Das Projekt Hoeneß: Der FC Bayern auf Nachfolger-Suche

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Uli Hoeneß auf einer Bank in Dubai: Er scheint sich in der Sonne auch über seine Zukunft Gedanken zu machen.

Dubai - Oliver Bierhoff, Oliver Kreuzer, Oliver Kahn, dazwischen auch mal Klaus Allofs oder jetzt Christian Nerlinger – die Namen, die in der Frage der Nachfolge von Uli Hoeneß gehandelt werden, sind Legion.

Viele wollen – aber wer darf? Uli Hoeneß selbst will sich nicht äußern: „Wir werden rechtzeitig sagen, wer die Arbeit macht.“ Noch macht sie Hoeneß, und das kämpferisch wie eh und je. „Bayern wird Meister, wir sind ja schon gefühlter Herbstmeister“, polterte er jetzt in Dubai.

Gesten, Rangeleien und ein Löwe: Der FC Bayern trainiert in Dubai

Gesten, Rangeleien und ein Löwe: Der FC Bayern trainiert in Dubai © 
Manager Uli Hoeneß wie im Urlaub. "Sein" FC Bayern München bereitet sich bis zum 13. Januar in einem Trainingslager am persischen Golf auf die Rückrunde der Bundesliga vor. © dpa
Luca Toni auf dem Trainingsplatz. Ohne irgendeine Geste geht das natürlich nicht. © dpa
Franck Ribery kann ohne Schuhe wohl nicht mehr stehen. © dpa
Die Skyline von Dubai. Und ein paar Spieler des FC Bayern München davor. © dpa
Marsch, marsch: Gefolgt von Miroslav Klose führt Trainer Jürgen Klinsmann die Spieler des FCB auf den Trainingsplatz. © dpa
Vor den Wolkenkratzern von Dubai rangeln sich die Spieler Andreas Ottl, Christian Lell, Michael Rensing, Daniel van Buyten und Hamit Altintop (v.l.n.r.). © dpa
Manager Uli Hoeneß (l.) und Trainer Jürgen Klinsmann scheinen guter Dinge zu sein. © dpa
Beim Auftakt-Training in Dubai mit dabei: der bis Mitte März von Los Angeles Galaxy ausgeliehene Amerikaner Landon Donovan (l). © dpa
Zufriedenheit im Gesicht von Jürgen Klinsmann. © dpa
Einheimische Schaulustige verfolgen das Training des FCB. Luca Toni natürlich nicht ohne Geste - diesmal mehr im Gesicht. © dpa
Luca Toni am Boden. © dpa
Jürgen Klinsmann ohne Worte. © dpa
Andreas Ottl, Philipp Lahm und Miroslav Klose (v.l.n.r.) verlassen am Samstag in Dubai den Mannschaftsbus. © dpa
Andreas Ottl (l.) und Mark van Bommel. © dpa
Auch Luca Toni fährt gern Bus. Sieht man ihm nur nicht so an. © dpa
Die Mannschaft ist über Nacht nach Dubai geflogen. © dpa
Uli Hoeneß ein bisschen gelätschert von der Reise. © dpa
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Nicht nur der FCB, auch der HSV weilt gerade am persischen Golf. Der Stürmer Ivica Olic zieht sich am Sonntag in Dubai sein Trikot aus - darf man das in den Vereinigten Arabischen Emiraten überhaupt? Jedenfalls wechselt Olic zur Saison 2009/2010 zum FC Bayern München. © dpa
Franck Ribery, Bastian Schweinsteiger, Daniel van Buyten und Luca Toni vom FC Bayern München halten einen jungen weißen Löwen im Arm. Nach dem Training erhielten einige Spieler die Möglichkeit, den Privatzoo des Scheiches Hamdan zu besuchen und dabei auch junge wilde Tiere zu streicheln. © dpa
Luca und Löwe - putzig. © dpa
Franck Ribéry lächelt, der Löwe eher nicht. © dpa
Der eine verzückt Fußball-Liebhaber, der andere Tierfreunde. © dpa

Aber was kommt nach der Meisterfeier? Sein Vertrag endet zwar erst Ende des Jahres, trotzdem ist die Diskussion um die Nachfolge des Bayern-Managers in vollem Gange. In der Sportbild plädiert in Philipp Lahm der nächste für einen Verbleib des Managers. „Ich arbeite da ziemlich eng mit dem Aufsichtsrat zusammen. Wir sagen rechtzeitig Bescheid“, blockt Hoeneß die Anfrage ab.

Einer, der gehandelten Kandidaten, Oliver Kahn, bringt ohnehin eine ganz andere Variante ins Spiel. „Da brauchst du mindestens zwei oder drei, die diesen Job machen“, meint er in der Sportbild. Und auch Uli Hoeneß spricht im Plural. „Wie die Namen sind, die die Aufgaben übernehmen, erfahren alle, wenn es so weit ist.“

Teammanager Christian Nerlinger würde sich als Teil dieser Mannschaft wohlfühlen. „Wenn man solch eine Wertschätzung erfährt, ehrt das einen natürlich. Ich kann aber nur sagen, dass mir die Arbeit sehr gut gefällt und ich auch einen sehr guten Draht zur Mannschaft habe. Der FC Bayern war und ist mein Verein. Alles Weitere wird man sehen“, sagte er der tz im Trainingslager in Dubai.

Neben der Nachfolgediskussion hat Hoeneß aber eine grundsätzliche Sorge: die Finanzkrise. Der Freitod von Ratiopharm-Manager Adolf Merckle hat ihn nachdenklich werden lassen. Könnte dies seinen Rückzug vom Managerposten infrage stellen? Hoeneß: „Im Moment sieht es nicht so aus. Wir müssen mal abwarten, wie sich das in Deutschland entwickelt. Wir schätzen das total falsch ein. Einer der größten Unternehmer hat sich umgebracht. Wenn der das macht, kann das auch in anderen Teilen passieren. Wenn das auf den Sport übergreifen würde, würde ich nachdenken, ob ich helfen müsste.“

Aber auch das ist nicht zwingend ein Grund, am Managerstuhl kleben zu bleiben. Hoeneß: „Das könnte ich auch als aktiver Aufsichtsratsvorsitzender. Man kann als Präsident und Aufsichtsratsvositzender so oder so arbeiten. Und ich werde so arbeiten.“ Mit schönem Gruß an Franz Beckenbauer, den bisherigen Bayern-Boss…

Quelle: tz

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