FCB II hofft auf stabilere Saison

Ein Derby als Wendepunkt für die kleinen Bayern

+
So sehen Sieger aus: Der FC Bayern II feierte gegen die Löwen sein zweites „zu null“ in Folge. F: Leifer

Auch Tim Walter schien dem Braten noch nicht so recht zu trauen. Am Sonntag hatte der Trainer der „Bayern-Amateure“ mit seinem Team nach bislang holprigem Saisonverlauf einen überraschenden 1:0-Derbyerfolg über den TSV 1860 gefeiert.

Gegen die erste Mannschaft der Löwen wohlgemerkt – seinem Vorgänger Heiko Vogel war in vier Regionalliga-Duellen kein Sieg gegen die 1860-Reserve gelungen. Doch obwohl damit immerhin der zweite Sieg in Folge ohne Gegentor bejubelt werden konnte, war sich der U23-Coach des FC Bayern keineswegs sicher, dass damit die Trendwende vollzogen ist. Zu kompliziert hatte sich seine bisher knapp viermonatige Amtszeit gestaltet. Noch in der Vorwoche, nach einer verdienten 1:3-Heimpleite gegen den SV Schalding-Heining, etwa hatte der 41-Jährige demoralisiert angemerkt, mittlerweile „schon an die ständigen Rückschläge gewöhnt“ zu sein.

Nur eine Woche später, nachdem am Dienstag in einem Nachholspiel schon ein 2:0-Erfolg in Rosenheim gelungen war, darf sich Walter, der seinen aktuellen Job im Sommer als U17-Meistertrainer übernommen hatte, als Derbysieger feiern lassen. Wirklich stabil sei seine Mannschaft noch immer nicht, räumte der dreifache Familienvater ein, „das ist ein Prozess“, betonte er.

Zufall aber war der Sieg im Lokalduell auch nicht gewesen. Fabian Benkos Siegtreffer initiierte Kwasi Okyere Wriedt mit einer perfekt getimten Maßflanke, den Nerv aber hatte der Nachwuchs des Rekordmeisters den Löwen vor allem mit einer kompakten, leidenschaftlichen Defensivleistung geraubt. „Wir haben heute auch körperlich dagegengehalten“, erklärte der stolze 19-jährige Siegtorschütze später. Ein gewichtiger Faktor für die zweite Partie in Folge ohne Gegentor ist zweifelsohne die Rückkehr des lange verletzten Nicolas Feldhahn. An der Seite des 31-jährigen Abwehr-Routiniers schwang sich am Sonntag der erst 19-jährige Innenverteidiger Maxime Awoudja zum besten Mann auf dem Platz auf. „Maxime blüht richtig auf“, honorierte Walter, von Feldhahn werde er „perfekt geführt“.

Entscheidend, so der Bayern-Coach, sei, „den Schwung mitzunehmen“ und bei den kommenden Aufgaben „immer an die Grenze zu gehen“. So war es für Walter kein Zeichen mangelnder Fitness, dass sich einige seiner Akteure mit Krämpfen plagten, sondern dafür, dass „heute jeder alles reingehauen hat“. 

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Verlängerung der Gnabry-Leihe nach Hoffenheim? Rummenigge spricht Klartext
Verlängerung der Gnabry-Leihe nach Hoffenheim? Rummenigge spricht Klartext
Transfergerücht: Spurs-Star Dele Alli schwärmt vom FC Bayern
Transfergerücht: Spurs-Star Dele Alli schwärmt vom FC Bayern
Achtelfinal-Gegner: Mit dieser Wahrscheinlichkeit wird es ein englisches Team
Achtelfinal-Gegner: Mit dieser Wahrscheinlichkeit wird es ein englisches Team
Verletzungsschock: Früchtl fehlt den Bayern wochenlang
Verletzungsschock: Früchtl fehlt den Bayern wochenlang

Kommentare