Eine Prise Leichtigkeit

Thiago: Die Schlüsselfigur der Bayern-Gala

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Der Türöffner: Per Kopf bringt der gerade 1,72 Meter kleine Thiago (l.) den FC Bayern bereits in der 14. Minute auf Kurs.

München - Eine Prise Leichtigkeit: Rückkehrer Thiago Alcantara war die Schlüsselfigur bei der Münchner Gala gegen den FC Porto.

Im ersten Moment hatte Hector Herrera Glück, aber ein paar Sekunden später wäre ihm Pech doch lieber gewesen. Viele Schiedsrichter hätten die Gelbe Karte gezogen, als der Mittelfeldspieler des FC Porto seinen Gegenspieler Thiago umschubste. Martin Atkinson jedoch ließ weiterspielen, was Herrera einerseits entgegen kam, andererseits aber zur Folge hatte, dass das Spiel halt weiterging. Thiago stand also auf, lief in den Strafraum und köpfte das 1:0.

Ein Viertelstündchen nach diesem 1:0 war die schwierige Ausgangslage der Bayern nur noch eine verschwommene Erinnerung, aber bis zu Thiagos erlösendem Führungstor hatte eben doch sehr viel auf dem Spiel gestanden. Ein frühes Tor, klar, wäre wertvoll, nur musste einer die Floskel auch in die Tat umsetzen. Dass es der kleine Thiago (1,72 m) per Kopf war, ist ebenso kurios wie schlüssig. An dem Spanier lassen sich alle Debatten der vergangenen Wochen festmachen.

Ausgiebig und vollkommen zurecht hatten die Bayern auf ihre stetig wachsende Zahl von Verletzten hingewiesen, die selbst sie mit ihrem Luxuskader nicht mehr hatten kompensieren können. Mit Franck Ribery und Arjen Robben waren (und sind) zwei besonders dominante Offensivspieler außer Dienst, dazu einige Leistungsträger aus dem zentralen Mittelfeld. Umgekehrt haben die Münchner Anfang des Monats mit Thiago einen Profi zurückbekommen, der im Zentrum zuhause ist und mit seiner Kreativität, der feinen Technik und Übersicht für das Offensivspiel von unschätzbarem Wert ist. Während immer mehr Stars sich verabschiedeten, schlug er die Gegenrichtung ein. Mit ihm, sagte Landsmann Pepe Reina, „ist das Spiel ein anderes“.

Und natürlich war Thiago (24) auch der Mann, dessen Name in der Kontroverse um Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt besonders häufig genannt wurde. Seine ein Jahr währende Pause nach drei Innenbandverletzungen und die umstrittene Behandlung in Barcelona waren der Nährboden für den Disput zwischen Pep Guardiola und dem ewigen Bayern-Arzt.

Nun also das 1:0 gegen Porto. Thiago hat viele sehenswerten Szenen gehabt in dieser rauschhaften ersten Halbzeit. Oft waren es Miniaturen. Eine artistische Ballannahme hier, ein Dribbling dort, zwischendurch einer von diesen Pässen, die in Räume gehen, die eben noch gar nicht existierten. Er verlieh dem Auftritt seiner Mannschaft Struktur und Stabilität. Vor allem aber war Thiago Alcantara der Mann, der das Spiel der Bayern leicht machte. Weil er umfiel und sofort wieder aufstand.

Marc Beyer

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