1. tz
  2. Sport
  3. FC Bayern

Der Sieg des neuen Klinsmanns…

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Klinsmann kann wieder lachen.
Klinsmann kann wieder lachen. © dpa

Es hatte sich mächtig was angestaut. Hohn und Spott von außen, dazu erste betriebsinterne Störungen. Da kam das Pokalderby gegen den kränkelnden 1. FC Nürnberg am Mittwochabend gerade recht für den FC Bayern.

Mit Werder-Wut im Bauch ging die Klinsi-Elf in das Spiel gegen die Franken – und machte durch ein 2:0 den Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale perfekt. Klose und Borowski schenkten dem Club ein. Spätestens die Einwechslung von Magier Ribéry sorgte nach dem Bremen-Debakel für Wiesn-Stimmung in der Arena.

Bayern gewinnt gegen den Club - und Ribéry ist zurück!

Fotostrecke

Die 2:5-Klatsche gegen Bremen zeigte Auswirkungen. Klar, am Mittwochabend, in Form einer besonders zu Beginn hochmotivierten Bayern-Mannschaft. Aber dieses Spiel hatte seine Vorgeschichte. Seit Samstag-Nachmittag hatte sich einiges getan. Die Sportbild berichtete unter dem Titel „Zweifel an Klinsi“ bereits von ersten Störungen beim FCB. Der Grund: Klinsis Halbzeit-Kabinenansprache sei zu kurz gewesen, die Spieler hätten anschließend im Tunnel zum Feld die Fehler selbst mit Fingern an Monitoren korrigiert. Eine Analyse der peinlichen ersten Hälfte ohne den Chef? Fakt ist: Klinsi kam schon nach wenigen Minuten auf’s Feld, in der Kabine bleiben die Flachbild-Monitore zur Pause immer aus. Die tz erfuhr nun: Auch in den Tagen nach dem Debakel verzichtete Klinsmann auf das gewohnte Video-Studium. „Wir könnten die Tore analysieren, aber das wäre hart für uns“, erklärte Klinsi sinngemäß: „Es war schlicht ein schwarzer Tag für uns alle.“ Stattdessen gab’s für die kommenden Spiele die Anweisung, „weniger Zweikämpfe in der roten Zone zu verlieren“ – damit meint Klinsi die Duelle am eigenen Strafraum.

Bayern eine Runde weiter - Die Spieler in der Einzelkritik

Fotostrecke

Diese Anweisung befolgten die Stars gegen Nürnberg. Von der ersten Minute an gingen die Bayern mit viel mehr Engagement in die Zweikämpfe. Die Entschlossenheit wurde belohnt. Nach sieben Minuten hieß es bereits: Eing’schenkt is! Klose traf nach Oddo-Flanke zum 1:0. Der Italiener verteidigte in der wieder eingeführten Viererkette rechts. Auf der Bank: Poldi, van Bommel – und endlich wieder Franck Ribéry.

Klinsmann gegen Nürnberg im Trainingsanzug an der Seitenlinie – nicht die einzige Neuerung bei Bayern nach der Bremen-Schmach. Denn Klinsi reagiert – und schmiss einige seiner Neuerungen über den Haufen. Nach tz-Informationen fiel nicht nur die Videoanalyse, sondern auch der bei einigen Spielern ungeliebte Yoga-Kurs dem Bremen-Spiel zum Opfer. Normalerweise galt am Tag nach dem Pflichtspiel: Stretchen und Entspannen, wahlweise auf der Dachterrasse oder im Fitnessstudio. Nicht nach dem 2:5: Yoga-Verzicht als Reaktion auf die Blamage. Ob’s daran lag, dass schon die ersten Spieler murrten?

An einem hielt Klinsi jedoch fest: An den Einzelgesprächen. Zwischen den Trainingseinheiten nach dem Bremen-Spiel nahm sich der Trainer für viele Spieler Zeit, sprach alleine mit ihnen. Auch wenn es sich dabei oft nur um zwei bis drei Minuten lange Unterhaltungen handelt: Den Spielern hilft es, sie fühlen sich wohler. Die Reaktion auf dem Platz gegen Nürnberg war auf jeden Fall pro Klinsi. Besonders Klose spielte wie aufgedreht. Und da war auch noch Monsieur Ribéry. Allein beim Warmlaufen riss er die Anhänger zu Jubelstürmen hin. In der 65. Minute war es soweit: Klose machte für Ribéry Platz, der Jubel kannte keine Grenzen. Aber die Bayern hatten in der Folge auch Dusel, als sich Nürnberg vor dem Tor geradezu dilettantisch anstellte. Borowski traf nach traumhafter Vorarbeit von Ottl zum 2:0 (68.). Hoeneß und Klinsmann hatten sich wieder lieb auf der Bank – eine weitere Neuerung im Vergleich zum Bremen-Spiel…

So luxuriös ist das Leistungszentrum des FC Bayern

Fotostrecke

Quelle: tz

Auch interessant

Kommentare