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Löw: "Er ist ein Ausnahmefußballer"

DFB-Elf in Polen: Alles schaut auf Lewandowski

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Robert Lewandowski mit Polens Nationaltrainer Adam Nawalka.

Warschau/München - Robert Lewandowski von Bayern München steht beim EM-Qualifikationsspiel zwischen Polen und Deutschland in Warschau im Mittelpunkt.

Weltmeister Deutschland gegen Torjäger Robert Lewandowski: Schon seit Tagen ist das Duell der DFB-Auswahl gegen den Stürmer von Bayern München Gesprächsthema Nummer eins. Der Druck auf Polens Kapitän ist vor dem EM-Qualifikationsspiel am Samstag (20.45 Uhr/RTL) in dessen Geburtsstadt Warschau entsprechend groß.

Doch Lewandowski gibt sich vor dem „Klassentreffen“ mit seinen Münchner und früheren Dortmunder Kollegen gelassen - und selbstbewusst. „Es wird sicher kein einfaches Spiel, aber wir brauchen keine Angst vor ihnen zu haben“, sagte er.

Löw zählt Lewandowski zu "drei besten Stürmern der Welt"

Angst hat auch das Team von Bundestrainer Joachim Löw vor den Polen nicht - aber gerade Lewandowski nötigt dem viermaligen Weltmeister doch gehörigen Respekt ab. Für Löw gehört der 26-Jährige immerhin „zu den drei besten Stürmern der Welt. Er ist ein Ausnahmefußballer. Wenige verstehen wie er, den Ball auch unter Druck zu behaupten. Er ist wirklich komplett.“

Auch Bayern-Torwart Manuel Neuer ist voll des Lobes. „Man kann ihn nicht alleine verteidigen. Er kann sehr gut den Ball halten und ist abgezockt vor dem Tor. Man weiß nie, was er macht. Wir müssen mit allem rechnen“, warnte Neuer. Zumal der deutsche Ersatzkapitän zuletzt in München schon festgestellt hat, „dass Robert heiß ist. Das weiß man, das hat man auch gesehen. Er will eine gute Leistung zeigen und möchte gegen mich ein Tor schießen.“

Das gelang bislang ganz gut. In 13 Pflichtspielen gegen Neuer hat Lewandowski noch im BVB-Trikot immerhin sechs Treffer erzielt. Der Höhepunkt war das Pokalfinale 2012, als der Pole sogar dreimal traf.

Hummels freut sich auf Duell gegen den Ex-Kollegen

Lewandowski dürfte am Samstag in der deutschen Innenverteidigung auf Jerome Boateng vom FC Bayern und Mats Hummels, mit dem er vier Jahre in Dortmund zusammengespielt hat, treffen. „Ich habe noch nie gegen Lewi gespielt“, meinte Hummels und sprach im kicker von einer „Riesen-Herausforderung gegen einen der besten Stürmer der Welt. Richtig intensive Duelle werden das. Ich bin sehr gespannt.“

Gespannt sind auch die polnischen Fans auf ihren Torjäger, dem in der Vergangenheit oft vorgeworfen wurde, im Verein besser als im Nationalteam zu spielen. Die Erwartungen sind entsprechend groß - zumal sich Lewandowski zuletzt auch beim FC Bayern nach einer „schwierigen Umstellung“, wie er einräumt, immer besser eingefügt hat. Beim 4:0 gegen Hannover bot er am vergangenen Samstag seine bis dato wohl beste Leistung beim Rekordmeister, die er mit zwei Treffern krönte.

Lewandowski glaubt an polnischen Sieg

So soll es auch gegen Deutschland weitergehen. Beim 7:0 der Polen zum Auftakt der EM-Qualifikation im September gegen Gibraltar hatte sich Lewandowski mit vier Treffern schon einmal warmgeschossen. Auch gegen Deutschland hat er schon getroffen: am 6. September 2011 in Danzig beim 2:2.

Dass die Partie am Samstag für ihn ein „besonderes Spiel“ sein wird, muss Lewandowski nicht extra betonen. Zuletzt sei darüber auch in der Bayern-Kabine „gewitzelt“ worden, sagte er. Es sei schon „ein bisschen komisch. Ich trainiere mit diesen Spielern jeden Tag und jetzt spiele ich gegen sie.“

Ein „schüchterner“ Auftritt werde gegen die deutschen Stars aber sicher nicht zu Punkten führen, fügte der Stürmer an. Aber wenn Polen sein „Top-Niveau“ erreiche, „können wir gewinnen“. Vor allem, wenn „Lewa“ trifft.

sid

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