Die Bayern zittern um Luca Toni

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Luca Toni (r.) freut sich über sein erstes Champions-League-Tor.

Aktuelle Kurz-Meldungen rund um den FC Bayern München.

Er hatte sich sein Tor redlich verdient: Nach mindestens acht vergebenen Hochkarätern knipste Luca Toni dann doch noch: in der 61. Minute per Flugkopfball zum 3:0. Sein erstes Champions-League-Tor in diesem Jahr. Das Problem: Toni fiel bei seinem Treffer unglücklich auf die Schulter, musste behandelt werden. Toni spielte bis zur 82. Minute weiter, dann wurde er ausgewechselt. Am Donnerstag wurde Toni bei den Bayern untersucht, Diagnose: Schulterprellung. „Ich habe ziemliche Schmerzen an der Schulter. Aber ich schieße lieber ein Tor und verletze mich dabei leicht, als dass ich nicht treffe!“, sagt Toni. Zumal er es zuvor ja einige Male vergeblich versucht hatte.

Zu allem Unglück fiel Toni hinterher auch noch auf die Hand, verrenkte sich den Daumen, der nun auch bandagiert ist. „Jetzt muss ich mir beim Jubeln was Neues ausdenken. Mit links kann ich nicht schrauben wegen meiner Schulter, mit rechts nicht wegen meines Fingers“, lacht Toni. Ob er am Samstag wieder fit ist? „Da kann ich noch nichts sagen. Erst müssen die Schmerzen weggehen. Aber eins ist klar: Ich will unbedingt spielen!“ Kein Wunder, ist doch mit Bayer Leverkusen ein direkter Konkurrent um die Meisterschaft der nächste Gegner. „Jetzt kommen die wichtigen, die entscheidenden Spiele“, sagt Toni. Und hofft dabei wieder auf die Zauberkünste von Franck Ribéry. Der bereitete gegen Bukarest zwei Tore vor, fütterte auch Toni immer wieder mit gefährlichen Bällen. Kein Wunder, dass Toni seinen französischen Mitspieler in den höchsten Tönen lobt. „Franck ist eine Ausnahmeerscheinung. Er macht den Unterschied aus – für mich und für die ganze Mannschaft. Ich denke, er gehört zu den besten zwei, drei Spielern auf der Welt“, sagte Toni. Ribéry, Klose, Toni – die Bayern-Offensive ist derzeit in Top-Form. Dabei spricht keiner der drei die Sprache des anderen. „Vielleicht ist das ja das Geheimnis: Dass keiner von uns den anderen versteht“, lacht Toni.

Doch auch wenn Toni in dieser Saison seine Kaltschnäuzigkeit verloren hat – nervös machen lässt er sich davon nicht. „Die Mannschaft steht hinter mir, das spüre ich. Und ich weiß: Irgendwann geht der Ball schon rein, ich musste nur ruhig bleiben“, sagte Toni. Am Ende wurde er für seine Geduld belohnt. Nun hoffen die Bayern-Fans, dass er rechtzeitig zum Leverkusen-Spiel am Samstag wieder fit wird.

Der FCB gegen Bukarest: Bilder vom Spiel und Einzelkritiken

Der FCB gegen Bukarest: Bilder vom Spiel und Einzelkritiken © 
Der Münchener Franck Ribery (r) kämpft gegen Ovidiu Petre von Bukarest um den Ball. © dpa
Der Münchener Miroslav Klose (r) gegen Golan Dorin von Bukarest. © dpa
Die Münchener Massimo Oddo (l) und Bastian Schweinsteiger (r) gegen Janos Szekely von Bukarest. © dpa
Die Münchener Massimo Oddo (l) und Bastian Schweinsteiger (2.v.r.) gegen Janos Szekely (r) und Dayro Moreno (2.v.l.) von Bukarest. © dpa
Der Münchener Philipp Lahm (l) kämpft gegen Banel Nicolita. © dpa
Franck Ribery (l) und Banel Nicolita. © dpa
Luca Toni beim Torschuss auf das Tor von Torwart Robinson Zapata. © Fishing4
Juan Carlos Toja Vega (Bukarest) im Kopfballduell mit Luca Toni. © Fishing4
Luca Toni im Zweikampf um den Ball mit Dorin Goian (Bukarest) und Torwart Robinson Zapata (Bukarest). © Fishing4
Dorin Goian (Bukarest) mit Luca Toni. © Fishing4
Miroslav Klose und Sorin Ghionea (Bukarest). © Fishing4
Torschuss auf das Tor von Torwart Robinson Zapata. © Fishing4
Massimo Oddo im Zweikampf mit Ianos Joszef Szekely (Bukarest). © Fishing4
Sorin Ghionea (Bukarest) im Zweikampf um den Ball mit ZÈ Roberto. © Fishing4
Dichtes Gedränge in der 1. Halbzeit vor dem Münchener Tor. © dpa
Der Münchener Massimo Oddo (r) gegen Janos Szekely von Bukarest. © dpa
Münchens Kapitän Mark van Bommel (l) und Ovidiu Petre von Bukarest. © dpa
Miroslav Klose in der 1. Halbzeit nach seinem nicht gewertetem Torschuss. © dpa
Philipp Lahm (r) im Einsatz gegen Mirel Radoi von Bukarest. © dpa
Die Münchener Luca Toni, Bastian Schweinsteiger, Massimo Oddo und Torschütze Miroslav Klose freuen sich über das Tor zum 1:0. © dpa
Der Münchener Miroslav Klose (l) freut sich über sein Tor zum 3:0. © dpa
Jürgen Klinsmann außer sich ... © dpa
... vor Freude © dpa
Die Münchener (v.l.) Miroslav Klose, Franck Ribery, Mark van Bommel und Luca Toni jubeln nach dem 3:0 Treffer gegen Bukarest in der 2. Halbzeit durch Klose. © dpa
Da ist wohl jemand sauer. © dpa
Bastian Schweinsteiger mit einem Hackentrick beim Torschuss auf das Tor von Bukarest (Bukarest). © Fishing4
Miroslav Klose und Lucio bejubelt das Tor zum 2:0. Es folgen die tz-Einzelkritiken. © Fishing4
Lucio: Wie immer hochmotiviert, dazu im Luftkampf beinahe unüberwindbar. Mit einem dicken Patzer, der aber ohne Folgen blieb. Note: 2 © Fishing4
Zé Roberto: Der Brasilianer war ähnlich leichtfüßig wie Ribéry, leitete mit einem gewonnen Zweikampf und einem Super-Pass das 3:0 ein. Die Bayern-Fans flehen: Bitte bleib, Zé! Note: 2 © Fishing4
Mark van Bommel: Ein Kapitän, wie man ihn sich wünscht. Aggressiv, mit viel Übersicht lenkte er das Bayern-Spiel. Lieferte so die besten Argumente für die Anfang Dezember anstehenden Vertragsverhandlungen mit Bayern. Note: 2 © dpa
Miroslav Klose: Der Matchwinner des Abends! Startete furios, bereitete in den ersten fünf Minuten allein drei Riesenchancen für seinen Sturm-Kollegen Luca Toni vor. Danach traf er selber: beim 1:0 stand er goldrichtig, das 2:0 machte er eiskalt. Klose ist wieder ein Knipser! Note: 1 © dpa
Philipp Lahm: Seine Fußverletzung hat er zu 100 Prozent überwunden, zeigte gegen Steaua wieder seine Extraklasse. Bildet mit Ribéry die vielleicht beste linke Seite der Welt. Könnte manchmal mehr den Abschluss suchen. Note: 2 © dpa
Massimo Oddo: Deutlich verbessert im Vergleich zu den letzten Spielen. Gefährliche und präzise Flanken, wie vor den ersten beiden Treffern. Nach hinten bekam er nicht viel zu tun. Note: 2 © dpa
Franck Ribéry: DFB-Sportdirektor Matthias Sammer nannte ihn unlängst den besten Spieler der Welt – und seine neuen rosa Schuhe scheinen ihn noch schneller zu machen. Gegen Bukarest vernaschte er seine Gegenspieler gleich reihenweise, bereitete das 3:0 sensationell vor. Nur 1,69 m groß – fußballerisch aber ein absoluter Riese. Note: 1 © dpa
Bastian Schweinsteiger: Seine Vertragsverhandlungen in dieser Woche mit Real Madrid sollen geplatzt sein, weil die Spanier sauer sind, dass die Gespräche öffentlich wurden. Und eine besondere Empfehlung für Real war seine Leistung nicht. Die Akzente setzte Ribéry, Schweini fiel aber als Kampf-Schweini mit guten Grätschen auf. Note: 3 © dpa
Luca Toni: Anfangs schien es, als ginge es mit ihm so weiter wie beim Spiel gegen Mönchengladbach, wo er die Chancen gleich im Dutzend verdaddelte. Allein in den ersten fünf Minuten vergab der Italiener drei Hundertprozentige. Nach einer Stunde war er dann doch wieder der Alte, köpfte per Flugkopfball das 2:0. Note: 2 © Fishing4
Die restlichen Wertungen: Torwart Michael Rensing: Er bekam doch etwas mehr zu tun, als vielleicht erwartet. Ergebnis: extrem sicher, er hielt alle Bälle fest. Wenn er diese Form konserviert, werden die Diskussionen um ihn als Nummer eins bald vestummen. Note: 2. Daniel van Buyten: Der Belgier ... © dpa
... ersetzte den verletzten Martin Demichelis, durfte zum ersten Mal seit über sieben Wochen wieder von Beginn an ran. Und er rechtfertigte das Vertrauen von Klinsmann. Gute Übersicht, stark im Zweikampf und bei Standards war er sogar torgefährlich. Note: 2. Ab der 78. Minute: Breno: ohne Bewertung. © Fishing4

Demichelis: Einsatz in Leverkusen offen

Abwehrspieler Martin Demichelis konnte noch kein grünes Licht für seinen Einsatz am Samstag in Leverkusen geben. „Ich weiß noch nicht, ob ich spielen kann. Wir müssen von Tag zu Tag entscheiden“, sagte der argentinische Nationalspieler nach dem 3:0 gegen Steaua Bukarest. Demichelis hatte sich am Samstag beim 4:1-Sieg gegen Energie Cottbus eine Wadenverletzung zugezogen und musste in der Pause ausgewechselt werden. Gegen Bukarest zählte er nicht zum Kader. Daniel van Buyten vertrat ihn in der Innenverteidigung mit Erfolg.

Die wertvollsten Bayern-Spieler

Transfermarkt.de ist die renommierteste deutsche Webseite für Spieler-Transfers. Zu Beginn der Rückrunde haben die Experten wieder die Marktwerte der FCB-Spieler beziffert und u.a. Leistungsvermögen, Alter und Entwicklungsfähigkeit berücksichtigt. Demnach hat der Bayern-Kader insgesamt einen Marktwert (Stand: 04.02.2009) von rund 242 Mio. Euro. Sehen Sie hier die Rangliste des FCB. Auf Platz 22: Thomas Kraft (Marktwert 250.000 €) © dpa
Platz 21: Hans-Jörg Butt (1.250.000 €) © sampics
Platz 20: Andreas Ottl (2.000.000 €) © dpa
Platz 18: Christian Lell (3.000.000 €) © Fishing4
Platz 18: Landon Donovan (3.000.000 €) © dpa
Platz 17: José Ernesto Sosa (4.000.000 €) © sampics
Platz 16: Michael Rensing (4.500.000 €) © sampics
Platz 15: Massimo Oddo (6.500.000 €) © Fishing4
Platz 13: Daniel van Buyten (7.000.000 €) © sampics
Platz 13: Breno (7.000.000 €) © sampics
Platz 12: Tim Borowski (7.500.000 €) © Fishing4
Platz 11: Zé Roberto (8.000.000 €) © Fishing4
Platz 9: Hamit Altintop (11.000.000 €) © dpa
Platz 9: Mark van Bommel (11.000.000 €) © sampics
Platz 8: Lukas Podolski (12.000.000 €) © sampics
Platz 6: Bastian Schweinsteiger (16.000.000 €) © sampics
Platz 6: Martin Demichelis (16.000.000 €) © sampics
Platz 5: Lucio (18.000.000 €) © sampics
Platz 4: Miroslav Klose (20.000.000 €) © Fishing4
Platz 3: Luca Toni (24.000.000 €) © Fishing4
Platz 2: Philipp Lahm (25.000.000 €) © dpa
Platz 1: Franck Ribéry (35.000.000 €) © Fishing4

Finanzen: Bayern hat 250 Millionen verdient

Mit dem vorzeitigen Einzug in das Achtelfinale hat der FC Bayern nicht nur sportlich sein erstes Etappenziel in der Königsklasse erreicht, sondern lässt es auch in der Kasse tüchtig klingeln.

Allein an Prämien haben die Münchner in dieser Saison schon zehn Millionen Euro in Europas Eliteliga eingenommen, dazu kommen noch Gelder aus dem Marktpool. Insgesamt konnte der Rekordmeister – seitdem 1994/95 erstmals 16 Mannschaften an der Gruppenphase der Champions League teilnahmen – bereits über 250 Millionen in der Königsklasse verdienen. Als zweiter Club nach Manchester United durchbrachen die Münchner damit diese Schallmauer; Zuschauer-Einnahmen sind hier noch nicht einmal eingerechnet.

Das Geldverdienen geht ab dem Achtelfinale munter weiter. Neben weiteren Prämien kommt den Bayern noch der sogenannte Marktpool zugute, der sich für den deutschen Markt wie in der Saison 2007/08 erneut auf rund 37,2 Millionen Euro belaufen wird. Dessen Höhe unterscheidet sich von Land zu Land und hängt von den TV-Einnahmen ab. Eine Hälfte des Betrages wird nach dem Abschneiden in der Champions League ausgeschüttet, die andere nach der Bundesliga-Platzierung in der zurückliegenden Saison. Der FC Bayern erhält dabei als Meister 10,2 Millionen Euro, hat also bereits jetzt mit den Prämien schon weit mehr als 20 Millionen Euro sicher.

Zu der festen Teilnahmeprämie von drei Millionen Euro und 400 000 Euro für jedes Gruppenspiel (macht bei sechs Gruppenspielen 2,4 Millionen Euro) kommen 1,8 Millionen Euro für bislang drei Siege in der Gruppenphase sowie 600 000 Euro für zwei Unentschieden. Für den Einzug in das Achtelfinale gibt es 2,2 Millionen Euro.

Wie viel am Ende verdient werden kann, zeigten die Finalisten des Vorjahres. Krösus war Titelgewinner ManU mit 42,9 Millionen Euro, gefolgt vom Endspiel-Gegner FC Chelsea mit 36,4 Millionen.

Quelle: tz

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