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Von wegen de Ligt: Upamecano der neue Abwehrboss? Franzose lüftet Topfit-Geheimnis

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Von: Florian Schimak

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Dayot Upamecano (r.) und Matthijs de Ligt konkurrieren um einen Platz im Abwehrzentrum.
Dayot Upamecano (r.) und Matthijs de Ligt konkurrieren um einen Platz im Abwehrzentrum. © IMAGO / Sven Simon

Beim FC Bayern war Matthijs de Ligt als der neue Abwehrboss vorgesehen. Doch in den ersten Spielen hat Dayot Upamecano diesen Status inne. Aus bestimmten Gründen.

München - Als der FC Bayern vor wenigen Wochen Matthijs de Ligt von Juventus Turin verpflichtet, war das Staunen groß. Ein vermeintlicher Weltstar, der an die Säbener Straße wechselt - oder zumindest einer der talentiertesten Innenverteidiger Europas, der den Weg nach München fand.

Der Niederländer wurde schnell als Wunschspieler von Trainer Julian Nagelsmann ausgemacht. Der Coach vermisste in seiner Abwehr einen Anführer, einen, der vorangeht und diese Mentalität auch ausstrahlt. Den vorhandenen Innenverteidigern wurde dies nicht zugetraut.

Dayot Upamecano besser als Matthijs de Ligt? FCB-Franzose verrät sein Topfit-Geheimnis

Nun sind die ersten, wenn auch noch wenigen Pflichtspiele in der noch jungen Saison absolviert. Der vermeintliche Abwehrboss ist bislang aber nicht de Ligt, sondern einer aus dem Franzosen-Trio: Dayot Upamecano! Der 23-Jährige überzeugte bislang bei allen seinen Auftritten und schwingt sich aktuell zum unumstritten Stammspieler auf.

„Viel hat auch die Mannschaft damit zu tun, wir sind bereit“, sagte Upamecano nach dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg am Sonntagabend, wo die Bayern mit 2:0 gewannen und somit ohne Gegentor blieben, in den Katakomben der Allianz Arena. Anschließend verriet er auch das Geheimnis für seine Leistungsexplosion: „Ich habe in der Sommerpause viel mit einem Athletiktrainer gearbeitet“, so der Innenverteidiger: „Ich fühle mich besser als in der letzten Saison.“

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Upamecano ist aktuell gesetzt, an seiner Seite der andere Franzose, Lucas Hernandez. Auch Benjamin Pavard spielt als Rechtsverteidiger wieder auf einem ganz anderen Niveau, als in der vergangenen Saison. Das Franzosen-Trio performt stark. Die Leidtragenden sib´nd de Ligt und der Noussair Mazraoui. „Wir haben viel Konkurrenz, aber das ist besser für uns“, erklärt Upamecano weiter. An der Seite von Hernandez fühle er sich derzeit wohl. Kampfansagen sind vom eher zurückhaltenden Abwehrspieler nicht zu erwarten - und die werden auch nicht kommen: „Ich will einfach nur spielen und jetzt weitermachen.“

Upamecano vs. de Ligt: Wer wird letztlich der Abwehrchef beim FC Bayern?

Wie wichtig die Fitness für einen Abwehrspieler im System Nagelsmann ist, muss aktuell auch de Ligt erkennen. Als Top-Neuzugang mit großen Erwartungen an die Isar gekommen, hat der vor kurzem 23 Jahre alt gewordene Innenverteidiger diesbezüglich noch ordentlich Nachholbedarf.

Am Sonntag gegen Wolfsburg saß de Ligt 90 Minuten auf der Bank und stapfte anschließend frustriert durch die Mixed Zone in der Arena. Dass er noch etwas Zeit braucht, hat Nagelsmann schon von Beginn an gesagt.  „Er hat letzte Saison nicht so viele Minuten gespielt und ich habe gehört, dass es in Italien dann nicht einfach ist, fit zu bleiben“, sagte der FCB-Trainer kürzlich: „Wir müssen hart mit ihm trainieren.“

Spätestens, wenn im September die Englischen Wochen beim FC Bayern starten, sollte de Ligt bei 100 Prozent sein. Dann hat aber womöglich Nagelsmann ein Problem, denn in der aktuellen Verfassung, gehören weder Upamecano, noch Hernandez auf die Bank. Aber wer weiß, vielleicht wirkt auch bei de Ligt der Athletiktrainer Wunder - bei Upamecano hat es ja eindrucksvoll geklappt. (smk) Aus der Allianz Arena berichtet Florian Schimak

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