Bayern- und WM-Doc Müller-Wohlfahrt

"Mull" verrät: So eng war es bei Neuer, Schweini und Lahm

Der Medizin-Meister betrachtet sein "Werk": Dr. Müller-Wohlfarth (l.) sieht zu, wie Bastian Schweinsteiger und Co. den WM-Titel bejubeln.

München - Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt ist der Mann, dem die Spieler des FC Bayern und des DFB-Teams blind vertrauen. Nun hat "Mull" offenbart, wie knapp es bei den "Sorgenkindern" Schweinsteiger, Neuer und Lahm vor der WM war.

Als sich im DFB-Pokalfinale zwischen den Bayern und Borussia Dortmund erst Philipp Lahm (Kapseleinriss im Sprunggelenk) und dann auch noch Manuel Neuer (Kapseleinriss am rechten Schultereckgelenk) verletzte, wurden die Sorgenfalten im Gesicht von Bundestrainer Joachim Löw immer tiefer.

Ausgerechnet zwei absolute Stammspieler angeschlagen vor dem WM-Turnier? Dazu noch ein angeschlagener Bastian Schweinsteiger, der gar nicht erst bei Bayerns Pokaltriumph mitwirken konnte - ein Fall für Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt.

"Hätte es nicht geklappt, wäre ich dran gewesen"

Der Mann, dem die wichtigsten Profisportler der Welt vertrauen, ist sowohl Teamarzt beim FC Bayern als auch in der Nationalmannschaft. Und nun hat der 71-Jährige mit dem Spitznamen "Mull" verraten, dass er ein hohes Risiko gegangen war, als Löw ihn um eine Einschätzung bat, ob er die drei Schlüsselspieler für die WM nominieren könne.

"Dass Neuer, Schweinsteiger und Lahm mitgefahren sind, war ganz alleine meine Entscheidung. Kaum einer hat doch geglaubt, dass sie bei der WM spielen werden. Jogi rief mich an und fragte, wie es aussieht. Ich habe ihm gesagt: Gib mir Zeit, ich bekomme das schon hin", sagte der Wunder-Doc am Rande der Verleihung des Bayerischen Sportpreises, bei der Müller-Wohlfarth als "Förderer des Sports" ausgezeichnet wurde.

Und wie er die Drei hinbekam! Lahm, Neuer und Schweinsteiger - neben Thomas Müller die Eckpfeiler des WM-Titels! Und der Teamarzt war sich des Risikos bewusst: "Hätte es nicht geklappt, wäre ich doch dran gewesen."

Und noch eine weitere wichtige Personalentscheidung des Bundestrainers geht zurück auf eine Entscheidung Müller-Wohlfarths: Sami Khedira musste kurz vor dem Anpfiff des WM-Finales gegen Argentinien passen, wurde durch Christoph Kramer ersetzt. Der Doc hatte beim Warmmachen entdeckt, "dass bei Khedira was nicht stimmt. Ich habe in seiner Wade gespürt, dass ein Muskel zu viel Spannung hatte." Khedira und Löw vertrauten der Erfahrung des Arztes, am Ende stemmte alle gemeinsam den WM-Pokal in den Nachthimmel von Rio de Janeiro.

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