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Ex-HSV-Star: Ich war einig mit Bayern, doch Veh und Heynckes verhinderten einen Wechsel

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Von: Denis Huber

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Eljero Elia (M.) wäre gern zum FC Bayern gewechselt.
Eljero Elia (M.) wäre gern zum FC Bayern gewechselt. © mis

Ganz schön harte Vorwürfe, die ein ehemaliger Spieler des Hamburger SV erhebt. Angeblich war ein Wechsel zum FC Bayern schon in trockenen Tüchern. Doch Armin Veh und Jupp Heynckes sollen dem Offensivmann einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.

München - Von 2009 bis 2011 spielte Eljero Elia beim Hamburger SV. Mit großen Hoffnungen sicherten sich die Norddeutschen die Dienste des damals als Supertalent gehandelten Niederländers. Der Offensivmann verkündete bereits bei seiner Vorstellung in der Hansestadt, er wolle in die Fußstapfen seiner Landsmänner Raphael van der Vaart und Nigel de Jong treten. Den HSV betrachtete Elia als Zwischenschritt auf dem Weg zu einem europäischen Topklub.

Die ersten Monate an der Elbe liefen bestens für den begnadeten Linksfuß. Seine Leistungen auf dem Platz entzückten die Fans, seine Darbietungen abseits des Spielfeldes eher weniger. Luxus, dicke Autos, zwielichtige Freunde und verbale Entgleisungen - Elia ließ wenig aus. Doch solange er auf dem Feld ablieferte, genoss er die Zuneigung der HSV-Anhänger.

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Erst eine Verletzung Ende November 2009 stoppte seinen Höhenflug. Der damals 22-Jährige fiel für den Rest der Saison aus, erst bei der WM 2010 in Südafrika zeigte er mit den Niederlanden wieder sein Können.

Elia: Der FC Bayern wollte mich 2011 holen

2011 fühlte er sich bereit für einen Wechsel zu einem größeren Verein. Und wie er nun im niederländischen Radiosender FunX erklärte, stand der neue Arbeitgeber auch schon fest. „Ich habe sehr gut gespielt beim HSV und Bayern wollte mich nach Saisonende holen. Mein Berater war schon dort und ein Vertrag lag bereit“, verrät der heute 31-Jährige.

Doch lief Elia bekanntlich nie für den deutschen Rekordmeister auf. Warum? Dafür hat er seine ganz eigene Erklärung. „Armin Veh, unser Trainer, hatte mich ein bisschen auf dem Kieker. Er wollte entlassen werden, um vier Millionen Euro zu bekommen.“ Vorsicht, jetzt wird‘s abenteuerlich: Deshalb habe Veh „Ruud van Nistelrooy, Zé Roberto und mich auf die Bank gesetzt“, wird Elia in mehreren Medien zitiert. „Danach wurde Jupp Heynckes Trainer bei Bayern und er ist ein guter Freund von Veh. Da habe ich schon zu meinem Berater gesagt: Das wird nix mehr.“

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Elia saß oft auf der Tribüne - Zé Roberto und van Nistelrooy aber nicht

Veh hatte 2010 das Traineramt beim HSV übernommen und war mehrfach mit Elia aneinander geraten. Als Konsequenz landete der Offensivmann häufiger auf der Tribüne. Nur drei Einsätze über die komplette Spielzeit und insgesamt 16 Partien absolvierte Elia unter Veh. Doch bei Zé Roberto und van Nistelrooy kann von einer „Verbannung“ durch Veh keine Rede sein, beide kamen auch unter dem aktuellen Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln auf ihre Einsätze.

Und von den angeblichen vier Millionen sah Veh trotz seiner Entlassung übrigens nichts. Nach der vorzeitigen Entlassung im März 2011 zahlten die Hamburger Vehs Gehalt bis Saisonende weiter - rund 500.000 Euro.

Elia wechselte im Sommer 2011 schließlich zu Juventus Turin, nach nur einem (torlosen) Jahr ging es zu Werder Bremen. Aktuell steht Elia bei Basaksehir in Istanbul unter Vertrag.

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