Keine Probleme zwischen Pep und Mull

Boateng: "Hätte in Moskau spielen können, aber..."

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Engagiert sich gegen Rassismus - was die Realschüler toll finden: Jerome Boateng am Mittwoch in Fürstenfeldbruck.

München - Für die tz nahm sich Jerome Boateng am Rande seines Besuches der Ferdinand-von-Miller-Realschule in Fürstenfeldbruck für die ein oder andere Fußballfrage Zeit.

Für Bayernstar Jerome Boateng war Rassismus auch am Tag nach dem Geisterspiel in Moskau das Thema Nummer eins. Der Weltmeister schlug in Fürstenfeldbruck auf, um der Ferdinand-von-Miller-Realschule den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu verleihen. Die Aktion gegen den Fremdenhass läuft bundesweit und zählt den prominenten Kicker zu ihren Paten. Die Schüler überreichten Boateng im Gegenzug einen Scheck für die Unesco-Kinderhilfe, wo das Abwehrass ebenso als Pate tätig ist.

„Das Thema Rassismus ist mir sehr wichtig und ich engagiere mich auch gerne dafür, weil ich selber schon Erfahrungen damit machen musste“, so Boateng. „Ich bin froh, dass ich die Patenschaft hier übernehmen durfte und hoffe, viel verändern zu können.“ Für die tz nahm sich Boateng freilich auch noch für die ein oder andere Fußballfrage Zeit.

Vor dem Moskau-Spiel hatten Gerüchte die Runde gemacht, wonach sich Pep Guardiola mit Teamdoc Müller-Wohlfahrt in die Haare bekommen habe, weil Boateng zu selten in der Lage war, 90 Minuten auf dem Platz zu stehen.

Angespannt? Pep Guardiola und Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt.

Ist denn zwischen dem Spanier und Mull alles okay? „Ich denke schon“, sagte Boateng zur tz. „Es ist doch normal, dass Spieler auch mal muskuläre Probleme haben. Diesmal hat es mich getroffen, aber es ist zum Glück nichts weiter passiert. Deswegen gibt’s nichts zu diskutieren.“ Doch – denn der neue Abwehrboss wäre nämlich in Moskau einsatzbereit gewesen! „Ich bin nicht verletzt. Ich hätte auch spielen können“, so Boateng klipp und klar. „Der Trainer hat mich nicht aufgestellt, wir haben gewonnen, deswegen ist alles in Ordnung. Ich denke, es ist auch mal okay, wenn ich ein Spiel nicht mache.“

Bayern-Star Boateng begeistert Bruck: Bilder

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Und was war dann mit den Adduktorenproblemen, die als Grund für seine Auszeit gegen Moskau genannt wurden? Boateng: „Ich hatte davor muskuläre Probleme, die jetzt besser sind. Ich hätte spielen können, aber der Trainer hat so entschieden und es ist alles gut.“

Wie der Verteidiger der tz versicherte, „hätte es wohl für das komplette Spiel gereicht.“ Guardiola behielt den 26-Jährigen aber die gesamten 90 Minuten über auf der Bank. Ob die Maßnahme tatsächlich der Schonung dienen sollte oder es das nächste Kapitel im Zwist zwischen Guardiola und Mull ist, bleibt erst mal abzuwarten…

lop

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