Belgier hat die Wahl

Ex-Klub liebäugelt mit van Buytens Rückkehr

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Daniel van Buyten.

München - Acht Jahre spielte Daniel van Buyten für den FC Bayern. Jetzt ist der Belgier ohne Vertrag, und es stellt sich die Frage: Karriere beenden oder weitermachen? Mindestens zwei Klubs bekunden Interesse an dem Verteidiger.

Nach acht Jahren beim FC Bayern ist seit diesem Sommer für Daniel van Buyten Schluss an der Säbener Straße. Der Vertrag des 36-Jährigen wurde nicht verlängert, Trainer Pep Guardiola setzt in Zukunft auf jüngere Verteidiger in der Defensivreihe des Doublesiegers.

Ans Karriereende denkt der Belgier offenbar aber noch nicht: Zwar kündigte van Buyten während der WM an, seine Laufbahn in der Nationalmannschaft beenden zu wollen, auf Vereinsebene möchte der 1,97-Meter-Hüne aber möglicherweise noch ein oder zwei Jährchen dranhängen.

Verschiedenen Medienberichten zufolge hat van Buyten dabei die Wahl zwischen mindestens zwei neuen Arbeitgebern: Dem RSC Anderlecht aus seiner belgischen Heimat - oder dem Hamburger SV. Das "Abendblatt" berichtet, dass der neue Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer sehr an einer Rückkehr des ehemaligen Abwehrchefs interessiert ist. Beiersdorfer holte van Buyten vor zehn Jahren schon einmal zum HSV. Seinerzeit verpflichtete er als Sportchef den damals 24-jährigen van Buyten von Olympique Marseille. Dieser stieg beim HSV schnell zum Leistungsträger, Führungsspieler und schließlich Kapitän auf, ehe er nach zwei Jahren und 61 Bundesliga-Spielen für rund acht Millionen Euro zum FC Bayern wechselte. Dort bestritt van Buyten 158 Bundesliga-Spiele (20 Tore).

Gegen Ende der vergangenen Saison war kurzzeitig angedacht, van Buyten im Falle des Drittligaaufstiegs bei der zweiten Mannschaft der Bayern weitermachen zu lassen, doch die Bayern-Bubis scheiterten in den Playoffs an Fortuna Köln.

Van Buyten räumte zwar unlängst ein, dass es "schwierig ist, sich mit den Jungen in Schuss zu halten". Doch bei der WM bewies der Routinier bei Viertelfinal-Teilnehmer Belgien, dass er durchaus noch immer internationale Klasse mitbringt. Für den HSV, der nach der desaströsen Vorsaison dringend Stabilität in sämtlichen Bereichen sucht, käme eine Verpflichtung da gerade recht. "Wir arbeiten dran und versuchen, den einen oder anderen Transfer vorzubereiten. Doch noch ist nichts entschieden", sagte HSV-Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer.

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