Österreicher selbstkritisch

David Alaba: Sein CL-Jubiläum war zum Haareraufen

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David Alaba.

München - Sein Jubiläum in der Champions League hat sich David Alaba sicher anders vorgestellt. Nach der Niederlage in seinem 50. Spiel war der Österreicher selbstkritisch.

Er hätte den FC Bayern ein großes Stück näher Richtung Finale bringen können, doch auch David Alaba fehlte am Mittwochabend das Glück. Sein Lattenkracher aus gut 30 Metern hätte den Münchnern um ein Haar das so wichtige Auswärtstor beschert, doch die Kugel klatschte eben nur ans Aluminium (54.). „Ich hatte ein bisschen Raum, da habe ich mir ein Herz gefasst und draufgehauen“, sagte Alaba später über seine auffälligste Aktion – in der Offensive. Denn hinten stand der Österreicher gleich mehrfach im Blickpunkt und sah dabei nicht immer gut aus. Pep Guardiola hatte ihn in Madrid wieder in der Innenverteidigung aufgeboten – doch auf außen kann Alaba es einfach besser.

Vor dem Gegentreffer durch Saul sah der 23-Jährige in seinem 50. CL-Spiel alles andere als gut aus, ging viel zu zögerlich auf den Torschützen zu. Doch vor Alaba hatten auch schon Thiago, Alonso und Bernat gepennt. „Wir haben als Mannschaft nicht so ins Spiel gefunden, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte der Linksfuß über die schwache Vorstellung der Roten in Durchgang eins. Erst nach der Pause wurde der FCB stärker, Alaba leitete mit seinem Distanzschuss die beste Phase der Gäste ein. Doch weder ihm noch Martinez (56.) oder Coman (59.) gelang ein Treffer. „Es ist irgendwo schon bitter, dass wir kein Auswärtstor geschossen haben“, gab der Jubilar zu. Doch auch über seinen 50. Einsatz in der Königsklasse – so früh gelang das noch keinem FCB-Spieler – konnte sich der Verteidiger nicht richtig freuen.

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Jetzt müssen es die Roten eben im Rückspiel drehen – dann wohl wieder mit Alaba als Außenverteidiger. Sein Schwung nach vorne macht das Spiel über die Flügel deutlich temporeicher als das des zurückhaltenden Bernat, der in Madrid einen schwarzen Tag erwischte. Einen wie Alaba braucht es, um die gut organisierte Abwehr von Atlético zu überraschen – und am besten auch zu knacken.

sw

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