Uneinigkeit der Real-Stars

James-Diskussion in Madrid: Ramos kontert Ronaldo

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Schnell wieder eingefangen: Real Madrids Kapitän Sergio Ramos (M.) nimmt der Kritik von Cristiano Ronaldo (r.) den Wind aus den Segeln.

Im System des FC Bayern findet sich James Rodriguez immer besser zurecht. Diese Entwicklung wird offenbar auch in Madrid verfolgt – denn bei Real ist der Kolumbianer wieder Thema.

München - James Rodriguez befindet sich mit der kolumbianischen Nationalmannschaft derzeit auf Asien-Tour. Nach dem Testspiel in Südkorea folgt für die Südamerikaner am Dienstag noch ein Auftritt in China. Tausende Kilometer entfernt sorgt der 26-Jährige derweil für Gesprächsstoff.

Noch vor der Abreise hatte Bayern-Trainer Jupp Heynckes die Leihgabe von Real Madrid als Beispiel genutzt, um den straffen Zeitplan der Profis öffentlich zu geißeln. „Das ist ein mittlerer Wahnsinn, das sage ich Ihnen. Man verlangt den Spielern Dinge ab, die unmöglich sind“, wetterte der 72-Jährige.

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Ronaldo stößt Diskussion um James an

Und auch in Spaniens Hauptstadt wird derzeit intensiv über den Linksfuß debattiert. Dabei geht es um die Frage, wie sehr der im Sommer der Real-Bank entflohene Torschützenkönig der WM 2014 den „Königlichen“ fehlt. Angestoßen hatte die Diskussion kein Geringerer als Weltfußballer Cristiano Ronaldo.

Nach dem 1:3 in der Champions League bei Tottenham Hotspur - der immerhin schon dritten Saisonniederlage und zweiten Pleite binnen drei Tagen - sah der Portugiese die Zeit gekommen, um die Transferaktivitäten des Seriensiegers der Königsklasse öffentlich in Frage zu stellen.

Drei junge Zugänge und drei Rückkehrer bei Real

„Die neuen Spieler haben Potenzial“, startete CR7 seine Kritik und fügte an: „Pepe, Alvaro Morata und James Rodriguez haben uns besser gemacht, aber jetzt haben wir jüngere Spieler in der Mannschaft.“ Angesprochen fühlen dürften sich in erster Linie Theo Hernandez (20), Dani Ceballos (21) und der aus der eigenen Jugend aufgerückte Achraf Hakimi (19), der zeitweise den erkrankten Dani Carvajal ersetzte. Ebenso adressiert waren diese Sätze aber auch an die Rückkehrer Jesús Vallejo (20, ehemals Eintracht Frankfurt), Borja Mayoral (29, zwischenzeitlich VfL Wolfsburg) sowie Marcos Llorente (22, zurück von Deportivo Alavés).

Ronaldo stellte aber auch gleich klar, dass er nicht an der Qualität der Neuen zweifelt: „Wir haben kein schlechtes Team, aber wir haben weniger Erfahrung und darauf kommt es an.“ Dennoch war seine Kritik in der Welt und wurde nun vom Radiosender „Cadena Ser“ aufgegriffen, der Real-Kapitän Sergio Ramos um dessen Meinung bat. „Ich stimme ihm nicht zu, dass unsere Mannschaft schwächer geworden ist. Das klingt nach einer opportunistischen Aussage“, wies der Abwehrchef seinen Teamkollegen direkt in die Schranken.

Für zwei Jahre beim FC Bayern unter Vertrag: James Rodriguez kam im Sommer aus Madrid.

Ramos kontert: “Wir vermissen niemanden“

Und Ramos erklärte auch, warum er mit der Entwicklung der Mannschaft zufrieden ist. „Niemand hat so gedacht, als wir die Supercups gewonnen haben“, erinnerte der Spanier an die Erfolge im europäischen und im spanischen Supercup zum Saisonstart: „Wir vermissen niemanden, wir haben alles gewonnen mit den Spielern, die aktuell hier sind. Die Mannschaft hat sich verändert, aber jeder trägt seinen Teil bei.“

Interessant dürfte diese Diskussion für James allemal sein. Denn im Gegensatz zu den von Ronaldo ebenfalls genannten Pepe und Morata ist der Kolumbianer nur ausgeliehen und besitzt noch einen Vertrag bis 2021 bei den Madrilenen.

mg

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