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CL-Spiel gegen Celtic Glasgow

Vorsicht, Bayern! Am Mittwoch geht es schon um alles

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Volle Konzentration: die Bayern stehen am Mittwochabend gegen Celtic Glasgow unter Druck.

Am 25. Mai 2013 saß Jupp Heynckes bei einem Champions-League-Spiel letztmals auf der Trainerbank. Nun ist er zurück. Für den FC Bayern steht am Mittwoch einiges auf dem Spiel.

München - Die Upper Class des runden Leders trifft sich in der Champions League. Das Flutlicht, die Hymne, die feinen Zwirne – eleganter geht’s kaum. Frag nach bei Pep Guardiolas Schneider des Vertrauens. Jupp Heynckes hingegen, seines Zeichens zweimaliger Sieger dieses Wettbewerbs, tickt da ein wenig anders. Der 72-jährige Bauernhofbesitzer scheut das Rampenlicht, die Haute Couture ist ihm eher fremd, ihm geht es auch um 20.45 Uhr um das Spiel an sich. Daher erschien er am Dienstag zur Pressekonferenz vor der Partie gegen Celtic (20.45 Uhr bei uns im Live-Ticker) ganz leger mit einem weißen Polo, das er akurat in seine Jeans gesteckt hatte. Am Respekt für seine Person ändert das nichts. Bei seinem letzten CL-Spiel vor 1607 Tagen hielt Heynckes den Pott mit den großen Ohren in den Londoner Nachthimmel, gewann eine Woche darauf das Triple. Und jetzt? Geht es wieder von vorne los.

„Meine Mannschaft und ich haben große Ambitionen“, sagte der neue alte Trainer des FC Bayern in gewohnt ruhiger Stimmlage. Nur: Die Ausgangslage ist eine andere als damals, in der Saison 12/13. Nach der Prügelnacht von Paris liegt der Rekordmeister punktgleich mit den Schotten und drei Zähler hinter der Scheichtruppe auf Rang zwei. Heißt: Wollen die Münchner am 5. Dezember in der Allianz Arena gegen Paris ein Finale um den Gruppensieg austragen, müssen ab sofort nur noch Siege her. Spüren Sie den Druck, wollte die tz vom Trainer wissen. Und der antwortete: „Wiedergutmachung ist nur eine Floskel. Im laufenden Wettbewerb hat man immer mal Spiele verloren. In Lyon hat Franz Beckenbauer in einer Wutrede sogar von einer Uwe-Seeler-Gedächtnismannschaft gesprochen. Den Druck haben Sie immer und eine Mannschaft wie der FC Bayern muss damit umgehen können. Ich denke aber, dass ich die nötige Erfahrung habe, um meine Mannschaft gut einzustimmen.“

„Die Kleinigkeiten machen aus, ob man Erfolg oder Misserfolg hat“

Die hatte Carlo Ancelotti auch, in Paris waren die Bayern jedoch alles andere als gut eingestellt und kassierten eine Pleite, die böse Konsequenzen bereithalten könnte. Mehr als die Hälfte der Gruppenphase steht zwar noch aus, sollten die Roten am 6. Dezember aber weiterhin auf Platz zwei der Gruppe B rangieren, würden aktuell folgende Kaliber im Achtelfinale auf sie warten: United, Chelsea, Barça, Sevilla, City, Besiktas sowie der Titelverteidiger aus Madrid. Szenarien, mit denen sich Heynckes noch nicht auseinandersetzen will. Er ist damit beschäftigt, dass seine Mannschaft nach dem 5:0-Sieg gegen Freiburg weiterhin das verinnerlicht, was Heynckes ihr Tag für Tag predigt: „Die Kleinigkeiten machen aus, ob man Erfolg oder Misserfolg hat. Disziplin gehört zum Leben und der Arbeit dazu. Die Einheiten müssen so umgesetzt werden, dass man vorankommt und Licht am Ende des Tunnels sieht.“

Und das tun sie. Heynckes unterstrich, dass er „jetzt wieder Spaß“ habe zu sehen, wie bemüht seine Spieler zu Werke gehen. Anders als unter Ancelotti, was Jerome Boateng am Dienstag zum gefühlt zwölften Mal wiederholte. „Es spielt schon eine Rolle, wie der Trainer mit den Spielern umgeht. Jeder Spieler ist anders“, meinte der Weltmeister und fügte an: „Man hat gemerkt, dass wir jetzt wieder Spaß haben und der Trainer großes Fingerspitzengefühl hat.“ Mit den besten Grüßen zu Carletto nach Kanada. Jupp hingegen haben alle lieb. Und das, obwohl der Ex-Stürmer auch in Amtszeit Nummer vier an der Isar „viel fordert“ von seiner Truppe sowie „genau, gewissenhaft und präzise in allen Bereichen ist“. Dennoch hat er bereits jetzt wieder geschafft, die 23 Mann aus dem Kader um sich zu scharen. Ob es nötig sei, dass seine Spieler für ihn durchs Feuer gehen, wollte ein Journalist abschließend wissen. Heynckes lächelte. „Nein, ich glaube nicht, dass man so weit gehen sollte“, wiegelte er ab. Insgeheim wusste er aber, dass seine Spieler das tun würden. 2013 wie heute.

José Carlos Menzel López

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