Der Kapitän spricht Klartext

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Denkt wie ein Trainer: Mark van Bommel.

München/Florenz - Er denkt wie ein Trainer. Wenn man Mark van Bommel beobachtet, vergehen kaum zehn Minuten, ohne dass er die Arme ausbreitet und mit fester Stimme seine Mitspieler dirigiert.

Spiel, Taktik, optimales Verhalten – darum geht es dem Kapitän. Nach dem Spiel in Florenz ging der Kapitän und Trainer in spe – er besitzt zwei von vier nötigen Lizenzen für den Trainerschein in Holland – mächtig hart mit seinem Team ins Gericht. Knallhart.

AC Florenz - FC Bayern: Die Spieler in der Einzelkritik und weitere Bilder der Partie

AC Florenz - FC Bayern: Die Spieler in der Einzelkritik und weitere Bilder der Partie © 
Michael Rensing: Die Abschläge könnten etwas präziser und dadurch gefährlicher sein. Das Gegentor war so genial gemacht, da konnte er nichts machen. Super-Parade nach Mutu-Kopfball. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder eine Glanztat. Note 2 © dpa
Massimo Oddo: Über seine seine Seite passierte zwar wenig. Die Sahneseite der Florentiner war die rechte. Das hätte er ausnutzen müssen und sich öfter in die Offensive einschalten. Mit zunehmender Dauer tat er dies. Gefährlich wurde es trotzdem nicht. Note 5 © dpa
Lucio: Sah etwas unglücklich beim 0:1 aus, konnte aber auch nicht wirklich etwas dafür, da der Gegenspieler gerade noch den Ball ablenken kann. Ansonsten ordentlich und sicher. Note 3 © dpa
Martin Demichelis: Den Aufbau erledigte er so gut es ging. Gewohnt bissig am Mann und oft mit einer gewissen Vorahnung für die kommende Situation. Note 3 © dpa
Zé Roberto: Wieder links hinten für Lahm. War im Vorwärtsgang so oft es nur ging und versuchte dabei, Ribéry zu unterstützen. Florenz machte aber viel Druck über rechts und deshalb musste Zé oft den Vorwärtsdrang unterbinden um Schlimmeres zu verhindern. Note 3 © dpa
Tim Borowski: Sehr unscheinbar in Halbzeit eins. Forderte zu selten die Bälle und übernahm kaum das Kommando. Versuchte es kaum aus der zweiten Reihe und wenn mal ein überraschender Ball kam, fand er keinen Adressaten. In der zweiten Hälfte verbessert – und am Ende rettete er sogar den wichtigen Punkt. Note 3 © dpa
Mark van Bommel: Ein paar Ungenauigkeiten zu Beginn. Versuchte, die Mannschaft zu ordnen und Laufwege anzuzeigen. Nutzte ein Missverständnis, um eine große Chance durch Schweinsteiger vorzubereiten. Der Kapitän behielt die Ruhe. Note 3 © Sampics
Bastian Schweinsteiger: Erlitt einen schmerzhaften Pressschlag. Wurde behandelt, steckte es aber gut weg. In der ersten Hälfte der agilste und couragierteste im Mittelfeld. Auch wenn die Standards präziser sein könnten, rackerte er sich ab. Verzog in der 42. die Ausgleichschance ans Außennetz – und sackte in der zweiten Hälfte ab. Note 4 © dpa
Ab der 79. Minute: Toni Kroos, ohne Bewertung. © dpa
Franck Ribéry: In den ersten fünfzehn Minuten keine gelungene Aktion. In der 23. Minute eines der seltenen schönen Dribblings mit anschließendem Pass auf Poldi. Wurde immer gedoppelt und hatte es extrem schwer. Note 4 © dpa
Miro Klose: Stand ein paar Mal knapp vor einem vielversprechenden Kopfball. Verstolperte eine gute Schusschance nach feinem Schweini-Pass. Konnte sich schwer befreien – und wenn er es schaffte, verzog er. Note 5 © dpa
Lukas Podolski: Wenig zu sehen. Kam kaum zum Abschluss. Da Bayern nicht zum Kontern kam, fiel seine größte Stärke weg. Ließ sich immer wieder ins Mittelfeld fallen, wo es jedoch zu eng war, um über die Schnelligkeit ins Spiel zu kommen. Ein gefährlicher Schuss. Note 5 © Sampics
Ab der 88. Minute: Andreas Ottl, ohne Bewertung. © dpa
Früher Schock für die Bayern: Adrian Mutu erzielt in der 11. Minute das 1:0 für Florenz. © dpa
Entsprechend groß war der Jubel bei dem Rumänen. © dpa
Die Italiener brauchten dringend einen Sieg, um weiter gute Chancen auf ein Weiterkommen zu haben. © dpa
Des einen Freud, des anderen Leid. © dpa
Kurz nach dem Ausgleich vergab Miro Klose die Riesenchance zum 2:1. Der Stürmer konnte es selbst kaum glauben, dass er sich die Großchance entgehen ließ. © dpa
Kann man im Jubel höher springen als Jürgen Klinsmann? © dpa
Man kann es sich nicht vorstellen. Der Bayern-Coach jedenfalls freut sich sichtlich über den späten Ausgleich durch Borowski. © dpa

Bayerns neuer Torjäger

Van Bommel: „Wir haben in der ersten Halbzeit schlecht gespielt, ängstlich. Das war nicht überzeugend in den Zweikämpfen. Wir sind Alibi-Zweikämpfe eingegangen. Dann kann man das Spiel auch nicht gewinnen.“

Er selbst ist rustikal im Kampf Mann gegen Mann. Hin und wieder unfair, aber meistens einfach nur kompromisslos. Das wünscht er sich – vor allem international – auch von seinen Kollegen. „Man muss den Ball annehmen und weiterspielen und nicht Angst haben, den Ball zu verlieren. Man muss überzeugt sein, den Zweikampf zu gewinnen. Da muss man durch und das Bein hinhalten. Auch wenn man mal Foul spielt. Der Gegner muss wissen: bis hier und nicht weiter.“ Kapitän knallhart.

Nicht nur mit dem Körpereinsatz und der mangelnden Souveränität hadert van Bommel. Er war – bis auf das Ergebnis – unzufrieden.

„Die sind verdient in Führung gegangen. Aus dem Nichts machen wir das 1:1. Und ab dem Zeitpunkt waren wir besser und hätten noch gewinnen können. Aber es war eigentlich zu wenig in den letzten 20 Minuten um das Spiel noch zu gewinnen.“

Und dann hat er noch einen Tipp an die Kollegen. Der Holländer: „Wenn man das Spiel heute sieht, waren wir nicht überzeugend. Am Ball und ohne Ball. Wir müssen einfach spielen und nicht dribbeln. Das kann der Franck, der Rest sollte das lassen.“ mv

20 Gründe, warum der FC Bayern auf Schalke gewinnt

20 Gründe, warum der FC Bayern auf Schalke gewinnt © 
Das Ruhrpott-Internetportal DerWesten hat 20 Gründe aufgestellt, weshalb der FC Schalke am Sonntag den FC Bayern besiegt. tz-online.de hält mit 20 Gründen dagegen. © dpá
Weil sich Hamit Altintop mit Krücken auf der Tribüne noch mehr bewegt als Halil auf dem Platz. © sampics / dpa
Weil Kevin Kuranyi anfängt zu weinen, wenn er Klinsmann sieht. © dpa
Weil die Spielerfrauen der Bayern hübscher sind als die der Schalker. © dpa
Weil Bayern-Fans wissen, wie ihre Spieler heißen. © dpa
Weil sogar Klinsis Hochdeutsch besser ist als das von Fred Rutten. © sampics / dpa
Weil Rekordmeister sein besser ist als "Meister der Herzen" sein. © dpa
Weil Poldi selbst von der Bank aus noch mehr Torgefahr ausstrahlt als die Schalker Stürmer auf dem Platz. © dpa
Weil der FC Bayern noch Nationalstürmer hat. © dpa
Weil Michael Rensing Bälle fängt und Manuel Neuer nur Fliegen. © dpa
Weil bei Bayern ein Zé Roberto auf dem Platz steht und bei Schalke ein Zé Roberto auf der Tribüne sitzt. © dpa
Weil Orlando Engelaars Rotsperre für die Bayern teuflisch gut ist. © dpa
Weil Bayern-Maskottchen Berni (und eigentlich jedes andere im Weltfußball) attraktiver ist als Schalkes Erwin. © dpa
Weil T-Home besser klingt als Gazprom. © dpa
Weil Helles oder gar kein Bier immer noch besser schmeckt als Ruhrpottgebräu. © dpa
Weil das Schlauchboot Allianz-Arena immer noch schöner aussieht als das UFO Veltins-Arena. © dpa
Weil Bartwuchs noch lange keine Tore schießt. © dpa
Weil der FC Bayern vier Jahre älter ist als Schalke 04. © dpa
Weil Bayerns Aggressiv-Leader Mark van Bommel immer noch "sauberer" spielt als Schalkes Rafinha. © dpa
Weil die Schalker gerne baden gehen. © dpa
Weil's bei Schalke auch ohne die drei Punkte zum Klassenerhalt reicht. © dpa
Die 20 Gründe, wieso Schalke angeblich doch gewinnt, finden Sie auf dem Ruhrpott-Internetportal DerWesten unter http://www.derwesten.de/nachrichten/sport/fussball/2008/11/6/news-88815929/detail.html © 

Quelle: tz

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