Hoeneß will Herbstmeisterschaft & das CL-Achtelfinale

"Die Wochen der Wahrheit!"

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Die Bayern haben derzeit allen Grund, optimistisch zu sein.

Uli Hoeneß lächelte zufrieden in sich hinein, als er am Samstag Abend die Allianz Arena verließ.

Der Grund: Diesmal hatten seine Bayern nicht nur gewonnen, sie hatten auch endlich das umgesetzt, was Trainer Jürgen Klinsmann als seinen Anspruch bezeichnet: attraktiven, schnellen Offensiv-Fußball zu zeigen. Das 4:1 der Bayern über Cottbus war eine Demonstration der Stärke. Obwohl Cottbus – eher zufällig – in Führung gegangen war, hatten sie im Grunde nicht den Hauch einer Chance. Doch wie Uli Hoeneß nun einmal so ist, hatte er nach dem Schlusspfiff auch schon die nächsten, wichtigen Spiele im Sinn.

FC Bayern gegen Cottbus: Einzelkritik und weitere Bilder vom Spiel

FC Bayern gegen Cottbus: Einzelkritik und weitere Bilder vom Spiel © 
Michael Rensing: Bekam so gut wie nichts auf´s Tor. Außer dem Freistoß zum Gegentor, den er nicht halten musste - aber vielleicht halten konnte. Note: 3 © dpa
Massimo Oddo: Schlug viele Flanken, zwei davon führten zu Toren. Die anderen aber waren schlecht. Auch sonst war nicht viel von ihm zu sehen. Note: 3 © Sampics
Lucio: Schlu vor dem Gegentor ein übles Luftloch. Ansonsten meist aufmerksam. Note: 4 © Sampics
Martin Demichelis: Das war wieder der alte Demichelis. Hinten ganz stark, vorne mit einem Treffer. Note: 2 © dpa
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ab der 46.: Daniel van Buyten: Nach langer Zeit wieder dabei, hatte aber kaum Möglichkeiten sich auszuzeichnen. Leider nahezu beschäftigungslos. Note: 3 © Sampics
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Philipp Lahm: Ganz stark auf seiner Seite. Defensiv sicher, mit vielen Offensiv-Aktionen. Note: 2 © dpa
Bastian Schweinsteiger: Eigentlich ein Spiel wie für ihn gemacht. Konnte aber keine Impulse setzen, es fehlten ihm die Ideen. Note: 4 © Sampics
ab der 64.: Toni Kroos: Blieb unter seinen Möglichkeiten, wirkte zögerlich. Ohne Bewertung. © Sampics
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Mark van Bommel: Keiner schlägt Seitenwechsel so wie er. Außerdem stark im Zweikampf, unverzichtbar als Organisator. Note: 2 © Sampics
Ze Roberto: Unglaublich ballsicher, diesmal aber offensiv nicht so auffällig wie zuletzt. Note: 3 © Sampics
ab der 72.: Andreas Ottl: Als er kam, war das Spiel schon gelaufen. Viel sah man daher von ihm nicht. Ohne Bewertung. © dpa
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Franck Ribéry: Für ihn gibt es nur ein Wort: Weltklasse! Blitzschnell, kombinationssicher und mit einem Wahnsinns-Freistoßtor. Note: 1 © dpa
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Miroslav Klose: Rannte und ackerte wie immer, wurde diesmal endlich auch belohnt: Köpfte das Tor zum 3:1. Note: 2 © dpa
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Luca Toni: Erarbeitete sich seinen Treffer. War irre viel unterwegs, schoss 13 (!) Mal aufs Tor - einmal war er drin. Note: 2 © dpa
Früher Schock: Ervin Skela brachte die Cottbuser zunächst per Freistoß in Führung. © Sampics
Luca Toni gratuliert Martin demcihelis zu dessen Treffer. © Sampics
Maßarbeit: Franck Ribéry legt sich den Ball zum Freistoß zurecht. Kurz darauh scheppert's im Tor der Cottbuser, aber wie. © Sampics
So sieht man die Bayern gerne... © dpa
... und so auch. © dpa
Groß und klein - Toni und Ribéry. © Sampics
Des Meisters neue Treter: Die pinken Schuhe von Franck Ribéry. © dpa
Immer wieder Ribéry: Der kleine Franzose spielte mal wieder bärenstark. © dpa
Abschied von den Fans: Die Bayern holen sich den verdienten Applaus ab. © dpa

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Der Manager: „Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit!“ Ein Blick auf die kommenden Gegner zeigt, was Hoeneß meint: In der Champions League geht’s gegen Bukarest, dann in der Bundesliga gegen Leverkusen und Hoffenheim. Danach muss Bayern noch nach Lyon und zum VfB Stuttgart.

Zunächst aber wollen die Bayern am Dienstag die Qualifikation fürs Achtelfinale sichern. „Jetzt gilt unsere ganze Konzentration erst einmal dem Hammerspiel gegen Bukarest. Dieses Spiel hat eine ungeheuere Bedeutung für uns. Mit einem Punkt können wir ins Achtelfinale vorstoßen und unser großes Ziel erreichen“, sagte Jürgen Klinsmann. Die Voraussetzungen sind jedenfalls gut: Bayern ist punktgleich mit Lyon Gruppenzweiter. „Jetzt wollen wir gegen Bukarest alles klar machen. Wir wollen nicht nach Lyon fahren mit dem Druck, dort etwas holen zu müssen“, sagte Bastian Schweinsteiger. Das sollte zu schaffen sein.

Und in der Liga? Da schnuppern die Bayern an der Tabellenspitze. „Wir machen nach wie vor Druck auf die zwei vor uns und haben die Herbstmeisterschaft weiter im Visier. Das ist absolut machbar. Wir kommen langsam dahin, wo wir hinwollen“, sagte Klinsmann. Und Philipp Lahm schickte gleich mal eine Kampfansage an den Spitzenreiter. „Wir holen Hoffenheim noch ein! Leicht wird das nicht, aber wir sind der FC Bayern!“, sagte Lahm. Gut für die Bayern, dass Leverkusen – der Gegner am kommenden Samstag – gegen Bielefeld patzte. Nun haben die Bayern aufgeschlossen. Spüren Hoffenheim und Leverkusen schon „den heißen Atem des FC Bayern“, wie Hoeneß es einst formulierte? „Ja. Die Gegner merken, dass wir kaum Federn lassen. Gegen Leverkusen spielen wir auf jeden Fall auf Sieg“, sagte Lahm. Der schwerere Gegner sei ohnehin Hoffenheim, meint Hoeneß: „Ich halte Hoffenheim für stärker als Leverkusen.“

Die Bayern sind wieder da – Mark van Bommel sagt warum: „Jetzt haben wir eine klare Hierarchie in der Mannschaft. Das war vorher nicht so.“ Die nächsten Wochen werden entscheiden, ob sich nach dem Holperstart für Klinsi doch noch alles zum Guten wendet.

jj, ta

Quelle: tz

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