Abschied mit Messi-Trikot

Van Buyten: Wohin führt sein Weg?

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Daniel van Buyten beim Spiel gegen Argentinien.

München - Daniel van Buyten hat sich aus dem WM-Turnier verabschiedet. Er macht bei Belgien Schluss – wo der Ex-Bayer künftig kickt, ist offen

Den letzten Zweikampf hat Daniel van Buyten gewonnen, als die 0:1-Viertelfinal-Niederlage seiner Belgier gegen Argentinien längst abgepfiffen war: Er sicherte sich das begehrte Trikot von Lionel Messi. „Ich liebe seinen Stil, zu spielen“, erzählte der Verteidiger, der bis Ende der Saison für den FC Bayern gearbeitet hat. „Für mich ist es etwas Besonderes, das Trikot mit Messi getauscht zu haben“, sagte er und fügte mit einem Grinsen an: „Für ihn umgekehrt weiß ich nicht.“

Vermutlich wird van Buytens Leibchen tatsächlich in Messis Sammlung keinen exponierten Platz erhalten – ein historisches ist es aber doch für den, der ein Herz fürs Detail hat. Nie wieder wird ein belgisches Nationaltrikot mit dem Namen des Hünen beflockt werden, seine internationale Karriere endete im Alter von 36 Jahren bei 85 Einsätzen und zehn Toren.

Auch in München ist keins der neuen blau-rot gestreiften Arbeitsshirts für den Belgier mehr vorgesehen. Nach acht Jahren haben sich die Wege getrennt, und bisher ist völlig offen, ob und vor allem in wessen Diensten der Innenverteidiger künftig gegnerische Stürmer beharkt. Es gebe viele Angebote, erklärte er, wolle aber nun erst einmal im Familienkreis erörtern, wie es weitergehen soll. Er hätte es schon noch in München ausgehalten, und kurzzeitig war eine Überlegung, ihn als Stütze der zweiten Mannschaft zu behalten. Doch der Aufstieg in die Dritte Liga platzte in letzter Sekunde, und mit ihm die Pläne mit dem Routinier.

Van Buyten hat sich bei dieser WM ordentlich präsentiert. Und das nicht nur optisch, nachdem er sich einen Kurzhaarschnitt hat verpassen lassen („war schon immer der Wunsch meiner Frau“). In einem jungen Team, dem er exzellente Aussichten für die Zukunft attestiert, erfüllte er seine Rolle als erfahrener Profi nach Wunsch, indem er vor allem neben dem Platz stets mit Rat und Tat parat stand.

„Irgendwann wird das Ziel höher sein, irgendwann wird die Mannschaft so ein Turnier gewinnen können“, sagte er, schon gegen die Südamerikaner sei mehr möglich gewesen: „Das war vielleicht das leichteste WM-Spiel, sie sind nicht schwer zu spielen – die Deutschen würden gegen sie locker gewinnen, bei einem Duell setze ich alles, was ich habe, auf Deutschland.“

Sogar das Messi-Trikot.

Andreas Werner

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