Frankfurts Leader über Jerome und Kovac

Kevin-Prince Boateng: Das ist Bayerns Schwäche

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Kevin-Prince-Boateng und sein Bruder Jerome.

Am Samstag trifft der FC Bayern München im DFB-Pokalfinale auf Eintracht Frankfurt. Eine wichtige Rolle nimmt für die Hessen Kevin-Prince Boateng ein. Im Interview spricht er über seinen Burder Jerome, den scheidenden Coach Niko Kovac und die Chancen auf den Pott.

Frankfurt - Letztes Jahr ist die Eintracht haarscharf am Pokalerfolg vorbeigeschrammt. Im Finale verloren die Hessen gegen Borussia Dortmund. In diesem Jahr treffen sie auf den FC Bayern München. Doch wer glaubt eigentlich an einen Erfolg gegen den Rekordpokalsieger? Kevin-Prince Boateng geht optimistisch in die Partie und spricht über die Chancen der Adlerträger, seinen Bruder Jerome und Niko Kovac. 

Wie kann Frankfurt die Bayern knacken? Boateng ist heiß aufs Finale und sieht die Adler nicht chancenlos. „Es wird die Zeit kommen, wo der kleinere Verein mal gewinnt. Warum soll es jetzt nicht Frankfurt sein? Wir sind gefürchtet. Wir werden respektiert, weil es schwer ist, gegen uns zu spielen. Wir haben Maschinen, die ohne Ende laufen und sprinten können. Wir sind aggressiv. Jeder wird sehen, dass wir den Pokal unbedingt gewinnen wollen“, sagt Boateng zu Sportbild

„Die wenigen Möglichkeiten, die wir bekommen, müssen wir nutzen“

Als Vorbild nimmt sich Boateng das Spiel der Münchner gegen Real Madrid. Er verweist auf die Chancenverwertung der Königlichen: „Die wenigen Möglichkeiten, die wir bekommen, müssen wir nutzen.“ Doch wie wollen die Frankfurter überhaupt zu Chancen kommen? Auch da hat er gebürtige Berliner eine Erklärung. „Bayern hat vielleicht eine Schwäche, indem sie sehr hoch verteidigen. Dadurch gehen sie ein großes Risiko ein, weil sie dann weniger Verteidiger hinter dem Ball haben“, erklärt der 31-Jährige.

Und in dieser hochstehenden Verteidigung fehlt den Münchner ein Stammspieler: Jerome Boateng. Der Halbbruder von Kevin-Prince laboriert derzeit noch an einer Oberschenkelverletzung und kann nicht mitspielen. Für Frankfurt ist das durchaus gut. „Dadurch ist Bayern auf jeden Fall geschwächt, für uns ist es ein Vorteil. Denn er ist einer der besten Innenverteidiger der Welt“, sagt Kevin-Prince. Unter Brüdern findet selbstverständlich auch Austausch statt. Allerdings gibt es in Berlin kein Familienduell: „Natürlich ist Jerome traurig. Ich habe ihm aber gesagt, dass die WM für ihn wichtiger ist als das Finale, er also fit werden soll“, so der Rat von Kevin-Prince an Jerome. 

„Kovac ist ein Vorbild für mich“

Eine andere brisante Personalie ist Niko Kovac. Der Trainer der Eintracht wird ein letztes Mal bei den Hessen an der Seitenlinie stehen - und das ausgerechnet gegen seinen neuen Arbeitgeber. Boateng spielte einst bei Hertha mit Kovac zusammen. „Er war früher ein Vorbild für mich. Uns wurden damals Knüppel zwischen die Beine geworfen, wir lernten aber, uns durchzusetzen“, sagt der Mittelfeldmotor über Kovac. Die beiden sind im gleichen Viertel in der Hauptstadt aufgewachsen. 

Falls die Eintracht das kleine Wunder gegen Bayern schafft, wäre das nicht nur ein Erfolg für den Verein, sondern auch für den Noch-Trainer. „Wir als Mannschaft wollen seine zweijährige Arbeit vergolden. Gelingt uns das, dann wäre das auch von Niko ein tolles Abschiedsgeschenk an Frankfurt. Ein Sieg über Bayern wäre ein richtiges Happy End“, so Boateng. 

Lesen Sie auch: Nach Wirbel um Helene Fischers Auftritt: So soll das Pokal-Finale diesmal ablaufen

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ank

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