Champions League

Dinamo Zagreb: Geht die Mauer-Taktik auch gegen den FC Bayern auf? 

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Bayern-Trainer Pep Guardiola.

München - In Kroatien ist Dinamo Zagreb eine Macht, international setzen sie auf die Mauer-Taktik. Werden Sie dem FC Bayern damit am Dienstag in der Champions League gefährlich?

Es sah schon einmal so einfach aus, und es wurde zu einer echten Schlitterpartie… WM-Achtelfinale, die deutsche Nationalmannschaft muss in Porto Alegre gegen Algerien ran. Es wird ein dramatisches Spiel mit Verlängerung gegen den Außenseiter aus Afrika. Für Lahm, Boateng & Co. dürften am Dienstag Erinnerungen wach werden, die deutschen Nationalspieler treffen auf Algeriens Superstar El Arbi Hillel Soudani. Er und Dinamo Zagreb sind erneut die Außenseiter, der Algerier und sein Team treten erneut bei einem Favoriten auf den Turniersieg an. Dabei sind die Kroaten die Außenseiterrolle nicht unbedingt gewohnt.

„Dinamo Zagreb war zuletzt zehnmal hintereinander kroatischer Meister und bringt immer wieder fantastische Spieler hervor“, sagte FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge mit viel Respekt vor dem Gegner. Er weiß: Der FC Bayern trifft am Dienstag auf ein unangehmes Team. Defensiv mit viel Erfahrung ausgestattet, offensiv mit viel Mut. Knapp 21 Jahre alt ist die Abteilung Angriff bei Dinamo im Durchschnitt, da werden Fehler schon mal verziehen. Zumal, wenn hinten nicht viel anbrennt. Gegen Topklub Arsenal verlegten sich die Kroaten komplett auf eine Kontertaktik. Folge: Die Gäste aus England hatten teilweise weit über 70 Prozent Ballbesitz in der ersten Hälfte, konnte aber trotz ihrer Topleute wie Özil, Alexis Sanches oder Giroud nicht viel ausrichten. Immer wieder prallten die Versuch am dichten Abwehrbollwerk Zagrebs ab.

Der FC Bayern ist defensive Mannschaften gewohnt

Wird das zähe Mann-gegen-Mann-Spiel also auch für den FCB zur Geduldsprobe? „Wir kennen das in der Bundesliga auch von ein paar Teams, dass es mehr Manndeckung als Raumdeckung ist“, sagte Jerome Boateng gestern gelassen. Ihn störte auch die Serie der Gäste von 45 Pflichtspielen ohne Niederlage in Folge nicht. „Das ist beeindruckend, aber dann wird es Zeit, dass man ihnen wieder eine Niederlage beibringt.“

Der Nationalspieler dürfte es wie in Brasilien mit Soudani zutun bekommen, in die vorderste Spitze stoßen aber auch Marko Pjaca und Marko Rog vor, beide 20 Jahre alt. Zudem, fast schon ein alter Hase, dürfte Junior Fernandes (26) auflaufen. Der Chilene hat bereits für Bayer Leverkusen gespielt, konnte sich letztlich aber nicht durchsetzen.

Klar ist: Bei den offensiven Tempofußballern wird es gerade auf die schnellen Boateng und David Alaba ankommen. Der Österreicher lief zuletzt vermehrt in der Innenverteidiung auf, bei einer Dreierkette dürfte er den Vorzug vor Javi Martinez bekommen. „David ist einer der wenigen, die überall spielen können. Er ist superschnell, stark am Ball, gut in den Zweikämpfen“, sagt Boateng. Nachteil: Den Algerier Soudani kennt der Ösi noch nicht.

mic

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