Bayern schlägt 1860

Derby-Videos: Görtlers Geniestreich schockt die Löwen

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Roter Jubel: Der Bayern-Nachwuchs feierte den entscheidenden Treffer durch Lukas Görtler ausgiebig.

München - Es hatte schon hitzigere Derbys gegeben. Dennoch war auch das Lokalduell zwischen den beiden zweiten Mannschaften des FC Bayern und des TSV 1860 am Ostermontag eine umkämpfte, emotionale Angelegenheit.

Auf den Tribünen blieb es abgesehen von den üblichen Schmähgesängen friedlich, auf dem Platz beackerten sich die beiden Nachwuchsteams dafür umso intensiver. Am Ende setzte sich Erik ten Hags favorisierte U 23 des FC Bayern dank des goldenen Treffers von Lukas Görtler (75.) mit 1:0 durch. Dabei hatten Daniel Bierofkas Junglöwen den ersten Abschnitt noch dominiert. Vor dem Tor jedoch zeigten sie sich erneut zu harmlos und hektisch. So vergab Bayerns Steeven Ribéry unter den Augen seines bis zur Unkenntlichkeit vermummten Bruders Franck die beste Möglichkeit des ersten Durchgangs.

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Nach einem kapitalen Fehler in der Löwen- Defensive scheiterte er freistehend an Schlussmann Michael Netolitzky (16.). Der zweite Abschnitt begann mit drei Minuten Verspätung, nachdem die Bayern- Anhänger auf der Gegengerade des mit 12 500 Zuschauern ausverkauften Grünwalder Stadions einige Bengalos zündeten.

Der Rauch allerdings hatte sich schnell verzogen, sodass das Wetter für die nächste Kapriole sorgte. Kurz nachdem ab der 65. Minute heftiges Schneetreiben eingesetzt hatte, traf Görtler mit einem sehenswerten Schlenzer aus etwa 16 Metern zum entscheidenden Tor.

Bilder: Bayern II siegt auch im zweiten Derby

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Später bekannte der 20-jährige Angreifer, dass er zwar „den Ball überragend getroffen“, anschließend aber im Fallen nicht registriert habe, wie er hinter Netolitzky, der noch mit den Fingerspitzen dran war, einschlug. „Ich bin Stürmer und hatte davor in 75 Minuten keinen einzigen Torschuss“, erzählte Görtler, „da dachte ich mir, jetzt schieß ich wenigstens einmal auf’s Tor.“

In der Euphorie bilanzierte er schließlich noch, „dass am Ende die Mannschaft gewonnen hat, die es mehr wollte“. Diese Einschätzung allerdings wurde der leidenschaftlichen Darbietung der Bierofka- Elf nicht gerecht. Vielmehr mangelte es der 1860-Reserve einmal mehr an der Durchschlagskraft vor des Gegners Tor. Auch im fünften Spiel unter dem 36-jährigen Ex-Profi blieb seine Elf ohne eigenen Treffer. „Wir treffen einfach das Tor nicht“, haderte Bierofka abermals, „vor dem Tor sind wir nicht zwingend genug.“ Ohne die mittlerweile zu den Profis aufgerückten Korbinian Vollmann und Fejsal Mulic mangelt es seinem Team in der Tat an Abschlussqualität. Dennoch bekräftigte Bierofka erneut, „dass wir den Jungs vertrauen, die da sind“. Was soll er auch sonst sagen? Sein Pendant ten Hag indes erwähnte stolz, „dass wir jetzt die erste Bayern-Mannschaft in der Regionalliga Bayern sind, die beide Derbies gewinnt“. Auch „für die Tabelle wichtig“ sei der Sieg gewesen, konstatierte er. Weit mehr allerdings für das Prestige, wie die enthusiastischen Bayern- Anhänger untermauerten.

von Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

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