klartext: Vor DIESEM Real Madrid muss Bayern keine Angst haben

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Arjen Robben gegen Fabio Coentrao: Vor Real Madrid muss der FC Bayern in der Champions League aktuell keine Angst haben.

München - Nach der Niederlage gegen Schalke 04 ist klar: Der FC Bayern muss in der Champions League vor DIESEM Real Madrid keine Angst haben. Eine Polemik.

Wetten, dass Pep Guardiola am Dienstagabend vor dem TV-Gerät im Dreieck gesprungen ist? Vor Freude natürlich. Angesichts der Tatsache was für einen peinlichen Auftritt seine Erzfeinde von Real Madrid da im Bernabeu hinlegten. Als Real-Trainer Ancelotti mit Entsetzen am Spielfeldrand beobachten musste, was seine Mannschaft da in Madrid für einen Mist zusammenspielte, rieb sich in München Pep wohl die Hände wie Mister Burns bei den Simpsons und murmelte "Ausgezeichnet!" Pardon: "Fenomenal!", wie es auf Spanisch heißt.

Gegen den FC Schalke 04 hingen die vermeintlich "Königlichen" am Rande des Abgrunds. Sogar das Real-nahe spanische Sportblatt "Marca" spricht von einem "Viertelfinale der Schande" und urteilt über die Leistung der Madrilenen: "Ein eindimensionales Madrid wurde durch seinen Mangel an Fußball, Charakter und Temperament in den Schatten gestellt."

"El Mundo Deportivo" hält Real Madrid gar für "ein Team ohne Herz und Seele". Die Kritik fällt deutlich aus: "Nach dem Verlust der Tabellenführung an Barça hätte Real die Zweifler ruhig stimmen können. Doch das weiße Schiff wurde erneut von einer Kugel getroffen. Keine Klarheit war im Spiel."

Auch die Sportzeitung "AS" zerreißt die Madrilenen: "Reals Defensive grenzt an Lächerlichkeit, das Team ist am Rande des Ausscheidens."

Fassen wir es also aus Sicht des FC Bayern zusammen: Vor DIESEM Real Madrid muss der FCB keine Angst haben. Sollte es also zu einer Neuauflage der Begegnung aus der vergangenen CL-Saison kommen, werden die Karten neu gemischt. Ein bärenstarker FC Bayern würde auf ein desolates Real Madrid treffen.

Klar: Man soll das Fell des Bären bekanntlich nicht verteilen, bevor er erlegt ist - sagt schon ein altes Sprichwort. Im Fall des FC Bayern heißt der Bär Schachtjor Donezk. Die Ukrainer wollen den FCB heute Abend in der Allianz Arena aus der Champions League werfen. Aber mal ehrlich: Manchmal ist die vielgescholtene Bayern-Arroganz gar nicht so verkehrt. Und so kann man schon vor dem heutigen Achtelfinal-Rückspiel guten Gewissens den Mund voll nehmen: DIE werfen uns sicher nicht aus der Champions League. Das sehen übrigens nicht nur vermeintlich arrogante Bayern-Fans so. Beim Sportwetten-Anbieter bwin bekommt man im Falle eines Sieges von Schachtjor Donezk eine Quote von 16.00. Für einen Sieg des FC Bayern winkt nur eine Quote von 1.18. Noch Fragen? Auch wenn das heute Abend gegen ein wie irres mauerndes Schachtjor Donezk vielleicht ein Gewürge wird: So eine Mannschaft kommt gegen den deutschen Rekordmeister nicht weiter. 

Real Madrid wäre für den FC Bayern kein Hammer-Los in der Champions League

Somit kann man also schon vorab spekulieren, gegen wen der FC Bayern wohl demnächst im Viertelfinale der Champions League ran muss. Und da wäre Real Madrid aktuell kein Hammer-Los.  

Sicher: Real Madrid ist momentan Zweiter der spanischen Liga. Aber mal nüchtern betrachtet: Was sagt das eigentlich? Angesichts der Tatsache, dass 15 von 20 Mannschaften der Primera Division (außer Barca, Atlético, Valencia und vielleicht noch Sevilla) für Real nichts als Punktelieferanten sind, ist das jetzt keine allzu große Kunst. Kleiner Blick auf die "Gegner" in der spanischen Liga: Rayo Vallecano! Elche! SD Eibar! Whoah! Angesichts solcher Kasperle-Vereine wäre auch Schalke 04 in der Primera Division ziemlich weit vorne dabei.

Bayern dominiert hingegen die Bundesliga völlig zurecht. Mittlerweile hat das Guardiola-Team sich unter dem Trainer eingespielt. Was im vergangenen April gegen Real Madrid noch nicht der Fall war. Pep Guardiola kann sich aktuell sogar den Luxus erlauben, Stars wie Götze, Lewandowski oder Dante auf die Bank zu setzen. Gerade die frühe Auswechslung von Dante zeigt: Pep ist jedes Mittel zum Sieg recht. Müller, Alaba, Xabi Alonso, Schweinsteiger und Ribéry sind aktuell in Top-Form. Und gegen Real Madrid würde vermutlich sogar der zuletzt enttäuschende Götze alles geben.

Natürlich kommt jetzt das Argument: Aber Real Madrid hat doch Ronaldo. Gähn! Was der wert ist, wenn der Rest der Mannschaft wenig bis nix taugt, sieht man jedes Mal, wenn die Nationalmannschaft gegen Portugal spielt. Dann warnen die Experten vorher auch immer Aber: Ronaldo! Hörte man bei der WM 2006, der EM 2008, der EM 2012 und der WM 2014. Wie gingen die Spiele noch mal aus? Ach richtig: Ronaldo heulte am Ende. Auch bei Real Madrid wirken vermeintliche Superstars wie Bale oder Pepe momentan nicht so richtig gefährlich. Weltmeister Khedira ist bei Real eh kein Thema mehr. Der darf seine Topmodel-Freundin Lena Gercke aktuell wohl von der Lebensqualität im Ruhrpott im Allgemeinen und vom Charme der Stadt Gelsenkirchen im Besonderen überzeugen. Der bei Real Madrid in Ungnade gefallene Khedira soll ja bei Schalke 04 im Gespräch sein.

La Bestia Negra: FC Bayern freut sich auf Real Madrid

Wenn die Defensive des FC Bayern steht, dann können Müller, Lewandowski und Robben bei Casillas ihre Buden machen. Dem Torwart von Real Madrid war am Dienstag in den finalen 20 Minuten gegen Schalke 04 richtig die Panik am Gesicht ablesbar.

Also Real: La Bestia Negra freut sich auf Euch! Ganz besonders Pep Guardiola. Der hat mich Euch und mit Carlos Ancelotti noch eine Rechnung offen. Schlottern Euch schon die Knie? Hört mal genau hin: Die schwarze Bestie wetzt schon die Krallen. Mia san mia! Bis bald - hoffentlich schon im Viertelfinale.

fro

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