Verhärtete Fronten

Alabas Vater legt gegen Bayern-Bosse nach: „Da fehlen mir die Worte“

David Alaba im FC-Bayern-Trikot
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David Alaba im FC-Bayern-Trikot - künftig läuft er für Real Madrid auf.

David Alabas Vater George plaudert Details zum Vertrags-Poker seines Sohnes mit dem FC Bayern aus und zeigt sich nach mehreren Spitzen der Bayern-Bosse schockiert.

München – David Alaba hat seine Zelte in München längst abgebaut. Trotz der emotionalen Schönwetter-Verabschiedung rumort es zwischen dem FC Bayern München und der Alaba-Seite scheinbar immer noch. Nach einer Spitze von Karl-Heinz Rummenigge schießt jetzt Alabas Vater und Berater George zurück.

Zwar bemühte sich George Alaba bei seinem Auftritt im Bild -port-Podcast „Bayern Insider“ um Harmonie, konnte an manchen Stellen aber nicht mit seiner Enttäuschung hinter dem Berg halten. Der 61-Jährige sprach von „verhärteten Fronten“ und von „Sachen, die nicht gut gelaufen sind“. Ins Detail wollte er nicht gehen, brach deshalb manche Sätze unvermittelt ab. „Aber die Verantwortlichen wissen, was vorgefallen ist“, sagt er.

Alaba kritisiert Bayern-Bosse: „Von menschlicher Seite gehört das nicht dazu“

George Alaba bekräftigte, dass es das ursprüngliche Ziel seines Sohnes gewesen sei, beim FC Bayern zu verlängern. Er kritisierte fehlende Wertschätzung und die Art und Weise, wie sich die Bayern-Bosse öffentlich zum Vertragspoker äußerten. „Populistisch nach außen gehen“, nannte er das im Podcast und meinte damit in erster Linie eine Aussage von Uli Hoeneß. Der Bayern-Ehrenpräsident bezeichnete Alabas Spieleragent Pini Zahavi im Zuge der gescheiterten Verhandlungen als „geldgierigen Piranha“. Darauf angesprochen, meinte George Alaba im Podcast: „Da fehlen mir die Worte. Von menschlicher Seite gehört das nicht dazu.“

Erst kürzlich schickte auch Karl-Heinz Rummenigge eine Spitze Richtung in Richtung der Alabas. „Ich glaube, sehr wenige Menschen haben in dieser existenziellen Krise Verständnis, wenn ein Fußballprofi schon 15 Millionen im Jahr verdient und dann mit 19,5 Millionen nicht zufrieden ist“, sagte der scheidende Vorstandsvorsitzende dem Kicker. Den Vorwurf überzogener Gehaltforderungen und das Corona-Argument wies George Alaba im Bild-Sport-Podcast zurück. Die Gespräche hätten schon vor der Pandemie begonnen, und auch danach seien andere Transfers und Vertragsverlängerungen getätigt worden. „Warum dann nicht bei uns?“

Nach Real-Wechsel: Alabas Vater zeigt sich trotz aller Unstimmigkeiten versöhnlich

Trotz dieser Unstimmigkeiten zeigte sich George Alaba versöhnlich. Er und sein Sohn seien „wirklich dankbar“ für die Zeit in München. „Vom FC Bayern wegzugehen, tut auch weh. Das muss man klar und ehrlich sagen.“ Man habe sich auch immer gut verstanden, bis auf die „letzte Zeit“. Den Wechsel zu Real Madrid bezeichnet George Alaba – wie auch sein Sprössling schon mehrmals – als die „neue Herausforderung“. Damit gehe ein Traum in Erfüllung, denn Real sei einer von Davids absoluten Wunschklubs neben dem FC Bayern.

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