Entgleisung kommt erst jetzt raus

Pinkel-Eklat um Großkreutz nach Bayern-Spiel

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Um Kevin Großkreutz gibt es erneut Ärger.

München – Eklat um Nationalspieler Kevin Großkreutz: Nach der Pleite des BVB im Pokalfinale gegen den FC Bayern soll der Dortmunder in eine Hotel-Lobby gepinkelt haben. Der Vorfall kommt erst jetzt ans Licht.

Er ist ein Heißsporn. Ein Typ. Aber auch einer, der aneckt, polarisiert und über die Stränge schlägt. Gerade ist die Kölner Döner-Affäre um Dortmunds Mittelfeldstar Kevin Großkreutz (25) verraucht, da kommt ein neuer Vorfall ans Licht. Der Nationalspieler war nach tz-Informationen nach dem verlorenen Pokalfinale gegen Bayern München (0:2) in Berlin in eine Schlägerei verwickelt.

Um 1.30 Uhr begann die Dortmunder Frust-Party im Berliner Szene-Club „Kraftwerk“. Anschließend gab Trainer Jürgen Klopp (46) den offiziellen Befehl zum „Kampftrinken“. Großkreutz hörte auf seinen Coach, gab mächtig Gas.

Gegen 6 Uhr ging es dann mit Freunden ins Hotel „Berlin, Berlin“.

Dort soll er in der Lobby volltrunken gegen eine Säule gepinkelt haben und sich anschließend mit einem Hotelgast angelegt haben. Als die Polizei kam, war Großkreutz allerdings schon wieder weg.

Nach tz-Informationen ist bislang keine Anzeige gegen Großkreutz erstattet worden. Es gibt auch keinerlei Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Doch der Vorfall sorgte im DFB-Lager in Südtirol für mächtig Ärger. Der BVB-Star musste bei Bundestrainer Joachim Löw (54) und Manager Oliver Bierhoff (46) zum Rapport antanzen.

Bierhoff: „Wir haben mit Kevin gesprochen und ihm noch einmal ganz klar gesagt, was wir von einem Nationalspieler erwarten. Er trägt Verantwortung, er muss sich seiner Vorbildfunktion auf und neben dem Platz bewusst sein. So etwas darf nicht passieren. Er hat sich bei uns entschuldigt und sagte, dass er maßlos enttäuscht war über das verlorene Pokalfinale in Berlin mit Borussia Dortmund. Diese Niederlage hat ihn sehr mitgenommen. Ich weiß, dass der BVB auch schon entsprechend reagiert hat. Bei uns hält er sich an die Regeln, er ist noch jung und muss lernen, manchmal sein Temperament, seine Impulsivität, also genau die Eigenschaften, die ihn beim Fußballspielen ausmachen, außerhalb des Feldes besser zu kontrollieren. Das Thema ist nun erledigt, unsere volle Konzentration gilt der Vorbereitung auf die WM.“

Dennoch erscheint so die Kölner Döner-Affäre nun in einem neuen Licht. Aber Großkreutz wehrt sich weiterhin vehement dagegen, dass er einem Kölner den scharfen Fladen ins Gesicht geworfen haben soll.

Im Gegenteil: Er hat nun das vermeintliche Opfer wegen Falschaussage angezeigt.

„Das sogenannte Opfer hat gelogen. Er war angetrunken. Ich habe ihm den Döner nicht ins Gesicht geworfen. Ich habe gegen ihn eine Gegenanzeige wegen Falschaussage gemacht. Dieser Mann hat die Unwahrheit gesagt. Das haben der Besitzer der Dönerbude und der Taxifahrer bezeugt“, sagte Großkreutz im tz-Gespräch.

Der Vorfall, so Großkreutz, sei in einem unglücklichen Moment geschehen, weil er vor der Bekanntgabe des WM-Kaders geschah. Großkreutz: „Natürlich denkt man, wie reagiert der Bundestrainer jetzt? Aber ich habe darüber mit meinem Trainer Jürgen Klopp gesprochen. Ich habe ihm gesagt, dass die Geschichte unwahr ist. Ich denke, das weiß auch der Bundestrainer.“

Die neue Affäre wird für Großkreutz in der Nationalmannschaft keinerlei Auswirkungen haben. Ein Rauswurf ist nicht geplant. Der Bundestrainer erklärte, dass sich der Spieler beim DFB bislang „tadellos“ verhalten habe.

Allerdings: Borussia Dortmund hat dem Mittelfeldspieler und erklärten 1.-FC-Köln-Fan („Das ist ein toller Klub mit geilen Fans“) eine Geldstrafe von geschätzten 20000 € aufgebrummt.

Und einen weiteren Fehltritt darf sich der Dortmunder Profi ganz gewiss nicht mehr erlauben.

tg, ms, fa, lop

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