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Ronaldo-Transfer zum FC Bayern? Kahn: „Wir haben das Thema diskutiert“

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Von: Alexander Kaindl

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Ronaldo als Lewandowski-Ersatz? Beim FC Bayern wurde über die Personalie diskutiert.
Ronaldo als Lewandowski-Ersatz? Beim FC Bayern wurde über die Personalie diskutiert. © aal.photo / Imago

Cristiano Ronaldo und der FC Bayern München - zuletzt war viel über einen Transfer diskutiert worden. Oliver Kahn erklärt nun die Absage.

München - Die neue Saison steht vor der Tür und trotzdem ist immer noch nicht geklärt, welches Trikot einer der besten Fußballer aller Zeiten dann tragen wird. Die Rede ist natürlich von Cristiano Ronaldo. Der nimmermüde Torgarant aus Portugal will auch im Spätherbst seiner Karriere auf allerhöchstem Level spielen. Das heißt: Champions League! Und genau diese wird er mit seinem Klub Manchester United in der kommenden Spielzeit nur als Zuschauer verfolgen.

Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro
Geboren: 5. Februar 1985 in Funchal (Portugal)
Bisherige Profistationen: Sporting Lissabon, Manchester United, Real Madrid, Juventus Turin
Aktuelles Team: Manchester United
Länderspiele für Portugal: 189 (117 Tore)

Cristiano Ronaldo: König der Champions League

Die Red Devils sind in der Premier League trotz 18 Saisontoren von CR7 nur Sechster geworden. Das bedeutet: Europa League. Ein Wettbewerb, den Cristiano Ronaldo in seinen nun 20 Profijahren exakt zwei Mal gesehen hat: 2002/2003 als 17-Jähriger mit seinem Heimatverein Sporting Lissabon - damals natürlich noch im Vorgängermodell UEFA Cup.

Danach spielte Ronaldo nur noch Champions League. Und zwar in jedem Jahr. Fünf Mal gewann er den Henkelpott, sieben Mal wurde er Torschützenkönig. Mit 140 Treffern in 183 Spielen ist er selbstredend der Rekordschütze, 17 Tore in einer Saison (2013/14) sind ebenfalls der Höchstwert.

Cristiano Ronaldo in der neuen Saison nur in der Europa League?

Wie könnte ein Spieler, der vom Ehrgeiz schon fast zerfressen ist, zum Ende seiner Karriere also auf diesen ganz besonderen Wettbewerb, der seit zwei Jahrzehnten seinen Stempel trägt, verzichten?

Natürlich gibt es genügend Vereine, bei denen Ronaldo in der kommenden Runde in der Königsklasse spielen könnte. 32, um genau zu sein. Doch nur wenige haben die Strahlkraft, die sich der Stürmer wünscht. Zuletzt kursierte im Netz ein vielsagender Tweet: „Cristiano will zum FC Bayern“, schrieb der portugiesische Journalist Pedro Sepúlveda. Gleichzeitig schränkte er ein: „Aber das deutsche Team ist nicht interessiert.“

Im Video: Cristiano Ronaldo angeblich bei Atletico Madrid im Gespräch

Ronaldo-Transfer zum FC Bayern? Kahn gibt Einblicke: „Wir haben das Thema diskutiert“

Diese Aussage bestätigte Oliver Kahn nun noch einmal gegenüber der Sport Bild. Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München hatte in der Vergangenheit schon klargemacht, dass es keinen Ronaldo-Deal geben werde. Nun sagte er: „Wir haben das Thema diskutiert – sonst würden wir unseren Job nicht gut machen. Ich persönlich finde, dass Cristiano Ronaldo einer der größten Fußballer ist, die es jemals auf diesem Planeten gab. Aber wir kamen zu dem Schluss, dass er bei aller Wertschätzung von uns allen in der aktuellen Situation nicht zu unserer Philosophie gepasst hätte.“

Intern soll bei den Bayern vor allem darüber gesprochen worden sein, wie man den Superstar hätte finanzieren können. Vermarktungsmöglichkeiten, Trikotverkäufe, Social Media - wichtige Aspekte bei einem solchen Mega-Transfer. Letztlich gab es das „Philosophie“-Nein der Chefetage.

Wohin mit Cristiano Ronaldo? Manchester United will ihn behalten

Bleibt die Frage: Wohin mit Ronaldo? In dieser Woche ist er nach Manchester zurückgekehrt, hat das Training wieder aufgenommen. Es soll auch ein Gespräch mit den United-Bossen gegeben haben. Englischen Medienberichten zufolge habe die Ronaldo-Seite den Wechselwunsch bereits hinterlegt. Angeblich gab es aber eine Transfer-Absage - der neue Trainer Erik ten Hag plane mit CR7, dessen Vertrag 2023 ausläuft. Das letzte Wort dürfte aber noch nicht gesprochen sein, schließlich ist das Wechselfenster noch bis zum 31. August geöffnet.

Bei den Bayern könnte es noch sehr viel früher zum nächsten Transfer kommen: Leipzigs Konrad Laimer ist nach wie vor im Gespräch. (akl)

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