Neuer Moderator im tz-Interview

Doppelpass mit den Bayern-Stars? Helmer über seine Ideen

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Ex-FCB-Star und 96er-­Europameister Thomas Helmer übernimmt die Moderation des Doppel­pass.

München - Am heutigen Sonntag kehrt der Sport1-Doppelpass aus der Sommerpause zurück - mit dem neuen Moderator Thgomas Helmer. Im tz-Interview spricht er über seine Ideen mit den Bayern-Stars und welche Gäste er sich wünscht.

Der Sender hat gewerkelt, die Zuschauer erwartet ein neuer Rasenteppich, ein neuer Tisch und eine neue Monitorwand. Vor allem werden sie von einem neuen Gesicht begrüßt. Thomas Helmer ist der neue Moderator, er löst Jörg Wontorra als Frontmann ab. Ganz neu ist diese Aufgabe nicht für ihn, als Wonti-Ersatz moderierte der 50-Jährige bereits 24 Mal den Doppelpass. Doch jetzt übernimmt er das Ruder komplett – und erzählt in der tz, wie er sich die Sendung künftig vorstellt.

Herr Helmer, am Sonntag sind Sie zum ersten Mal der neue Chef im Volkswagen-Doppelpass. Keine ganz neue Erfahrung, sind Sie trotzdem angespannt?

Helmer: Ich habe immer eine positive Anspannung, wenn ich in die Sendung gehe. Die muss man auch immer haben, glaube ich. Aber die Freude überwiegt. Es ist schon etwas Besonderes.

Vom Experten zum Moderator, was ändert sich?

Helmer: Als Experte ist es wesentlich einfacher – und mit weniger Arbeitsaufwand verbunden (lacht). Jetzt heißt es für mich, ab Samstagnachmittag mit meiner Redaktion vor dem Fernseher zu sitzen und Bundesliga zu gucken. Auf der Basis der aktuellen Ereignisse müssen wir entscheiden, welche Themen für die Sendung wichtig sind. Und dabei müssen wir auch immer unseren Gast und seinen Verein im Blick haben und gucken, was da so passiert. Da sitzen wir abends locker bis zehn oder elf Uhr…

Was empfinden Sie als größte Herausforderung?

Helmer: Die Sendung zu lenken. Das ist wie in jedem Fußballspiel – da haben die Trainer auch einen Plan, der aber selten komplett aufgeht. So ist es in der Sendung auch, es gibt immer wieder Unwägbarkeiten. Schließlich weiß man nie, wie die Gäste bei bestimmten Fragen reagieren. Ich muss genau zuhören, was sie sagen und ein Gefühl dafür entwickeln, wer darauf antworten könnte. Und nebenbei habe ich noch die Regie auf dem Ohr, die mir Anweisungen gibt. Wann wir in die Werbung gehen, wann wir Einspieler senden – das ist über zwei Stunden ziemlich anspruchsvoll.

Hat Ihnen Jörg Wontorra da etwas aus seinen elf Jahren Doppelpass-Erfahrung mit auf den Weg gegeben?

Helmer: Ich habe Wonti bewundert. Er war in jeder Sendung mit voller Begeisterung dabei, auch wenn er mal krank war. Diese Begeisterung mitzubringen und auch auf die Zuschauer zu übertragen, nicht nur auf die im Saal, sondern auch auf die vor dem Fernseher, das fand ich schon bemerkenswert. Und er hatte immer eine sehr gute Art, Gesprächspartnern Details zu entlocken, die sie eigentlich nicht verraten wollten.

Was wird sich beim Doppelpass ändern?

Helmer: Das Format hat sich ja über Jahre bewährt, der Doppelpass ist eine feste Institution. Das Frühstücksfernsehen am Sonntag würde ich es nennen. Aber natürlich müssen wir auch mit der Zeit gehen und wollen vor allem die jüngeren Leute für die Sendung begeistern.

Was schwebt Ihnen da vor?

Helmer: Ich würde gerne mal den ein oder anderen Spieler in die Runde holen, vielleicht auch live dazuschalten. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn sie gemeinsam mit dem Trainer oder Manager ihres Vereins kommen würden. Natürlich weiß ich, dass das sehr schwierig ist – schließlich sitzen ja auch immer hartnäckige Journalisten in der Runde. Zunächst wäre es dafür wichtig, mit den Spielern oder Vereinen zu sprechen, ihnen mögliche Bedenken zu nehmen.

Ein Thomas Müller würde perfekt passen…

Helmer: Thomas ist super. Aber nicht nur er, Philipp Lahm könnte ich mir auch sehr gut im Doppelpass vorstellen. Oder auch Holger Badstuber, wenn ich jetzt spontan an den FCB denke. Generell sehe ich da in der Bundesliga eine ganze Menge Spieler, denen ich das zutraue. Ich habe sogar schon mal mit ein, zwei Spielern gesprochen – die waren nicht abgeneigt.

Vom FC Bayern sah man zuletzt, wenn überhaupt, nur Markenbotschafter Paul Breitner, von den Verantwortlichen keinen. Ändert sich das mit einem Ex-FCB-Star als Moderator?

Helmer: Natürlich versuchen wir immer wieder, einen Verantwortlichen des FC Bayern in die Sendung zu bekommen. Ich glaube, dass Matthias Sammer bald zu Gast sein wird bei uns. Ich kann es natürlich nicht garantieren, aber ich habe ein gutes Gefühl. Vielleicht schaffen wir es sogar, ihn kommendes Wochenende zur Doppelpass-Sendung zum Bundesliga-Start zu locken. Das wäre super.

Interview: Sven Westerschulze

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