FCB-Stürmer im Abschiedsinterview

Pizarro geht: "Jetzt fehlt ein Schafkopfspieler"

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Claudio Pizarro.

München - Sein Weg beim FC Bayern geht zu Ende: Claudio Pizarro wird vor dem Spiel gegen Leverkusen vom Verein verabschiedet. Was er denkt, fühlt – und ab sofort vorhat, erzählt er im Interview mit der tz.

Ein Abschied vor 75.000. Sie gelten als ausgesprochen cool, Herr Pizarro, werden selbst Sie heute mal emotional?

Pizarro: Ich kann es mir überhaupt nicht vorstellen. Momentan bin ich ruhig, aber wenn es so weit ist, werde ich sicher emotional. Da kann selbst ich mit meinen 36 Jahren sagen: Ich habe so etwas ja noch nie gemacht.

Was für Szenen werden Ihnen durch den Kopf gehen? 

Pizarro: Wenn ich versuche, mir meine Zeit bei Bayern vor Augen zu führen, bleibe ich doch immer beim Jahr 2013 hängen. Das war das beste Jahr, wir haben das Triple gewonnen. Das war der Erfolg, den ich meine ganze Karriere lang gesucht habe. Dieses Ziel endlich zu erreichen, war sehr wichtig für mich. Und das mit Mitte 30. Alles, was danach kam, war und ist Zugabe.

Wissen Sie, dass Sie der einzige Bayern-Spieler sind, der zwei Mal den Weltpokal gewonnen hat?

Pizarro: Oh nein. Ehrlich? Das wusste ich nicht. Dann habe ich ja noch einen Rekord mehr in meiner Sammlung (lacht).

Was wird dem FC Bayern fehlen – außer Ihrer schönen Tore?

Pizarro: Auf jeden Fall ein Schafkopfspieler. Philipp Lahm hat mir schon gesagt, ich soll so oft wie möglich vorbeikommen, damit wir ein bisschen spielen können.

Wer hat Ihnen Schafkopfen beigebracht?

Pizarro: Am Anfang konnte ich es gar nicht, man musste ein bisschen Geduld mit mir haben. Dann aber hat Fredi Binder (ehemaliger Physiotherapeut, d.Red.) genau erklärt, wie es geht. Die erste Runde bestand nur aus Ausländern. Roy Makaay, Giovane Elber, Martin Demichelis und ich. Zuletzt habe ich mich dann aber in die deutsche Runde getraut.

Zum TSV 1860 wollten Sie nicht, Verhandlungen mit einigen Bundesligisten wie Ingolstadt und Augsburg liefen ins Leere. Wie ist der aktuelle Stand?

Pizarro: Im Moment trainiere ich alleine und schaue mich um. Ich halte mich fit, fühle mich gut. Ich denke, dass ich bald das finde, wonach ich suche.

War es keine Option, in der zweiten Mannschaft der Bayern zu trainieren?

Pizarro: Nein. Ich trainiere alleine. Im Wald, das ist auch mal schön, wenn man niemanden um sich hat (lacht). Aber mein Körper sagt mir jetzt langsam, dass er einen Ball braucht, Lust hat, wieder Fußball zu spielen. Deshalb hoffe ich, dass es schnell geht. Interview:

Hanna Schmalenbach

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