Liverpool mutiger als der FCB?

Darum stieg Bayern beim Poker um Leipzig-Star Keita aus

Naby Keita wechselt 2018 von Leipzig nach Liverpool.
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Naby Keita wechselt 2018 von Leipzig nach Liverpool.

Der FC Bayern lag beim Poker um Naby Keita von RB Leipzig in aussichtsreicher Position, steig dann aber doch noch aus. Den Grund dafür erklärt ein Bericht vom Montag.

Einen echten Mega-Transfer tätigte der FC Bayern im Sommer diesen Jahres bekanntlich nicht. Dennoch stellten die Roten einen neuen persönlichen Rekordtransfer auf, für Corentin Tolisso überwiesen sie 41,5 Millionen Euro an Olympique Lyon. Der Wechsel von Alexis Sanchez scheiterte an den Gehaltsvorstellungen des Arsenal-Profis, der Wechsel von Naby Keita von RB Leipzig allerdings an Transferdetails, wie jetzt der Kicker berichtet.

Im Frühjahr 2017 wurden Gerüchte laut, wonach der FC Bayern den 22-jährigen Mittelfeldspieler aus Guinea im Visier hätte. Wie das Blatt am Montag berichtet, seien Vertreter der Münchner mit Keita in äußerst aussichtsreichen Gesprächen gewesen. Einen Rückzieher machte der Rekordmeister erst, als es hieß, man solle den Transfer schon ein Jahr vor dem Beginn des Vertragsverhältnisses im Sommer 2018 fixieren.

Deal platzte aus Gründen der kaufmännischen Seriosität

Die Bayern rechneten nach und scheuten das Risiko - das Risiko einer Verletzung Keitas. Die Ablösesumme von 55 Millionen Euro und zusätzlich das Gehalt des Spielers wären somit bereits vertraglich fixiert und zu zahlen gewesen. Der Transfer selbst wäre zu versichern gewesen, das Gehalt aber nicht. Der Deal platzte also offenbar aus Gründen der kaufmännischen Seriosität.

Durch den Rückzug der Roten schnappte der FC Liverpool zu und sicherte sich die Dienste von Naby Keita ab Sommer 2018 - anstatt für die festgeschriebenen 55 Millionen aber für 70 Millionen Euro. Inklusive des Gehalts des Spielers hat der Transfer ein Volumen von 130 bis 150 Millionen Euro. Die Reds gehen das Risiko also ein, das der FC Bayern scheute.

Zurecht? Zumindest geht Uli Hoeneß davon aus, dass ein Ende der Wahnsinns-Summen, die im Moment im Fußball bewegt werden, in Sicht ist. „Es wird der Zeitpunkt kommen, wo alle, die jetzt so viel Geld rausdonnern, kleinere Brötchen backen werden, weil der sportliche Erfolg sich nicht so einstellt, wie es sich die Geldgeber vorgestellt haben“, sagte er dem Kicker.

fw

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