Ex-Nationalspieler über DFB und FCB

Hamann hat einfachen Kniff erkannt: Darum ist Heynckes so erfolgreich

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Didi ­Hamann 2000 gegen Southgate.

Am kommenden Freitag trifft die deutsche Nationalmannschaft im Wembley-Stadion auf England. Vor 17 Jahren avancierte Ex-Profi Didi Hamann dort zum Matchwinner. Wir haben mit dem 44-Jährigen gesprochen.

München - Didi Hamann – die menschgewordene Abrissbirne! Am 7. Oktober 2000 schoss der Mittelfeldmann das DFB-Team nicht einfach nur zum 1:0-Sieg in England. Nein, Hamann erzielte auch das letzte Tor im alten Wembley-Stadion – ausgerechnet ein Deutscher, ausgerechnet einer, der in der Premier League für den FC Liverpool kickte. Am Freitag (21 Uhr) kommt es wieder zum Klassiker England – Deutschland, dieses Mal nur eben in der 2007 neu eröffneten Arena. Wenn es nach Jogi Löw geht, soll in London der Grundstein für eine erfolgreiche WM-Endrunde gelegt werden. Auch wenn es nur ein Testspiel ist.

Didi Hamann glaubt, dass die Deutschen topmotiviert sein werden: „Es sind Spieler im Kader, die wissen, dass sie sicher zur WM mitfahren. Aber: Es gibt auch Spieler, die jetzt um ihre Tickets spielen.“ Der 44-Jährige wird selbst vor Ort sein – im Wembley-Stadion, das er vor 17 Jahren mit abgerissen hat. Der Sky-Experte erinnert sich im Gespräch mit der tz: „Das war ein schöner Nachmittag – mit typisch englischen Verhältnissen. Es hat den ganzen Tag geregnet.“ Zum Leidwesen des englischen Pannen-Keepers David Seaman. Denn: In Minute 14 wird Michael Ballack gefoult. Den Freistoß rund 30 Meter vor dem Tor schnappt sich Hamann und jagt ihn per Aufsetzer ins rechte untere Eck. Hamann: „Der Boden war nass, das hat bei meinem Tor mit Sicherheit geholfen.“ Weitere Tore fallen nicht, Deutschland siegt. Der deutsche Wembley-Held schwärmt: „Das war irgendwo auch die Geburt der Mannschaft, die bei der WM 2002 so weit gekommen ist.“

Hamann über den FC Bayern: „Da steht eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz als zu Saisonbeginn“

Das ist lang her, aber Hamann ist als Experte weiter nah dran am Geschehen, und, was den FC Bayern angeht, oft sehr kritisch. Mittlerweile hat Jupp Heynckes aber auch ihn überzeugt. Didi meint: „Da steht eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz als zu Saisonbeginn. Und man hat immer das Gefühl, dass die Bayern noch einen Gang zulegen können.“ Das sei Heynckes zu verdanken – und einem einfachen, aber effektiven Kniff: „Es hat sich in den letzten 30 Jahren nicht geändert, dass du eine Achse brauchst. Das hat Heynckes schnell erledigt.“

J. Austermann/Video: Glomex

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