Elf Spieler im Mannschaftsrat

Wer beim FC Bayern jetzt das Sagen hat

Klare Ansage. Manuel Neuer ist der Führungsspieler beim FCB.
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Klare Ansage. Manuel Neuer ist der Führungsspieler beim FCB.

Xabi Alonso und Philipp Lahm sind weg, der FC Bayern braucht neue Anführer – auf dem Platz und in der Kabine. Kapitän Manuel Neuer geht voran. Aber wie sieht es dahinter aus?

Wer hat beim FCB die Hosen an? Die tz stellt die Macht-Pyramide des Rekordmeisters vor.

Die Chefs: Neuer trat im Sommer die direkte Lahm-Nachfolge an, läuft seitdem mit der Binde auf. Er ist der Führungsspieler beim FCB! Thomas Helmer, selbst von 1997 bis 1999 Bayern-Kapitän, sagt der tz: „Eine Hierarchie bildet sich durch die Leistungen und die Anerkennung der Kollegen. Das geht in erster Linie über das Training und über Spiele.“ Ist Neuer die richtige Wahl? Helmer: „Von seiner Ausstrahlung und seiner Leistung gibt es daran nichts zu rütteln. Das ist die logische Konsequenz, nachdem Philipp Lahm aufgehört hat.“ Ur-Bayer Müller und Spaßvogel Ribery sind Neuers Stellvertreter. Sie sind beide fast zehn Jahre bei den FCB-Profis, haben ein gutes Standing innerhalb des Teams. Sie sollen helfen, die Lahm- und Alonso-Lücke zu fülllen. „Xabi und Philipp sind Typen, die erst mal fehlen. Das kann der Mannschaft wehtun. Aber: Der Fußball ist schnelllebig, es bleibt nicht viel Zeit“, erklärt Helmer.

Die Führungsspieler: Außer dem Trio haben Mats Hummels, Jerome Boateng, Arjen Robben, Arturo Vidal, Robert Lewandowski, Thiago, David Alaba und Javi Martinez an der Säbener Straße das Sagen. Das verriet Neuer der Sport Bild. Helmer: „Ich kann mich nicht an so einen großen Kreis erinnern. Aber der FC Bayern hat viele Nationalspieler, da hat jeder seine Führungsrolle. Trotzdem ist es nicht leicht, alle unter einen Hut zu bringen.“ Schon zu Helmers Zeiten hatten beim FCB einige Spieler etwas zu melden, so viele wie heute waren es aber nicht. Der Europameister von 1996 teilte sich die Kabine mit Lothar Matthäus, Jürgen Klinsmann, Oliver Kahn, Mehmet Scholl, Stefan Effenberg und Mario Basler. „Da kann man sich ungefähr vorstellen, was bei uns los war. Da hat jeder etwas gesagt, wenn er meinte, dass es in die falsche Richtung geht“, erzählt Helmer.

Die Mitläufer und die Neuen: James Rodriguez ist erst seit wenigen Wochen in München, hat noch nicht die Rolle wie bei der kolumbianischen Nationalelf. Auch Spieler wie Joshua Kimmich, Niklas Süle, Corentin Tolisso und Sebastian Rudy wachsen erst noch in Führungspositionen herein. Rafinha ist vor allem als Kabinen-DJ ein wichtiger Faktor. Auch sie sind wichtig! Helmer: „Jeremies und Fink waren bei uns früher nicht die Lautsprecher, sie haben auf dem Platz aber auch mal gesagt: ‚So geht das nicht.‘ Und zwar ohne, dass sie im Mannschaftsrat waren.“

Die Jungen: Friedl, Früchtl und Co. haben beim FCB noch nichts zu sagen.

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Jau

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