Liga der Verletzten

Das Duell: Badman und Robben gegen den Joker

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Eine Choreografie mit den Abbildern von Franck Ribery und Arjen Robben.

München - Bereit beim Pokal-Halbfinale 2015 mussten es Badman und Robben für den FC Bayern richten. Jetzt droht Mario Mandzukic seinem Ex-Verein als Bösewicht „Joker“. Kommen Badman und Robben dagegen an?

Mario Mandzukic hat nur ein Ziel: Gegen die Bayern zu spielen! Der Torjäger, der seit 28. Januar aufgrund einer Wadenverletzung passen muss, scheint zu allen Mitteln bereit, um gegen seinen Ex-Klub auf dem Feld zu stehen – und wird dafür auf die Zähne beißen. Der Beginn der Saison lief für den Kroaten sehr gut. Er war einer von Allegris Unantastbaren, bildete mit Paulo Dybala den Sturm der Alten Dame und knipste in 22 Seria-A- und CL-Partien neunmal. Jetzt ist sein einziger Wille, in beiden Spielen gegen die Bayern aufzulaufen.

Geht man alleine von seinem Optimismus aus, wird er es auch problemlos schaffen. Vor drei Tagen lud der Knipser mit seinem Handy eine Fotomontage hoch, die sein Gesicht in das des bösen Jokers aus Batman verwandelt hatte. Was der Kroate dabei nicht bedacht haben dürfte, ist, dass die Fans der Münchner bereits beim Pokal-Halbfinale vergangene Saison gegen Dortmund eine Choreographie inszeniert hatten, die Ribéry als Batman und Robben als Robin zeigten. Mandzus Problem: Batman und Robin gewinnen für gewöhnlich gegen den Joker.

In Sachen Verletzungen dürften beide Mannschaften mittlerweile aber gleichauf liegen. Mandzukic wird es wohl schaffen, dafür gibt es noch einige, die angeschlagen oder gar nicht spielen werden. Und wir reden hier nicht von irgendwelchen Bankwärmern. Die letzten beiden Schrecken gingen von Alex Sandro und Juan Cuadrado aus. Der Brasilianer verspürte einen starken Schmerz im Muskel und musste darauf die Einheit am Dienstag abbrechen. Der Kolumbianer holte sich beim Sieg gegen Neapel eine Stauchung des Sprunggelenks, die ihn allem Anschein nach aber nicht daran hindern soll, gegen die Münchner spielen zu können. Das Wort „Verletzungen“ steht nach über 40 Blessuren bei Juventus Turin mittlerweile komplett auf dem Index. Es hat alle erwischt.

Geht es nach den Ärzten, sind fehlende Ruhephasen schuld an dieser Plage. In der Tat: Mit 38 Spielen in der vergangenen Saison stehen die in diesem Ranking auf Platz eines in Italien, im August kam noch der Trip nach Shanghai dazu, wo Juventus den Supercup gewann. Soweit die physische Belastung, der man zusätzlich noch die physische Belastung nach dem horrenden Start in die Liga anrechnen muss, der in einer historischen Aufholjagd (von -11 auf +1 Punkte) von Juve mündete.

Dieser Kraftakt hat aber seine Spuren hinterlassen, und mit der Rückkehr der Champions League könnten noch mehr folgen. Ganz allein darin liegt die einzige Hoffenung des SSC Neapel, alleiniger Titelrivale des Champions-League-Finalisten der vergangenen Saison im Rennen um den Scudetto. Und die Bayern? Könnten ebenfalls von der Müdigkeit der Bianconeri profitieren, um Juve ohne große Anstrengungen aus dem Weg zu räumen. Am Ende sind und bleibt das aber nur Wunschdenken einzelner Parteien. Der legendäre Titelhunger von Juventus Turin ist öftmals um einiges größer als die Sorgen. Und wer weiß: Vielleicht geht ja dieses Mal ausnahmsweise der Joker als Sieger vom Platz…

Mirko Calemme

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