Nächster Bayern-Gegner

Mutige Frankfurter: Die Eintracht-Hoffnung ist digital

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Sollen Eintracht Frankfurt vor dem Abstieg bewahren: Die ehemaligen Bayern-Profis Robert (l.) und Niko Kovac haben in der Main-Metropole das Sagen.

Frankfurt - Als krasser Außenseiter reist Eintracht Frankfurt zum FC Bayern. Doch nicht nur ein Blick in die Hinrunde kann als Mutmacher für die abstiegsbedrohten Hessen dienen.

Die wohl letzte Hoffnung von Eintracht Frankfurt auf den Klassenerhalt ist gerade einmal 1,2 Millimeter dick, 15,9 Gramm leicht und hat einen Durchmesser von 12,0 Zentimetern. Auf einer Disc, verriet Trainer Niko Kovac, habe er seinen Masterplan mit Übungen und Ideen gespeichert. "Und wir arbeiten täglich daran, uns im technischen und taktischen Bereich zu verbessern", sagte der 44-Jährige der Bild.

Ob das alleine allerdings genug ist für ein versöhnliches Ende? Wegen der Länderspielreisen diverser Leistungsträger war die Zeit knapp bemessen, sich in aller Ruhe und in vollem Umfang auf das Spiel beim Spitzenreiter Bayern München am Samstag (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) vorzubereiten. Und dennoch sagte Kovac dem Fachmagazin kicker aus voller Überzeugung: "Wir fahren dorthin und wollen überraschen!"

Die Zuversicht des ehemaligen kroatischen Nationalspielers und -Trainers fußt in erster Linie auf dem Engagement seiner Schützlinge, das Kovac sowohl im Training als auch in den bisherigen zwei Punktspielen unter seiner Regie auf einem "wirklich hohen Niveau" ansiedelt. "Mehr Meter machen als der Gegner und Ärmel hochkrempeln", lautet die Devise am Main. Und Kovac lebt sie selbst vor.

Kovac-Brüder noch auf Wohnungssuche

Mit seinem Bruder und Co-Trainer Robert (41) stellt er beispielsweise die knifflige Wohnungssuche in der Bankenmetropole hinten an, um sich voll und ganz auf seinen Job zu konzentrieren. Immer wieder unterbricht er während der Trainingseinheiten dabei Übungen und erläutert, was ihm missfällt - oder lobt, wenn etwas gefällt. "Heute wollen die Spieler ja wissen, warum sie was machen müssen", begründet Kovac sein Vorgehen. Bei den Spielern kommt das an.

Glänzten diese unter Ex-Trainer Armin Veh oftmals mit Angsthasen-Fußball - beim 0:0 im Hinspiel gegen die Bayern etwa fehlte jegliches Offensiv-Bemühen - präsentieren sich die Frankfurter mittlerweile zumindest verbal mutig. "Ich freue mich auf dieses Spiel, auf die Herausforderung, sich mit solchen Gegnern messen zu dürfen", sagte Offensivspieler Änis Ben-Hatira vor der Reise nach München Frankfurter Medien.

"Bayern einer der weltweit besten Mannschaften"

Eine "große Vorfreude" empfindet auch Niko Kovac, der mit den Bayern Meister, DFB-Pokal-Sieger und Weltpokal-Sieger wurde. Eine Chance sehe er aber nur, "wenn wir in der Abwehr unsere Ordnung halten. Bayern ist weltweit eine der besten Mannschaften, dort haben es alle Teams schwer."

Auf eine Stufe mit dem Rekordmeister, dessen ist sich Kovac natürlich bewusst, wird er die Diva vom Main niemals hieven können. Dass bei den Hessen aber deutlich mehr Potenzial vorhanden ist, als es der aktuelle Tabellenplatz 17 vermuten lässt, davon ist Kovac überzeugt.

"Die Eintracht ist ein schlafender Riese. Aus so einer Situation kann man gestärkt herausgehen", meint Kovac. "Mit dem Zauberstab" gehe das zwar nicht - aber vielleicht ja mit einer CD?

sid

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