Harte Kritik im „Doppelpass“

Experte zerlegt Alaba live im TV: Er will sogar die exakte Gehaltsvorstellung des FCB-Stars kennen

David Alaba wollte seinen Vertrag nicht verlängern, der FC Bayern zog das Angebot zurück. Ein Experte hat überhaupt kein Verständnis für den Österreicher.

  • Der FC Bayern und David Alaba gehen am Saisonende wohl getrennte Wege.
  • Sport1-Experte Alfred Draxler erhebt schwere Vorwürfe gegen den Österreicher.
  • FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge lässt Alaba noch ein Hintertürchen offen.

München - Eine Woche ist mittlerweile vergangen, seitdem die Bombe geplatzt ist. Der FC Bayern und David Alaba konnten sich nicht auf eine Vertragsverlängerung über den Sommer hinaus einigen. FCB-Präsident Herbert Hainer zog das Vertragsangebot zurück, das Angebot sei „vom Tisch“ hieß es.

„Sport1-Doppelpass“: Experte mit harten Anschuldigungen gegen Alaba

Alaba überraschte mit seiner Aussage, er habe das Ende der Vertragsverhandlungen über die Medien erfahren, obwohl er mit einem Bayern-Boss ein Vier-Augen-Gespräch geführt hatte. Der Österreicher war „enttäuscht und verletzt“, dass die Verhandlungen in der Öffentlichkeit ausgetragen wurden. Alaba wollte in die Gehalts-Kategorie von Manuel Neuer, Thomas Müller und Robert Lewandowski aufsteigen, doch der FC Bayern wollte die immensen Gehaltsforderungen seines Abwehrchefs gerade in Corona-Zeiten nicht erfüllen.

„Ich glaube, dass ein solches Vertragsgespräch früher mal normal war, aber wir leben nicht mehr in normalen Zeiten“, sagte der ehemalige Chefredakteur der Sport Bild Alfred Draxler im „Doppelpass“. „Ich weiß, dass das Angebot der Bayern nicht nur 17 Millionen Euro, sondern inklusive Prämien 19 Millionen Euro ist“, verriet der Sport1-Experte und ist sich sogar sicher, dass beim FC Bayern Prämien „fast garantiert“ sind.

Hintertürchen für Alaba? Draxler: „Nur wenn er von Forderungen runtergeht“

In den besonderen Zeiten, in denen „Vereine ums Überleben kämpfen und Mitarbeiter auf den Geschäftsstellen um ihren Job bangen“, halte es Draxler „nicht für anständig bei 19 Millionen Euro auch noch den letzten Cent rauszudrücken.“ Der 67-Jährige wirft Alaba zudem vor, dass er sich mit dem Berater Pini Zahavi einen „Piranha“, wie von Uli Hoeneß betitelt, ins Boot geholt habe.

Karl-Heinz Rummenigge ließ am Samstag noch ein Hintertürchen offen. „Wenn David beim FC Bayern bleiben möchte, was ich zumindest nicht in Gänze ausschließe, muss man darüber nachdenken, für beide Parteien einen gesichtsschonenden Weg zu finden“, sagte Rummenigge bei Sky. Laut Draxler gelte dieses Hintertürchen „aber nur unter der einen Bedingung, dass Alaba von seinen Forderungen runtergeht und das Angebot der Bayern annimmt.“

Im Sommer könnte Alaba ablösefrei gehen und ein dickes Handgeld kassieren. Dass sich der Österreicher von den Diskussionen rund um seine Person nicht verunsichern lässt, bewies er mit einer starken Leistung beim 3:2 in Dortmund, als er sogar per Freistoß das 1:1 erzielte.

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