Bundesliga ist unterbrochen

Nach Corona-Krise: Ex-Physio von FC Bayern und DFB fordert - „Sechsmal auswechseln“ pro Team wäre sinnvoll

Oliver Schmidtlein, Ex-Physio des FC Bayern München, rät der Bundesliga nach der Corona-Pause zu bis zu sechs Auswechslungen pro Mannschaft. Für das Training fordert er Körperkontakt.

  • Die Bundesliga* pausiert wegen der Corona-Krise lange - Klubs im Training ohne Körperkontakt.
  • Oliver Schmidtlein, Ex-Physio des FC Bayern und des DFB-Teams, rät nach der Spiel-Pause zu mehr Auswechslungen.
  • Der frühere Münchner hält zudem Körperkontakt und Zweikämpfe für ratsam - wegen des Verletzungsrisikos.

München - Er kennt den Coach des FC Bayern München bestens: Oliver Schmidtlein, Physiotherapeut aus München.

Einst gehörten er und Hansi Flick* dem Staff von Joachim Löw in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft an. Heute ist Schmidtlein selbstständig, während Weggefährte Flick erst kürzlich seinen Vertrag als Cheftrainer der Bayern* bis 2023 verlängern durfte.

Bundesliga nach der Corona-Krise: Ex-Bayern-Physio rät zu mehr Auswechslungen

Der Athletik-Experte hat der Bundesliga nun geraten, nach der wochenlangen Corona-Pause* bis zu sechs Auswechslungen pro Spiel und Mannschaft zu erlauben. Aktuell pausiert der Spielbetrieb bis mindestens Ende April. 

Berichten zufolge soll es am ersten oder zweiten Mai-Wochenende weitergehen, unter anderem mit dem Auswärtsspiel des deutschen Rekordmeisters bei Union Berlin. Alle Klubs sind vor einer Woche wieder ins Training eingestiegen - wegen Covid-19 ohne Körperkontakt.

Kennen sich bestens vom DFB: Oliver Schmidtlein (re.) und Bayern-Trainer Hansi Flick (Mi.).

„Aus meiner Sicht wäre es jetzt sinnvoll, wenn man statt drei Spielern fünf oder sogar sechs wechseln könnte“, sagte der Fitness-Trainer dem Nachrichtenportal Watson. So könne man die Belastung nach der erwartet langen Pause wegen der Coronavirus-Pandemie* auf mehrere Spieler verteilen.

Bundesliga und FC Bayern nach Corona-Pause: Zweikämpfe seien dringend notwendig

Zwingend notwendig sei dagegen, vor den Matches im Training wieder in Zweikämpfe und Spielformen mit mehreren Profis einzusteigen. Ansonsten sei das Verletzungsrisiko zu hoch, wenn die Spieler wieder in den Wettkampfmodus kommen. 

„Sonst ergibt es keinen Sinn. Es wäre ja auch unlogisch, Kontakt beim Training zu vermeiden, ihn aber im Spiel dann zu haben“, erklärte Schmidtlein dazu.

Der Bundesliga-Fußball könnte nach der Corona-Zwangspause nach Ansicht von Schmidtlein dagegen „etwas weniger intensiv sein“, weil Spieler mit ihren Kräften haushalten wollten. 

„Es wird auch sehr von den Paarungen abhängen: Wenn zwei Teams aus dem Tabellenmittelfeld gegeneinander spielen, für die es nicht mehr um viel geht, könnte es eine Art Nichtangriffspakt geben“, meinte der 54-Jährige.

Oliver Schmidtlein: Einst Physio des FC Bayern und Partner von Hansi Flick beim DFB

Im Kader des FC Bayern* und beim DFB-Team hatte er einst die Belastungssteuerung im Blick, seine Spieler hießen zum Beispiel Bastian Schweinsteiger oder Miroslav Klose. 

Jetzt wird sein früherer Kompagnon Flick mit seinem Trainer-Staff zusehen, dass das Training an der Säbener Straße ideal dosiert wird. Bis es endlich wieder losgeht, mit der Bundesliga, nach der Corona-Zwangspause. Ein Gesundheitsexperte schockt Fußballfans unterdessen mit einer düsteren Vision.

pm

*merkur.de und tz.de sind Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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