Profi-Debüt 

Marco, wer?! Jetzt hat sich Friedl einen Namen gemacht

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Marco Friedl gewann 78 Prozent seiner Zweikämpfe. 

Bisher saß er bei den Profis nur auf der Bank, am Mittwoch kam sein großer Abend als Ersatz für David Alaba und Rafinha: Marco Friedl hat sein Profi-Debüt gefeiert. 

Anderlecht - Von der Regionalliga gleich in die Königsklasse: Dem 19-jährigen Marco Friedl ist die Feuertaufe in der Champions League beim 2:1-Auswärtssieg gegen den RSC Anderlecht gelungen. Die Leistungsdaten bei seinem Profi-Debüt stimmten: 81 Ballkontakte, 78 Prozent der Zweikämpfe gewonnen, 53 Pässe gespielt.

Nummer 34 startet nervös

Fünf Pässe kamen nicht beim eigenen Mann an, davon gleich zwei in den ersten Spielminuten. Da merkte man dem Talent die Anspannung an. Der Spieler mit der Trikotnummer 34 wirkte nervös, in ihrer stärksten Phase machten die Belgier den Linksverteidiger als Schwachstelle beim FC Bayern aus. Manchmal wirkte er etwas verloren auf seiner Abwehrseite, was auch Sky-Experte Lothar Matthäus in der Halbzeitpause beklagte: „Man lässt Friedl zu viel alleine. Süle steht zu weit weg und Thiago ist ja kein Außenstürmer. Dadurch kommen häufig zwei Spieler in Friedls Region, da wird er nicht so unterstützt.“

Nach der Verletzung von Thiago bekam Friedl mit James Rodriguez einen neuen Partner auf der linken Seite und seine Leistung stabilisierte sich. Einen Patzer leistete er sich jedoch noch vor dem Ausgleichstor in der 63. Minute (Spielverlauf im Live-Ticker). Da ging der 1.87 Meter große Österreicher zu zögerlich in das Kopfballduell mit  Łukasz Teodorczyk, der für den Torschützen Sofiane Hanni vorlegte. „Auf diesem Niveau wird jeder Fehler direkt bestraft. Und das war auch ein wenig mein Fehler“, räumte der 19-Jährige nach dem Spiel ein.

Lob von den Kollegen

Insgesamt aber war es ein „ordentliches“ Debüt über 90 Minuten, wie sich Friedl selbst bescheinigte. Lob kam von Torwart Sven Ulreich: „Er hat es super gemacht und seine Aufgaben super gelöst. Kompliment!“ Auch Kollege Sebastian Rudy meinte, dass der Debütant „seinen Job sehr gut erledigt“ habe, vor allem in der zweiten Halbzeit. 

Gelungenes Debüt in der Königsklasse.

Von einem „guten“ Spiel des Österreichers sprach Trainer Jupp Heynckes. Dabei kam der 72-Jährige bei der Pressekonferenz vor dem Spiel nicht mal auf den Nachnamen des Talents. Nach diesem Debüt dürfte sich Friedl aber im ganzen Verein einen Namen gemacht haben. 

Marco Friedl im Interview (ab Minute 0:46)

Bereits 2008 wechselte Friedl vom FC Kufstein nach München. Seitdem durchlief er alle Jugendmannschaften des FCB und der österreichischen Nationalmannschaft. 

Zum Zug kam er nun als Ersatz-Ersatz-Linksverteidiger, weil Rafinha und David Alaba ausfielen. Alaba dürfte sich aber ganz besonders über das erste Profispiel seines Landsmanns gefreut haben. Für ihn ist Friedl so etwas „wie ein kleiner Bruder“. Die beiden sind eng befreundet. 

Der FC Bayern feierte das Debüt schon vorab auf Twitter - ganz cool: 

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