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Haaland-Vater verrät frühes Transfer-Ranking: FC Bayern lag weit vorn - Anspielung auf künftige Wechsel

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Von: Marcus Giebel

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Erling Haaland und sein Vater lassen die Öffentlichkeit an am Entscheidungsprozess beim Wechsel zu Manchester City teilhaben. In einem Ranking stand der FC Bayern sehr gut da.

München - Der Profifußball ist ja längst ein großes Geschäft. Wer es dabei weit bringen will, muss natürlich erst einmal sehr gut kicken können. Das ist die Grundvoraussetzung. Um sich aber selbst unter den Topspielern noch ein bisschen herauszuheben, sollte der Star zu einer echten Marke aufsteigen. Und diese dann regelmäßig pflegen. Das macht Cristiano Ronaldo seit Jahren vorbildlich, mittlerweile tut es ihm Robert Lewandowski gleich.

Größte Mühe geben sich auch Erling Haaland und vor allem sein Vater Alf-Inge. Es scheint zu fruchten. Denn mit der auf dem skandinavischen Streamingdienst Viaplay abrufbaren Dokumentation „Haaland - The Big Decision“ schlachtet die fußballverrückte Familie den Transfer des wuchtigen Stürmers von Borussia Dortmund zu Manchester City regelrecht aus. Wichtige Teile der Entscheidungsfindung werden skizziert.

Haaland und der FC Bayern: Spielervater hatte Münchner in seinem Ranking auf Platz zwei

Dabei wird deutlich: Der FC Bayern hatte zwischenzeitlich durchaus gute Chancen, Haaland wie geplant vom Bundesliga-Rivalen zu verpflichten. Und der Blondschopf beschäftigte sich mit diversen Topklubs des Kontinents. Dessen Vater und Berater verdeutlichte in der Doku, dass er weit vor der Entscheidung für Manchester City ein Ranking aufgestellt hatte, das seinen englischen Ex-Verein bereits ganz oben sah.

„Bayern München ist die Nummer zwei“, zählte der 49-Jährige weiter auf: „Wir haben Real Madrid als Nummer drei, Paris Saint-Germain als Nummer vier.“ Dahinter kommen mehrere Teams, die etwa gleichauf stünden: „Liverpool und Chelsea. Außerdem gibt es Barcelona. Sie sind irgendwie in der gleichen Reihe.“ Dagegen sei Manchester United nie ein Thema gewesen.

Alf-Inge Haaland mit hochgerissenen Händen auf der Tribüne
Hatte auch in Dortmund sichtlich Spaß: Alf-Inge Haaland (mit hochgerissenen Händen) begleitet die Karriere seines Sohnes Erling als Berater. © IMAGO / Matthias Koch

Haaland und der Transfer zu Manchester City: Vater schaut auf Stürmer in den Kadern der Interessenten

Bei der Auswahl wurde auch darauf geschaut, wie sehr Haaland in der Mannschaft gebraucht würde. Oder wie Haaland senior sagt: „Eines der Kriterien ist, ob der Verein eine Nummer 9 braucht.“ Ein Argument, das eindeutig für die „Citizens“ sprach, denn die hatten mit dem mittlerweile zum FC Arsenal gewechselten Gabriel Jesus nur einen Mittelstürmer im Kader, der zwischen Startelf und Bank rochierte.

„City ist in dieser Hinsicht eine 10 von 10“, beziffert Vater Haaland und schaut dann zur Säbener Straße: „Bayern München bekommt dafür einen Punkt, sie brauchen keine Nummer 9. Sie haben ihren besten Spieler als Nummer 9, aber wenn Lewandowski geht, dann haben sie keinen anderen.“ Also spielte er schon damals das Szenario durch, in dem die Ära von Lewandowski beim FC Bayern enden würde: „Es wäre ziemlich umstritten, nach München zu gehen, aber wenn wir es durchziehen, ist es eines der besten Teams.“

Womöglich dauerte den Norwegern das Wechsel-Theater rund um den Polen dann doch einfach zu lange - wobei Klub wie Spieler am Ende keine glückliche Figur abgaben. Schon Erling Haaland hatte in der Doku kritisiert, der FC Bayern habe seinem Starstürmer nicht den nötigen Respekt entgegengebracht.

Erling Haaland verzeiht das Gesicht
Vergangenheit und Gegenwart: Erling Haaland (r., neben Jude Bellingham) verließ Borussia Dortmund und stürmt nun für Manchester City. © IMAGO / PA Images

Haaland und seine Zukunft: Wechsel nach Italien und Spanien schon in Planung?

Letztlich lief ohnehin alles auf Manchester City hinaus. Für den 22-Jährigen ist es „das derzeit beste Sportprojekt der Welt“. Er habe den Eindruck, dort „am besten abschneiden“ zu können. Und dennoch ist es offenbar gut möglich, dass sein bis 2027 laufender Vertrag der einzige sein wird, den er im Mutterland des Fußballs unterschreibt.

Denn Haaland senior sieht in seinem berühmten Sohn eher einen Wandervogel als einen Spieler, der sich einem Verein komplett verschreibt. Aus einem interessanten Grund: „Ich glaube, Erling will in allen Ligen seine Fähigkeiten austesten. Dann kann er maximal drei bis vier Jahre in einer Liga bleiben.“ Lachend fügt er an: „Er könnte zweieinhalb Jahre in Deutschland, zweieinhalb Jahre in England und dann in Spanien, Italien, Frankreich verbringen, oder?“

Das dürfte die Bayern dann eher kalt lassen. Aber Real Madrid, Juventus Turin oder Paris Saint-Germain dürften bei diesem Satz nochmal die Ohren spitzen. Ob es dann zu jedem Haaland-Transfer eine eigene Doku geben würde? Im Fußball-Geschäft ist nichts auszuschließen. (mg)

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