"Eine Frechheit, wie er mit uns umgeht"

Nach Streit mit Sammer: Eberl schimpft auf Kurt

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Gladbachs Manager Max Eberl ist sauer auf sein Nachwuchs-Talent Sinan Kurt.

München - Nächste Runde im Transfer-Streit zwischen Gladbach und Bayern: Nach Sammer nimmt sich Borussia-Manager Max Eberl nun Sinan Kurt  (17) zur Brust.

Da ist aber einer richtig sauer! Erst vor kurzem hat Gladbachs Manager Max Eberl scharf gegen Bayerns Sportchef Matthias Sammer geschossen - jetzt schimpft er auch noch auf seinen eigenen Nachwuchs-Spieler Sinan Kurt. Das ist insofern nicht verwunderlich, als dass der 17-Jährige der Stein des Anstoßes für den Transfer-Zwist zwischen den Fohlen und dem FCB ist.

Wie berichtet hatten sich Sammer und Eberl mehrfach am Telefon über den Wechsel von Bayern II-Talent Alessandro Schöpf nach Gladbach unterhalten. Vom Interesse der Bayern am Gladbacher Jung-Nationalspieler Kurt erfuhr Eberl pikanterweise aber nicht von Sammer, sondern per Zufall durch FCB-Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen. Schwer enttäuscht zeigt sich Eberl jetzt nicht nur von den Münchnern. Er fühlt sich auch von Kurt hintergangen.

Eberl sauer auf Kurt

In der Bild-Zeitung findet der Gladbach-Manager klare Worte: "Eine Frechheit, wie Kurt mit uns umgeht!" So habe es erst kürzlich ein gemeinsames Gespräch mit Kurts Berater Lucien Favre gegeben, um dem 17-Jährigen seine Perspektiven in Gladbach aufzuzeigen. "Und was macht Sinan? Fünf Tage später verhandelt er mit den Bayern." Eberl ist sauer.

Was das für Kurt bedeutet, bleibt abzuwarten. Eines sollte er aber laut Eberl bedenken: "Wo es einfacher ist, durchzustarten." Und da scheinen die Vorzeichen klar zu sein: Bei den Bayern wäre Kurt am Anfang nur für die zweite Mannschaft gesetzt, bei Gladbach könnte er bald sein Bundesliga-Debüt feiern. Und das habe er bis vor ein paar Wochen noch als sein Wunschziel ausgegeben, meint Eberl.

Kurt spielt bei Gladbach keine Rolle mehr

Egal wie der Transfer-Knatsch am Ende ausgeht: Auf Nachwuchs-Talent Kurt scheinen harte Zeiten zuzukommen. Ob ein Wechsel zu den Bayern überhaupt stattfindet, hängt zuerst von Gladbach ab, stellt Eberl klar. Kurt habe einen gültigen Vertrag - über die Freigabe entscheide der Verein und nicht der Spieler selbst. Verpokert hat sich der 17-Jährige dagegen schon bei Gladbach. Eberl: "Bei uns spielt er im Profi-Kader in nächster Zeit keine Rolle mehr."

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sg

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