Schon sechs Punkte Vorsprung

Doppelschlag von Behringer und Lewandowski: FCB zieht davon

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Bayerns Frauen bejubeln den Führungstreffer von Gina Lewandowski.

FC Bayern München (Frauen) - Die Mannschaft von Thomas Wörle ist nicht aufzuhalten. Nach dem Sieg gegen den SC Sand haben Bayerns Frauen schon sechs Punkte Vorsprung.

Alex Fischinger hat eine Art, man könnte dem Coach des SC Sand stundenlang zuhören. Gestern Nachmittag plauderte er charmant über das Gastspiel beim FC Bayern, bemerkenswert charmant sogar Gedenk der Tatsache, dass es 0:2 verloren gegangen war. Die Bayern hätten dem Überraschungsteam dieser Saison „am meisten abverlangt“, sagte er, obwohl er schon die Kaliber Wolfsburg und Potsdam geschlagen hat.

Die Münchnerinnen seien „zurecht Erster“, lobte er und schloss die Analyse mit einem Bonmot: Seine frühere Spielerin Melanie Behringer habe am Mittwoch Geburtstag, er habe ein Geschenk für sie dabei. „Aber sie hat jetzt schon gegen uns ein so starkes Spiel machen dürfen und einen Elfmeter verwandeln – ich glaube, ich nehme wieder ein paar Pralinen aus ihrer Schachtel heraus.“ Kleine süße Strafe.

Melanie Behringer wird es verschmerzen, sollte ihr ehemaliger Trainer ernst machen. Punkte schmecken besser als Pralinen, die Bayern sind nun seit 31 Ligaspielen ohne Niederlage. „Es war heute nicht so schön anzuschauen“, sagte Vicky Schnaderbeck, „aber es sind drei Zähler, darum geht es.“ Die Münchnerinnen hatten sich gegen den Tabellendritten schwer getan, die zwei frühen Tore von Gina Lewandowski (11. Minute) und Melanie Behringer (16.) ließen Schlendrian aufkommen, und dass die Partie eine Windlotterie war, tat das Übrige.

„Sand hat gezeigt, dass sie eine zähe Nummer sind“, sagte Thomas Wörle, „unsere Tore fielen etwas zu einfach, danach ist dann unser Spiel abgeflacht.“ Der Bayern-Trainer war dennoch nicht unzufrieden: „Man darf meiner Mannschaft auch mal so ein schwä- cheres Spiel zugestehen, solange sie gewinnt.“ Die Tore seien nach zwei Standards glücklich gefallen, „sonst kam nicht viel von uns, es wurde kaum ein gepflegter Ball gespielt“. Sand habe es „uns schwer gemacht, auch der Wind war ein echtes Problem, vor allem bei Kopfbällen“, sagte Gina Lewandowski, die aber bei ihrem 1:0 einen Freistoß von Melanie Behringer dennoch perfekt verwertete.

Bereits am Freitag müssen die Bayern in Leverkusen antreten. „Da werden wir stärker sein“, sagte Wörle, „meine Spielerinnen haben selbst gemerkt, dass das keine Glanzleistung war.“ Auch im Pokalviertelfinale am 9. Dezember muss eine Steigerung her, ein Auswärtsspiel in Bremen steht an. „Es wird schwer, sich da durchzubeißen“, sagte Wörle, während sein Amtskollege Fischinger bereits eine Runde weiter dachte: „Vielleicht treffen wir ja auf dem Weg zum Finale in Köln noch einmal aufeinander.“ Dann ohne Pralinen. Mal sehen, wer dann wen verputzt.

Quelle: fussball-vorort.de

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