Bayern am Wolfsburger dran

Rekord für de Bruyne - Laut Wolfsburg ist er "unverkäuflich"

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Verlässt er Wolfsburg? Kevin de Bruyne (r.).

Wolfsburg - Kevin de Bruyne stellte einen Bundesliga-Rekord auf. Ist es sein letzter für den VfL Wolfsburg?

Auch nach der erneuten Gala-Vorstellung und seiner 22. Torvorlage zum Bundesliga-Rekord blieb Partykiller Kevin de Bruyne seiner Linie treu. „Gefeiert wird heute nicht“, sagte Wolfsburgs genialer Spielmacher mit ernster Miene nach dem 2:1 (1: 1)-Sieg gegen Borussia Dortmund und der gelungenen Generalprobe für das Pokalfinale gegen den BVB am 30. Mai in Berlin.

De Bruyne führte den Werksklub zu einer traumhaften Saison mit immer neuen Bestmarken. Durch den Sieg über Dortmund blieben die Wölfe in der gesamten Bundesliga-Saison zu Hause ungeschlagen und können am nächsten Wochenende die erste Vizemeisterschaft der Klubgeschichte perfekt machen. Das Ticket für die Champions League war vorher schon gelöst.

„Der Rekord zeigt, dass ich einen guten Job gemacht habe. Es macht Spaß, Tore der Mitspieler vorzubereiten“, sagte der gefeierte Passgeber. Seine punktgenaue Hereingabe zum 1:0 nach nur 41 Spielsekunden durch Daniel Caligiuri war seine 22. Torvorlage in der laufenden Saison. Damit setzte er sich in den Rekordlisten der Fußball-Bundesliga von Wolfsburgs Meisterregisseur Zvjezdan Misimovic aus der Saison 2008/09 und Bayerns Franck Ribery (2011/12) ab, die es auf 20 Vorlagen brachten.

„Ich freue mich für ihn“, sagte Manager Klaus Allofs. Der stolze Sport-Chef der „Wölfe“ meinte aber auch: „Es wäre nichts Besonderes, wenn wir als Mannschaft nichts erreicht hätten. Das haben wir getan - auch dank Kevin.“ De Bruyne sei der Spieler, der den Unterschied ausmache. „Er ist kaum zu stoppen, hat immer Ideen und Lösungen parat“, so Allofs über de Bruyne, der mit 32 Punkten auch die Scorerwertung anführt.

Und der 23-Jährige hätte seine Quote noch weiter verbessern können, doch allein Bas Dost ließ zwei hundertprozentige Chancen nach Vorlagen von de Bruynes aus. Trainer Dieter Hecking war es egal: „22 Torvorlagen sind eine außergewöhnliche Leistung. Ich bin froh, dass er für uns spielt.“

Nach wie vor jedoch belasten Wechselgerüchte die Stimmung. Zuletzt sollen sich Manchester City, Paris Saint Germain und auch Bayern München nach dem Spielmacher erkundigt haben. „Wir sehen in den nächsten Wochen, was passiert“, sagte der Mittelfeldspieler. „Er hat hier eine Heimat gefunden. Deshalb glaube ich, dass er bleibt“, sagte Hecking.

Allofs: "Ich würde ihn als unverkäuflich bezeichnen"

De Bruyne soll mindestens noch eine Spielzeit beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg bleiben und dafür eine Gehaltserhöhung bekommen. „Ich würde ihn als unverkäuflich bezeichnen“, sagte VfL-Manager Klaus Allofs am Sonntag bei Sport1 und fügte an: „Ich rede davon, was die Aussichten für die neue Saison angeht. Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass er auch im nächsten Jahr bei uns spielen wird.“

Der Belgier besitzt einen Vertrag bis 2019. Allofs kündigte an, „seine Bezahlung“ anzuschauen: „Da werden wir sicher etwas machen.“ De Bruynes Berater Patrick De Koster hatte in einem britischen Radiosender ein Gespräch mit Allofs für die kommende Woche angekündigt: „Ich will wissen, ob sie Kevin einen neuen Deal anbieten oder sie ihm erlauben, den Club zu verlassen.“

Zur langfristigen Perspektive von De Bruyne in Wolfsburg erklärte Allofs: „Es wird ganz entscheidend davon abhängen, wie wir uns als Verein, als Mannschaft weiterentwickeln. Ob wir uns in der Champions League gut präsentieren. Ob wir im nächsten Jahr wieder gut mitspielen. Das ist die Voraussetzung für diese guten Spieler bei uns zu bleiben.“

Die Wölfe wollen die tolle Saison nun noch veredeln. Am kommenden Spieltag soll beim 1. FC Köln die Vize-Meisterschaft perfekt gemacht werden. Und eine Woche später in Berlin der erste Cup-Erfolg - vor allem dank de Bruyne.

sid

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