Neu-Wolfsburger über seine Wechselgründe

Dante: Darum wollte ich weg vom FC Bayern

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Vom Bankspieler bei Bayern direkt in die Startformation des Vizemeisters: Dante hat beim VfL Wolfsburg wieder Grund zum Strahlen.

München/Wolfsburg - Für 4,5 Millionen Euro wechselte Dante auf den letzten Drücker vom FC Bayern zum VfL Wolfsburg. Jetzt äußerte sich der Brasilianer zu seinen Beweggründen.

Es war der Abend des 29. Augusts, als selbst die größten Optimisten und Dante-Anhänger keine Zukunft mehr für ihr Idol beim FC Bayern sahen. An diesem Tag, das ganz im Zeichen des Spitzenspiels zwischen Bayern München und Bayer 04 Leverkusen stand, zog Pep Guardiola seinem Brasilianer den defensiven Mittelfeldspieler Xabi Alonso als Innenverteidiger vor - und das, obwohl mit Mehdi Benatia und Jerome Boateng die beiden etatmäßigen Spieler für diese Position aufgrund von Verletzung beziehungsweise Sperre ausfielen. Mit seiner ungewöhnlichen taktischen Marschroute setzte Guardiola das ultimative Zeichen: In seinem System war kein Platz mehr für den brasilianischen Spaßfußballer, das Kapitel Dante beim FC Bayern schien beendet. Schließlich kam das Unausweichliche: Die Bayern verschacherten Dante für eine Mini-Ablöse von 4,5 Millionen Euro nach Wolfsburg. Jetzt hat sich der 31-Jährige im kicker zu den Gründen geäußert, warum er München verlassen wollte.

Bayern wollte ihn gar nicht abgeben

Dante erklärt, das der Deutsche Rekordmeister gar nicht vorhatte, ihn abzugeben. Er selbst glaube nämlich nicht, dass das Vertrauen in ihn seitens des Vereins gefehlt habe. "Auf jeden Fall hat mir das keiner signalisiert", so der Brasilianer. Auch Guardiolas Schachzug, mit Xabi Alonso im Abwehrzentrum gegen Leverkusen zu spielen, hatte laut ihm wenig mit geringer Wertschätzung der Bayern oder des Trainers Guardiola zu tun. "An dem Tag hatte er Befürchtungen, dass ich aufgrund der Gespräche wegen eines Wechsels nicht ganz bei der Sache sei", berichtet Dante dem Fachmagazin.

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Vielmehr sei es er selbst gewesen, der einen Wechsel forciert habe. "Der springende Punkt war, dass ich etwas Neues suchen wollte. Ich hätte auch in München bleiben können, Bayern hat mich nicht vor die Tür gesetzt." Allerdings fehlte Dante in München laut eigener Aussage der Druck und die Verantwortung - Attribute, die er nun in Wolfsburg wieder vorfindet.

Die "Komfortzone" verlassen

Denn in Wolfsburg wird er dringend gebraucht: Dort stand er gleich in der Startformation, beim 0:0 gegen Aufsteiger Ingolstadt spielte er 90 Minuten durch, hielt den Laden mit seinem brasilianische Kollegen Naldo zusammen dicht. In München sei er in einer Komfortzone gewesen, bei Wolfsburg dürfte es nun Spielzeit en Masse für den Champions-League-Sieger von 2013 geben - und die Aussicht auf einen Titel. Auch das sei ein Grund gewesen, warum er zu Wolfsburg - und beispielsweise nicht zu seiner alten Liebe Gladbach - gewechselt ist. Auf die Bayern angesprochen, meint Dante nur: "Es gibt noch einen kleinen Abstand, was die individuelle Besetzung angeht. Aber ich denke, dass wir das mit unserer Geschlossenheit ausgleichen können, wenn es gut läuft."

Ob das gelingt, wird sich schon bald zeigen. In zehn Tagen gastieren dann nämlich seine Wölfe in der Allianz Arena. Für Dante wird es eine ganz besondere Rückkehr werden. Er sagt: "Ich habe so viel mit Bayern erlebt, so viel Spiele bestritten, große Titel gewonnen. Und ich freue mich, wenn ich an meine Zeit in München zurückdenke."

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Lukas Praller

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