Gremios Ex-Präsident Kroeff über den FCB-Star

"Costa kann an Ronaldo und Messi herankommen"

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Immer höher hinaus! Douglas Costa hat diese Saison nicht nur fünf Tore erzielt, er ist mit 14 Assists auch Bayerns bester Vorbereiter.

München - Doda Kroeff, der bei Grêmio Porto Alegre Präsident war, als Douglas Costa dort in der Jugend spielte, ist begeistert vom Bayern-Star. Er traut ihm Großes zu.

Selbst für Reporter ist Douglas Costa viel zu schnell. Ganz unbemerkt flitzte der Bayern-Brasi nach dem 4:0 der Bayern gegen Olympiakos durch die Mixed Zone, dabei hatte er doch den Sieg mit seinem Führungstreffer zum 1:0 eingeleitet. Kurz vor dem Aufzug erwischte die tz Costa doch noch. Und der gab sich gewohnt bodenständig. „Zusammen haben wir heute eine starke Partie abgeliefert“, sagte Costa der tz. „Von Tag zu Tag fühle ich mich wohler in München, ich bin sehr glücklich hier und freue mich, wenn ich das auf dem Platz zeigen kann.“

Zum Vergleich: Angel di Maria kommt bei Paris St. Germain nur schwer in die Gänge, hat gerade einmal fünf Saisontore erzielt. Dabei stand er ursprünglich auf der Liste von Michael Reschke, als der technische Direktor des FCB letzten Sommer zur Copa América nach Chile gereist war. Pep Guardiola hatte als Ersatz für den verletzungsanfälligen Franck Ribéry aber an jemand anderen gedacht: Douglas Costa. Doch den Wunsch des Bayern-Trainers begleiteten Zweifel, ob Costa die Erwartung erfüllen könne.

Doda Kroeff, der bei Grêmio Porto Alegre Präsident war, als Costa dort in der Jugend spielte, sagt, dass ihm stets etwas gefehlt habe, das Pep und der FCB dem 25-Jährigen nun gegeben hätten. Kroeff zur tz: „Douglas Art zu spielen passt zur Mannschaft, der eine tut dem anderen sehr gut, verstehen Sie? Er passt zu Bayern wie der Fußball, der dort gespielt wird, zu ihm.“ Vor allem aber tun ihm die Streicheleinheiten von Pep Guardiola gut. „Der Einfluss von Pep ist ohne Zweifel sehr groß“, so Kroeff.

Dass Douglas Costa derzeit den wohl süßesten Moment seiner Karriere erlebt, hat auch damit zu den, dass er den Worten seines Trainers und neuen Gurus gefolgt ist. Umgekehrt ist Costa auch schon einer von Peps Lieblingsspielern – den er entschlossen verteidigt. Als Arjen Robben Costa wegen eines – wie er meinte – übertriebenen Zirkus-Tricks beim 3:0 gegen Leverkusen kritisierte, sprang Guardiola Costa zur Seite, verglich ihn mit Neymar und sagte, dass er ein großes Herz habe.

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Zuvor hatte es lange so ausgesehen, als ob Costa als jemand enden würde, der zwar will, am Ende aber doch nicht kann. „Seit der letzten Länderspielwoche dürfte er auch bei der Nationalmannschaft ‚titularíssimo‘ sein“, sagt Kroeff, wobei „titularíssimo“ die Steigerung von Stammspieler meint. Am letzten Dienstag schoss Costa in der WM-Quali beim 3:0 gegen Peru ein Tor selbst und bereitete die zwei anderen vor. Sogar Barça-Star Neymar, die große Attraktion in der Arena Fonte Nova in Salvador da Bahia, stellte der Münchner in den Schatten.

Der Wechsel von Donezk nach München war demnach nicht nur ein Schritt, sondern ein wahrer Sprung, der ihn auch als Person weitergebracht hat. Doda Kroeff: „Er war es schon gewohnt, weit weg von zu Hause zu sein. Aber ich habe den Eindruck, dass er in Deutschland viel glücklicher ist als in der Ukraine. Verständlich, ist es doch eines der besten Länder zum Leben.“

Costa hat es geschafft, Kroeff glaubt aber, dass es noch höher hinaus geht. „Er wird sich sicher noch weiter verbessern“, sagt der Ex-Präsident von Grêmio Porto Alegre. „Er ist kein Superstar wie Messi oder Ronaldo. Aber er kann an sie herankommen.“ Bei Grêmio hatten sie ihn – wie davor Anderson (Porto und United) – auch schon als den neuen Ronaldinho bezeichnet. Und Doda Kroeff meint: „Douglas ist gar nicht mehr weit von ihm weg.“

Martina Farmbauer

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