Stürmer spricht über seine Zeit beim FCB

Pizarro: "Ich weiß, welche Spieler Pep sucht"

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Abschied nach neun Jahren beim FCB: Claudio Pizarro nimmt viele positive Erinnerungen aus München mit.

München – Bis zuletzt hatte Claudio Pizarro auf einen neuen Vertrag beim FC Bayern gehofft. Daraus wird nichts, Pep Guardiola baut nicht mehr auf den Peruaner. Dennoch lobt der Stürmer den spanischen Coach in den höchsten Tönen.

Seine Zukunft ist ungewiss. Doch Claudio Pizarro hat keinerlei Eile bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. „Ich habe schon eine Reihe von Angeboten erhalten. Aber ich habe bis zum Schluss gewartet, weil ich sehr gern beim FC Bayern geblieben wäre“, verrät der Peruaner in der SZ. Daran glaubt er wenige Tage nach Ende seines Vertrags beim Rekordmeister nicht mehr: „Aber ich hatte die leise Hoffnung, doch noch ein Jahr dranzuhängen und meine Karriere beim FC Bayern beenden zu können. München gefällt mir einfach. Es ist eine wundervolle Stadt, alles ist nahe dran, die Seen, die Berge.“

Natürlich hätte sich auch seine Familie über einen Verbleib beim FCB gefreut: „Ich habe drei Söhne, die in Deutschland aufgewachsen sind. Ich würde ihnen jetzt gerne die größtmögliche Stabilität bieten, weil sie schon ein paar Mal umgezogen sind.“ Nach dem Ende seiner Karriere möchte Pizarro in der bayerischen Landeshauptstadt sesshaft werden – doch das ist für den 36-Jährigen Zukunftsmusik: „Ein, zwei Jahre würde ich gern noch spielen. Ich fühle mich eigentlich gut. Wenn ich mich nach dem Urlaub richtig vorbereite, wird’s schon passen.“

"Pep war der beste Trainer, den ich je hatte"

In seinem insgesamt neun Jahren an der Säbener Straße hat Pizarro sein Herz an den erfolgreichsten deutschen Verein verloren: „Ich bin dem FC Bayern sehr verbunden, verstehe mich wirklich mit allen sehr gut.“ Das gilt auch für Pep Guardiola, obwohl „Pizza“ in den vergangenen Monaten fast ausschließlich auf der Bank schmorte. „Für mich ist Pep ein sehr besonderer Trainer. Als Stratege war er sicher der beste, den ich je hatte. Wie er uns den Gegner studieren lässt, ist einzigartig. Ich habe von Pep fußballerisch und taktisch sehr viel gelernt“, lobt der beste ausländische Torschütze der Bundesliga-Geschichte den zweimaligen Meistermacher.

Trotz nur 388 Einsatzminuten in seiner letzten Bayern-Saison bat Pizarro den Trainer nicht zum Vier-Augen-Gespräch. Der Grund: „Ich stand ja nur als Alternative parat.“ Klassische Mittelstürmer haben es unter Guardiola grundsätzlich schwer – das musste auch schon Mario Mandzukic leidlich erfahren. „Pep zieht es vor, möglichst viele Mittelfeldspieler zu haben – und schnelle Außenstürmer. Das ist sein Stil. Sein Schema“, erklärt Pizarro ohne Groll. Deutlich besser ins Pep-System passt da 30-Millionen-Euro-Einkauf Douglas Costa – findet auch „Pizza“: „Ich kannte ihn aus unseren Spielen gegen Schachtjor Donezk. Danach war ich mir sicher: Der landet beim FC Bayern. Ich kenne Pep ein bisschen, und weiß auch, welche Spieler er für sein Schema sucht.“

Pizarros eigene Suche nimmt dagegen erst in den kommenden Tagen richtig Fahrt auf: „Nach der Copa America werde ich mir alles anhören, analysieren und eine Entscheidung fällen.“ Als Instinktfußballer wird er sicher auch dabei voll ins Schwarze treffen.

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