„Flankt Bälle in Richtung NASA“

Basler giftet gegen Müller - und fordert ihn kaum verhohlen zum Rücktritt auf

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Was hat Thomas Müller mit der NASA zu tun? Mario Basler verrät es uns.

Die WM 2018 würde Thomas Müller wohl nur zu gern aus seinem Kopf streichen. Mario Basler nimmt das Turnier in Russland nun aber offenbar zum Anlass für einen persönlichen Angriff auf den Bayern-Profi.

München - Mario Basler schießt auch nach seiner Karriere noch so scharf wie früher auf dem Platz. Nur sendet der ehemalige Bayern-Star mittlerweile heftige Worte anstatt präzise Schüsse. Jüngster Adressat: Thomas Müller. Vom während der WM in Russland völlig neben sich stehenden Raumdeuter ist der Europameister von 1996 offenbar bitter enttäuscht - und fordert deshalb kaum verhohlen den Rücktritt des Fanlieblings aus der Nationalmannschaft.

In der „Sport1“-Sendung „Doppelpass“ griff Basler Müller direkt an. „Ich hätte mir gewünscht, dass der eine oder andere mehr zurückgetreten wäre als nur zwei oder drei. (...) Ich hätte mir eher gewünscht, dass Thomas Müller mal sagt ...“, giftete der Freistoßkünstler a.D., brach den Satz ab und legte nach: „Der flankt ja im Moment die Bälle in Richtung NASA, zur ISS.“ Harter Tobak!

Müller schon mit zwei Bundesligatoren und zwei -Assists

Was Basler dabei total außer Acht lässt: Müller zeigte sich nach vermaledeitem Sommer zuletzt wieder deutlich formverbessert. Zu den beiden Auftaktsiegen in der Bundesliga - dem 3:1 über 1899 Hoffenheim und dem 3:0 beim VfB Stuttgart - steuerte der Pähler, der am Donnerstag seinen 29. Geburtstag feiert, jeweils einen Treffer und einen Assist bei. Und: Er fand wieder die Lücken, die sonst niemand sieht und war damit ein steter Unruheherd.

Warum sich Basler nach dem deutschen WM-Debakel nun einzig Müller rausgepickt hat, bleibt ohnehin fraglich. Zuvor hatte sich der 49-Jährige immer auf Mesut Özil eingeschossen, der im Gegensatz zu Müller einen Schlussstrich unter seine DFB-Karriere gezogen hat - jedoch aus alles andere als sportlichen Gründen.

Thomas Müller nach dem Frankreich-Spiel: „Wir wollten zeigen, dass Herz in uns steckt“

Basler findet Löws Entscheidung zum Weitermachen richtig

Der 30-malige Nationalspieler nahm dagegen Bundestrainer Joachim Löw, zu dessen möglichem Rücktritt nach der Russland-Rutsche er ebenfalls befragt wurde, ausdrücklich in Schutz. „Ich glaube ja, dass die Entscheidung von Jogi, weiterzumachen, richtig war. Wir vergessen, dass er 2014 Weltmeister geworden ist“, stellte Basler im „Doppelpass“ fest. Nun gilt das natürlich auch für Müller, der sich in Brasilien mit fünf Treffern nebenbei zum Torschützenkönig krönte.

Doch die Vergangenheit scheint für Basler nicht mehr zu zählen. Zumindest wenn es um Müller geht. Über Löw sagte er dagegen noch: „Jahrelang haben wir einen guten Fußball gesehen von unserer Nationalmannschaft, und jetzt vergeigt er mal ein Turnier. Aber er war ja nicht auf dem Platz gestanden. Er muss den Spielern in den Arsch treten.“ Auch dabei dürfte Basler zuallererst an Müller gedacht haben.

mg

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