Neuzugang mit starkem Auftritt in Peking

Douglas dreht auf - doch Müller warnt

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Kaum zu halten: Costa gegen Valencia.

München - Neuzugang Douglas Costa soll beim FC Bayern künftig eine Alternative zu Arjen Robben und Franck Ribéry sein. Thomas Müller warnt allerdings vor übertriebenen Erwartungen an seinen neuen Mitspieler.

Abseits des Platzes wirkt er noch ein wenig unscheinbar. Schließlich spricht Douglas Costa weder Deutsch noch Englisch, der Größte ist er mit 1,70 Metern auch nicht. Doch so schüchtern der Neuzugang des FC Bayern außerhalb des Rasens noch ist, so sehr dreht er im Rampenlicht auf. Beim 4:1-Sieg gegen Valencia spielte der Brasilianer frech auf und belohnte sich mit dem Assist zu Thiagos Treffer zum 3:1 (54.). Wie schon beim Telekom Cup glänzte er als Vorbereiter und ließ seine Klasse aufblitzen – wenn auch nur ansatzweise. Der 24-Jährige trainiert ja auch erst seit einer Woche mit dem Team.

30 Millionen Euro haben die Münchner für den Mann auf den Tisch gelegt, der Arjen Robben und dem derzeit noch verletzten Franck Ribéry Konkurrenz auf den Außenbahnen machen soll. Im ersten Spiel auf der Chinareise zeigte Costa, dass er das Zeug dazu hat. Vor allem in der ersten Halbzeit war der Flügelflitzer kaum zu halten, ließ seine Gegenspieler häufig mit schnellen Dribblings alt aussehen. Beim ersten Mal bediente er Thiago, der jedoch am Pfosten scheiterte (24.). Wenig später suchte der Neuzugang selbst den Abschluss, setzte die Kugel aber knapp am Kasten vorbei (33.). In Hälfte zwei strich er dann den verdienten Lohn ein, als Thiago es diesmal besser machte und eine flache Hereingabe des kleinen Wirblers ins Netz drückte (54.).

„Mein Vorbild bei Bayern ist Ze Roberto. Er ist genau wie ich ein Linksfuß gewesen und ein sehr guter Techniker. Bei den Bayern hatte er eine gute Zeit“, so Costa. Und genau diese Aktionen sind es, die den Bayern ohne Robben und Ribéry abgehen – Costa soll da künftig Abhilfe leisten. Thomas Müller warnt allerdings vor übertriebenen Erwartungen an seinen neuen Mitspieler: „Wir tun gut daran, wenn wir den Ball flach halten und ihn, wie jeden anderen Spieler auch, seine Arbeit machen lassen.“ Dennoch befand auch der Doppeltorschütze, dass Costa „einen Schuss Spritzigkeit“ mit ins Spiel der Roten bringe. Den deutschen Weltmeister hat der Brasi, der bei der historischen 1:7-Pleite im WM-Halbfinale nicht im Kader seines Landes stand, schon überzeugt. „Er wurde als Spieler geholt, der seine Stärken im Eins-gegen-Eins hat und uns absolut weiterbringen soll. Das hat er bisher auch gezeigt“, lobte der Urbayer den Neubayern.

„Ich versuche so schnell wie möglich viel zu lernen. Noch ist alles neu für mich. Ich will hier viele Titel holen“, so Costa. In China kann er noch zweimal zaubern. Was er wirklich drauf hat, muss er ab 14. August zeigen. Dann beginnt die Bundesliga.

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sw

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