Spitze in vielen Bereichen

Darum ist Bayern (fast) nicht zu schlagen

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Thomas Müller und Robert Lewandowski sind die Garanten für den roten Erfolg. Mario Götze muss jetzt erst einmal zuschauen.

München - Nach der Länderspielpause geht es nun wieder in der Liga weiter. Dort walzt der FCB derzeit alles nieder. Wir haben die harten Fakten gesammelt, woran das liegt.

Lewandowski in Weltklasse-Form

In Topform sind Robert Lewandowski, dessen Position im Sturmzentrum nicht mehr infrage gestellt wird (vier Tore nach ­Flanken) und Thomas Müller (ein Tor nach Flanke), der als Satellitenstürmer um ihn kreist oder über die rechte Außenbahn kommt. Beide haben so viele Tore nach acht Spieltagen erzielt wie nie ­zuvor in ihrer Bundesliga-Karriere.

Bayern überragend wie nie zuvor

Auch nach acht Spieltagen ­marschieren die Bayern verlustpunktfrei vorneweg. Das schaffte zuvor nur ein Team – ebenfalls der FCB in der Saison 2012/13. Auch damals mit einer Tordifferenz von +24 (aber zwei Toren ­weniger). Für die Heynckes-Truppe endete die Serie am 9. Spieltag mit einem 1:2 gegen Bayer Leverkusen. Pep Guardiola wird am 9. Spieltag mit seinen Jungs zu Werder Bremen reisen. Die ­Hanseaten haben die letzten vier Partien verloren…

Ohnehin ist die Überlegenheit der aktuellen Equipe des Rekordmeisters erdrückend. Bayern hat durch den Sieg sieben Punkte Vorsprung auf Platz zwei – das gab es nach acht Spieltagen seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995/96 noch nie. An diesem Vorsprung hat der FCB insofern aktiv mitgewirkt, indem er die ­Vizemeister der letzten beiden Spielzeiten jeweils mit 5:1 ­abfertigte.

In der Hinrunde ist Bayern fast nicht zu schlagen

Gerade in den Hinrunden sind die Roten topmotiviert. Erst wenn es dann in den anderen Wettbewerben ums Eingemachte geht und die Meisterschaft so gut wie gesichert ist, lässt die Motivation in der Bundesliga gelegentlich nach: Der FC Bayern ist seit 50 BL-Hinrundenspielen unbesiegt (42 Siege, acht Remis) – die längste ­Serie der Liga-Historie. Guardiola verlor noch nie ein Hinrunden-Spiel in der Bundesliga!

Doch warum ist Guardiolas Team so außergewöhnlich gut? Die ­Abwehr spielt personell schon lange so zusammen. Das ermöglicht fließende Umstellungen von Vierer- auf Dreierkette und somit oft ein Übergewicht im Mittelfeld. Auch dort gibt es Einsatzvorteile für diejenigen, die schon länger im Team sind. Das musste ­Arturo Vidal erfahren, er kam in den letzten drei Pflichtspielen nur zweimal zum ­Einsatz, jeweils von der Bank.

Flanken besser verwertet

Eine absolute Verstärkung ist Douglas Costa. Auch durch ihn hat sich Bayerns Torgefahr nach Flanken im Vergleich zum Vorjahr stark verbessert. 2014/15 ­resultierten nur zwei FCB-Tore ­direkt aus Flanken. In der aktuellen Saison sind es fünf Tore auf diese Weise – Ligahöchstwert.

tz/opta

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