„Ich empfehle ihm, in diesen Markt einzusteigen“

Erfolgreicher Unternehmer mit Empfehlung an FC Bayern, doch Hoeneß will davon nichts wissen

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Mit Uli Hoeneß an der Spitze ist die Zeit für den FC Bayern für E-Sport noch nicht gekommen.

Der FC Bayern will sportlich immer neue Märkte erschließen. Ein Feld lässt er wegen Uli Hoeneß aber weiterhin außen vor - ein Fehler? Laut Ralf Reichert ja.

Berlin/München - Der Gründer und CEO des weltweit größten E-Sport-Unternehmens „ESL“, Ralf Reichert, fordert Bayern-Präsident Uli Hoeneß (66) auf, endlich in E-Sport zu investieren. „Ich empfehle ihm, in diesen Markt einzusteigen“, sagt der 43-Jährige dem Nachrichtenmagazin Focus.

Viele Bundesliga-Vereine sind längst an diesem Millionengeschäft beteiligt. Schalke 04 stellt bereits seit 2016 ein eigenes „League of Legends“-Team. Der VfL Wolfsburg bezahlt Gamer in der Fußball-Simulation „Fifa“. Auch der VfB Stuttgart, RB Leipzig, Bayer 04 Leverkusen, Eintracht Frankfurt, FC Augsburg und Hertha BSC Berlin, Borussia Mönchengladbach, Mainz 05, der 1. FC Nürnberg, der VfL Bochum und der 1. FC Köln haben professionelle Zocker unter Vertrag.

Hoeneß lehnt E-Sport beim FC Bayern grundlegend ab

Trotzdem hält Hoeneß vom Geschäftsmodell E-Sport nichts: „Das ist totaler Schwachsinn.“ Die Gründung einer eigenen Abteilung beim deutschen Rekordmeister hat er ausdrücklich verboten und verzichtet damit auf die Erschließung der gewaltigen E-Sport-Märkte in den USA und China. Reichert kann das nicht verstehen. „Aber ich bezweifle, dass er auf mich hören wird.“

Turniere in Spielen wie „League of Legends“, „Fifa18“ oder „Dota2“ füllen längst Fußballarenen und locken Millionen Fans auf Streaming-Portale. Fast 22 Millionen Stunden schauten Gaming-Fans allein im Juli 2018 auf Twitch „League of Legends“-Live-Übertragungen.

Umsätze im E-Sport wachsen rasant

2016 lagen die weltweiten E-Sport-Umsätze bei 493 Millionen US-Dollar. In diesem Jahr werden sie laut Experten-Prognosen 906 Millionen US-Dollar erreichen. In Deutschland wächst die Branche von etwa 50 Millionen Euro im Jahr 2016 auf voraussichtlich 90 Millionen Euro Marktvolumen an.

pm

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