"Disco-Sound geht im Stadion nicht"

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Von Bonfire stammen FCB- und FCI-Hymne

München/Ingolstadt - Eine Band, zwei Vereins-Hymnen: Die Rocker von Bonfire, Interpreten der FC-Bayern- und der FC-Ingolstadt-Hymne, im tz-Gespräch.

Eine Band, zwei Vereins-Hymnen. „Das dürfte einzigartig sein“, sagt Claus Lessmann, Sänger der Hard-Rock-Band Bonfire aus Ingolstadt. Beim Testspiel des FC Ingolstadt gegen den FC Bayern spielten sie sowohl den „Stern des Südens“ (Text von Willi Astor) als auch das „Schanzer Herz“ im TUJA-Stadion.

Die tz hat sich vor der Partie mit Lessmann und Gitarrist Hans Ziller zum Interview getroffen.

Wie kam es dazu, dass Sie für zwei Vereine die Hymne aufgenommen haben?

Ziller:Beim FCI liegt das auf der Hand, weil wir Ingolstädter sind. Peter Jackwerth (der Aufsichtsratsvorsitzende, Anm. d. Red.) ist zu Landesliga-Zeiten, als er den Verein aufgebaut hat, an uns herangetreten. Für ihn sind wir hier die Nummer-Eins-Rock-Band.

Kein Problem, dass Sie bereits die Bayern-Hymne aufgenommen haben?

Lessmann:Überhaupt nicht. Wenn der Verein aus der eigenen Stadt in den Startlöchern steht, bin ich gerne dabei. Mein Herz schlägt rot, und diese Farbe tragen beide Vereine.

Im Schanzer-Lied heißt es, dass der Meistertitel das Ziel ist. Muss das nach dem erneuten Aufstieg nicht korrigiert werden?

Lessmann:Glaube ich gar nicht. Der Anspruch muss immer sein, besser als der Gegner zu sein.

Fußball und Hard Rock: Das passt zusammen…

Lessmann:Logisch. Eine bessere Verbindung gibt es ja fast gar nicht. Die Wildheit und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Fans sind bei einem Rockkonzert nicht anders. Fußball und Hard Rock leben von positiver Power und Aktion. Der einzige Unterschied: Wir haben keine Gegner beim Konzert.

Ziller:St. Pauli und der FC Ingolstadt spielen zum Beispiel beim Einlauf ins Stadion AC/DC. Disco-Sound geht da nicht.

Warum tragen Fußballer heute keine langen Haare mehr?

Ziller:Das ist einfach nicht mehr modern.

Lessmann: Ich glaube, der DFB hat einen Deal mit der Friseurinnung (lacht).

Warum sind Sie Musiker und nicht Fußballer geworden?

Ziller:Als Fußballer hätte ich es nicht weit gebracht.

Lessmann:Mit den Beinen geht das gar nicht (lacht). Jeder geht seinen Talenten nach. Eine Garantie, dass man dann erfolgreich ist, gibt es nirgendwo – auch nicht als Metzger.

Interview: TK

Quelle: tz

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