2:0-Sieg gegen Braunschweig

Brustlöser Alaba! Bayern zieht ins Viertelfinale ein

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David Alaba (l.) sorgte mit seinem Freistoßhammer für die 1:0-Führung kurz vor der Pause.

München - Fast 45 Minuten hält Eintracht Braunschweig in München beim übermächtigen die Null, dann zündet David Alaba eine Freistoßrakete. Am Ende zieht der Rekordmeister verdient ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein.

Das waren Maschinen auf halber Kraft… Der FC Bayern hat die Aufgabe der Woche erfüllt, über die Art und Weise dürfte beim Rekordmeister allerdings noch zu reden sein. Mit einem unspektakulären 2:0 (1:0) besiegten Robben & Co. die Zweitligisten von Eintracht Braunschweig und können zumindest behaupten, das Pokal-Triple von Berlin weiter fest im Blick zu haben.

Pep bietet "Schwalonso" im Mittelfeld auf

Wie ernst es damit vor allem Pep Guardiola ist, zeigte sich allerdings nur an der Aufstellung. Der Coach brachte eine absolute Topformation, wollte nicht mal im Ansatz vom Gas gehen. Im Vergleich zum Spiel gegen den 1. FC Köln waren nur zwei Änderungen drin: Dante spielte für Badstuber in der Verteidigung, zudem musste Müller auf die Bank. Dafür versuchte es der Trainer mal wieder mit Schwalonso im Mittelfeld, heißt: Xabi Alonso und Bastian Schweinsteiger durften gemeinsam ran. Das hatte es in den letzten drei Bundesligapartien nicht gegeben, zuletzt liefen beide in der Champions League auf.

Gegen die Mannschaft von Torsten Lieberknecht funktionierte diese Variante allerdings wieder mal nicht optimal. Vor allem Schweinsteiger wirkte auf der etwas offensiveren Position nicht sicher, leistete sich einige Fehlpässe, fand nicht in den Kombinationsfluss mit Götze oder Robben. Wenn das Spiel an Fahrt gewann, dann über das Spezl-Duo Alaba und Ribéry. Aber auch das lief nur selten rund, was auch daran lag, dass es der Zweitligist zunächst besser machte als die Erstligisten Hamburg, Paderborn und Köln zusammen. David Alaba fasste es bei Sky nachher so zusammen: „Sie haben es uns sehr schwer gemacht, wir haben die Lücken nicht so gefunden. Braunschweig war da aggressiv.“

Eine Fünf, viele Vierer und nur eine Zwei - Noten & Bilder zu Bayern - Braunschweig

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Apropos aggressiv, einen echten Aufreger gab es schon nach fünf Minuten: Nach Foul von Braunschweigs Kessel trat Ribéry nach, hätte bei klarer Regelauslegung Rot sehen müssen. Schiri Drees ließ weiter spielen. Und der Kessel kochte weiter! Nur eine Minute später revanchierte sich der Braunschweiger, sah dafür Gelb.

Torchancen gab es auch, allerdings nur per Einzelaktion aus der Distanz – von Rafinha (17.), Ribéry (20.) und Lewandowski (38.). Ein Tor fiel erst, als der Ball mal ruhte: David Alaba knallte nach Foul an Robben einen Freistoß unter die Latte (46.) – Kategorie Extraklasse!

Mit den Einzelaktionen ging es dann auch in Halbzeit zwei weiter. Nach Pass von Robben tanzte Götze in den Strafraum, sein abgefälschter Schuss glitt voll in die Mitte des Tores – 2:0 (57.). Der Torschütze hielt anschließend fest: „Wir können relativ zufrieden sein.“ Mehr nicht. Denn sein Tor war nur der Auftakt zu weiteren langweiligen 30 Minuten. Der FCB blieb ohne Tempo, ohne Genauigkeit. Somit plätscherte die Pokalpartie dahin, das Torfestival blieb aus. Vielleicht folgt es noch in den nächsten zwei Spielen bis Berlin – mit Maschinen auf Volldampf.

Die Partie im Ticker zum Nachlesen!

mic, lop, sw

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