Alaba bekommt Besuch vom großen Idol

Weltmeister bei Bayern-Geheimtraining gesichtet

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Besuch vom Jugend-Idol: Bayern-Profi David Alaba mit dem ehemaligen Arsenal-Kapitän Patrick Vieira.

München - David Alaba ist eine von Guardiolas wichtigsten Allzweckwaffen, zudem wird er mehr und mehr zum Freistoßspezialisten. Mit Videos von Ronaldo – und viel Übung.

Es war damals ein Kraftakt, diesen David Alaba von einem Wechsel zum FC Bayern zu überzeugen. Der 16-Jährige wurde fleißig hofiert, doch er ließ sich einige Zeit mit seinem Ja-Wort, im Raum stand auch eine Veränderung von Austria Wien zum FC Arsenal. Die „Gunners“ waren Alabas große Liebe, irgendwie aber gelang es der Juniorenabteilung der Münchner aber doch, dem Talent die England-Träume auszureden.

Inzwischen ist David Alaba glücklich, wie es gelaufen ist – aber als gestern Patrick Vieira beim Training an der Säbener Straße vorbeischaute, drängte es den Österreicher doch zu einem gemeinsamen Foto. Er war neun Jahre beim FC Arsenal unter Vertrag, der französische Welt- und Europameister galt lange als Herzstück im Mittelfeld der Briten, und für den jungen Alaba wurde er einst zum Idol. Derzeit arbeitet der 38-Jährige in der Jugendabteilung von Manchester City, und in dieser Funktion „spionierte“ er gestern ein wenig bei den Bayern.

Alaba hat das Zeug, seinem großen Idol nachzueifern. Bei den Münchnern reift der 22-Jährige mehr und mehr zur zentralen Figur, Pep Guardiola sieht in dem vielseitig einsetzbaren Profi eine seiner wichtigsten Allzweckwaffen. Er hat das erst jetzt wieder belegt, in den ersten Spielen der Rückrunde. Der Nationalspieler war vor der Winterpause zwei Monate wegen einer Knieverletzung ausgefallen, er selbst hat die Zeit als „einen Horror“ abgespeichert, doch Guardiola lotste ihn umgehend nach der Genesung wieder zurück in die erste Elf. Er stand jedes Mal mit Anpfiff auf dem Rasen.

Beim 1:4 gegen Wolfsburg spielte er miserabel – wie alle Bayern. „Da müssen wir gar nicht reden, da waren wir einfach schlecht“, gestand er nun auf der Vereinshomepage. In den nächsten beiden Partien aber zeigte die Kurve schon wieder nach oben, und beim 2:0 gegen den VfB Stuttgart besorgte er mit einem fulminanten Freistoß den zweiten Treffer. Immer mehr wird er zum Freistoßexperten, er hat sich da in die Riege eingegliedert, irgendwo zwischen Arjen Robben, Xabi Alonso und Bastian Schweinsteiger. Vor allem, wenn der Ball rund 25 bis 30 Meter vor dem Kasten liegt, ist das „für die Flugkurve meines Schusses ideal“.

Das Erfolgsgeheimnis? Er hat Videos studiert, „von Juninho, von Cristiano Ronaldo und David Beckham – aber vor allem viel, viel Übung“. An der Freistoßtechnik feilt er schon, „seit ich 15 bin, damals noch bei Austria Wien“. Damals, als er noch von Arsenal träumte. Heute profitiert der FC Bayern davon. Idol Vieira war übrigens nie als Freistoßspezialist gefürchtet.

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