Dietmar Hamann im tz-Interview

Sterling? "Das wäre einer für den FC Bayern"

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Raheem Sterling.

München - Dietmar Hamann analysiert im tz-Interview die Niederlage der Bayern in Porto. Dabei nennt er auch mögliche Nachfolger für Arjen Robben und Franck Ribéry.

Dietmar Hamann holte mit dem FC Bayern zwei Meisterschaften, den DFB-Pokal und den UEFA-Cup. Inzwischen verfolgt er seinen Ex-Klub als Experte für Sky. „Das Weiterkommen gegen Porto wird nach dem 1:3 gemein schwer“, sagt der 41-Jährige im tz-Interview. Erst recht nachdem die Bayern-Legende Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt ihren Rücktritt erklärt hatte. Die Bayern bedankten sich zwar für seine Dienste, allerdings muss es einen schwerwiegenden Vertrauensbruch gegeben haben.

Herr Hamann, wie erklären Sie sich den Fehlstart des FC Bayern in Porto?

Dietmar Hamann: Dazu müsste ich in die Köpfe der Spieler schauen können. In jedem Fall waren es krasse individuelle Fehler von Xabi Alonso und Dante. Wenn du dem Gegner zwei Tore vorgibst, dann kriegst du auch gegen einen Zweitligisten Probleme. Und Porto ist ein richtig starkes Team. Die haben nicht umsonst noch kein Spiel in dieser Champions-League-Saison verloren.

Wenn’s auch nächste Woche so bleibt, ist Bayern raus.

Hamann: Das dritte Gegentor schmerzt am meisten. Bei 1:2 wäre Bayern noch Favorit gewesen, jetzt nicht mehr. Mit Robben würde ich sagen, dass die Chancen 50:50 stehen. Immerhin könnte Franck Ribéry zurückkehren, das wäre nicht unwichtig.

Muss Bayern den geplanten Umbruch forcieren?

Hamann: Das hängt nicht von einem Spiel ab. Sie werden sich schon länger Gedanken in diese Richtung machen, die Jungs werden nicht jünger. Vor allem in der Offensive wird’s ab 30 oft schnell weniger.

Wen könnten Sie sich als Nachfolger für Ribéry und Robben vorstellen?

Hamann: Raheem Sterling vom FC Liverpool könnte ich mir gut auf rechts vorstellen, Eden Hazard vom FC Chelsea ist auf links aktuell der Beste in Europa. Auch Patrick Hermann (Gladbach) werden sie im Auge haben. Bei Marco Reus bin ich sehr skeptisch, ob er zu Bayern geht. Kevin De Bruyne brauchen sie in meinen Augen nicht. Wichtiger sind neue Flügelspieler und ein Innenverteidiger.

 Interview: Ludwig Krammer

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